Donnerstag, 15. Dezember 2011

Geklickt, gekauft, geliefert: Folgen für die Arzt- Patient- Beziehung

Gesundheit von heute bedeutet die „Fähigkeit des Individuums, die eigenen Gesundheitspotentiale auszuschöpfen und auf die Herausforderungen der Umwelt zu reagieren“, (neue WHO Gesundheitsdefinition).
Die Gesundheit wird von uns Individuen in der alltäglichen Umwelt mit ihrer Vielfalt geschaffen und gelebt. Aus diesem Grund kann es passieren, dass unter bestimmten Umständen sie nicht mehr den Herausforderungen entsprechend reagieren kann. Die Gesundheit als Fähigkeit so manches zu meistern, kann in eine Schieflage geraten. Um die Balance wiederherzustellen oder zumindest eine stabile Schieflage zu schaffen, bedarf das Individuum ggf. der Fremdhilfe in Form einer Behandlung /Konsultation. Ein Individuum wird zum Patient (lat. patiens =„leidend“, „aushaltend“, „zäh“) oder Klient (lat. cliens = „Schutzbefohlene“).
Ob nun PATIENT oder KLIENT - beide sind mehr oder weniger angeschlagene Individuen.

Betrachten wir den Patienten.
Selbst zähe Leidende können nicht ewig aushalten. Hilfe zu suchen bei demjenigen, der einen Heilberuf ausübt, wird unausweichlich.
Und das ist der Beginn einer „wert-vollen“ Arzt-Patient-Beziehung.

Damit die Beziehung überhaupt zustande kommt, muss eine Begegnung stattfinden. Damit die Begegnung stattfindet, ist die Vereinbarung eines Termins notwendig. Diese an sich übliche Vorgehensweise hat in der Arzt-Patient- Beziehung einen besonderen Aspekt. Er tritt dann zum Vorschein, wenn die Terminvereinbarung am Quartalsende fällig wird, weil gerade dann die Zähigkeit des Leidenden nachlässt. In solchen Fällen wird bei der Terminvergabe das eigene Wirken durch fremdbestimmte Vorgaben ersetzt, die aus eigener Sicht nicht unbedingt als sinnvoll betrachtet werden können. Es soll heißen: statt gewünschte Terminvereinbarung - Terminverschiebung.

Um einen genaueren Einblick in die Terminverteilung innerhalb der Quartale zu erhalten, hat die Bertelsmann Stiftung in Zusammenarbeit mit der Barmer GEK in ihrem „Gesundheitsmonitor 2011“ erstmals die Verteilung der Arzttermine über das Quartal mit Krankenkassendaten untersucht.
Dabei stellte sich heraus, dass bereits die Terminvergabe ein Wert-voller Schritt in der Gestaltung einer Arzt-Patient-Beziehung darstellt.

Für den Arzt wird der „Wert“ einer Terminvergabe durch das vorgegebene Praxisbudget und die Vergütung für die Behandlungen eines Patienten bestimmt.
Erbringt ein Arzt mehr Leistungen, als sein Praxisbudget vorsieht, erhält er hierfür nur noch eine geringe Vergütung. Hiermit ist gegen Ende eines Quartals zu rechnen. Entsprechend sinkt der Anreiz am Quartalsende, noch weitere Behandlungen vorzunehmen und entsprechende Termine zu vergeben. Durch die Pauschalierung der Vergütung für die Behandlungen eines Patienten innerhalb eines Quartals erhalten Ärzte für weitere Besuche dieses Patienten häufig kein oder nur ein geringes zusätzliches Honorar.
Eine Aufhebung der Budgetierung als Lösung des Problems komme laut der Studie nicht in Frage, weil die Behandlungskosten sonst explodieren würden.

Was Patienten angeht, kommt die Studie zu dem Schluss, dass der „Wert“ ihrer Wunschtermine innerhalb eines Quartals insbesondere von der Praxisgebühr und der Möglichkeit der Befreiung von derselben durch eine Überweisung bei anderen Ärzten beeinflusst wird.
Der mündige Patient ist allerdings dessen bewusst, dass im Fall dringender medizinischer Erfordernisse - Praxisgebühr hin oder her – bei einer Terminverschiebung Beschwerden und Komplikationen denkbar seien. Sie könnten sogar den Besuch eines Notdienstes notwendig machen, wie die Studie feststellt.
Folgen: Beeinträchtigung des Krankheitsverlaufs und unnötige Kosten für das Versorgungssystem.

Die Terminvergabe, als 1. Schritt in der Gestaltung einer Arzt-Patient-Beziehung scheint nur noch eine Art negativen Wertbezug zu haben: ihr an sich positives Ziel bleibt auf der Strecke. Sie könnte dazu führen, dass die Wertigkeit der Arzt- Patient- Beziehung von Anfang an ins Hintertreffen gerät.
Eine Lösung dieses Problems, blieb die Studie schuldig.

Eine gute Beziehung braucht außerdem mehr als nur eine Terminvereinbarung. Die Gespräche zwischen den Partnern leisten einen wesentlichen Beitrag zu ihrem Gelingen.
Mittlerweile ist es aber so, dass durch den wachsenden Zeitdruck im ärztlichen Arbeitsumfeld die Bedeutung des ärztlichen Gesprächs für eine gute Arzt- Patient- Beziehung verloren zu gehen scheint.
Zudem hat sich auch der Umgang der Patienten mit der Gesundheit und ihrer Wahrnehmung geändert. Der medizinisch-technische Fortschritt ist von IT- Technologien geprägt. Es scheint naheliegend, dass die Computer- vermittelte Kommunikation, durch kontinuierlicherer Kontakt Arzt- Patient, die „Vermenschlichung“ in der Begegnung Arzt- Patient vorantreiben könnte.

Ein Gedanke, der einem selbst und anderen Nutzen bringt, ist bestechend und kann Wirklichkeit unserer neuen vernetzten Gesundheitswelt werden.
So gesehen, ist es nicht verwunderlich, dass der internetgestützten Telemedizin die Stunde geschlagen hat: die europaweit erste online Arztpraxis erblickte das Licht der Welt, in London.
Die online- Arztpraxis hat 2-sprachige Sprechstunden – englisch und deutsch. Die hier tätigen Ärzte sind bei der britischen Ärztekammer, dem General Medical Council (GMC) registriert.

Die erste deutschsprachige online- Arztpraxis bietet Sprechstunden zur Allgemeinmedizin, Inneren Medizin, Reisemedizin und nicht überwiegend Sexualmedizin, wie von den Medien suggeriert worden ist. Patienten unter 18 Jahren wie auch Notfälle werden nicht angenommen.
Trotz Warnungen deutscher Mediziner ist das Interesse deutscher Patienten hoch. Im Zeitraum von 10 Tagen zwischen der Eröffnung der deutschen Sprechstunde am 30. 11.2011 und dem 08. 12. 11 haben von 2.500 Patienten mehr als 1.000 deutsche Patienten die Praxis besucht.

Ablauf der Sprechstunde
1. Klick: Der „elektronische“ Besuch der Sprechstunde - ohne Wartezeiten, Terminvereinbarung / Terminverschiebung - bietet kostenfreie Diagnose, 1. Beratung und Beratungsempfehlung. Die in Deutschland übliche Praxisgebühr fällt nicht an;
Klick zum Waren-Korb: bei Entscheidung des Patienten für eine Behandlung. Eine privatärztliche Gebühr wird erhoben, die zwischen 9 und 29 € liegt und Beratung, Behandlung, Ausstellung /Versand des Rezepts umfasst;
Klick zum Abschicken der Bestellung: Nach Regelung der Zahlungsmöglichkeiten und Möglichkeiten zur Versendung des Rezepts (an eine Versandapotheke / direkt an Patienten).
Geliefert wird die Online-Patiententakte. Sie enthält: Rezept und/oder das Medikament, Hinweise zur Medikamenteneinnahme, auf Wunsch auch einen Arztbrief über Diagnose und Behandlung, adressiert an den Hausarzt oder Vertrauensarzt des Patienten.

GEKLICKT, GEKAUFT, GELIEFERT: mit mehr Raum für ärztliche Gespräche und daraus sich entwickelnden wertvollen Arzt-Patient-Beziehung ist die Medizin auf gutem Weg, Technik zu nutzen, um gleichzeitig den Anforderungen an die ärztliche Sorgfalt als auch den heutigen Patientenwünschen gerecht zu sein.

In der schönen, neuen Welt, in der alles mit allem verbunden ist, beginnt anscheinend einer den anderen zu verstehen.

Dienstag, 22. November 2011

Keine Frauenquoten

Laut Geburtenstatistiken überwiegt die Zahl der Geburten von Jungen die Geburtenzahl der Mädchen. Im statistischen Durchschnitt kommen auf 100 Mädchengeburten etwa 105-107 Jungen. Und trotzdem führt die erhöhte Sterblichkeit der Männer (auch in nicht an Kriegen beteiligten Ländern) häufig zu einem Frauen Überschuss. Die Folge kann ein ungewolltes, paradoxes Ungleichgewicht sein, wie ein gewisser Leif Johansson festgestellt hat:
„ Die Weltbevölkerung umfasst 2 Gruppen von Menschen: Eine Mehrheit von 49% Männern und eine Minderheit von 51% von Frauen“.

Zu allem Überfluss erblickte dann am 31. 10. 2011 noch ein Mädchen das Licht der Welt, dem der Titel h. c. „7 - milliardsten Erdenbürger“ verliehen wurde.
Wir sollen 7.000.000.000 sein - trotzdem sind es keine besorgniserregenden Milliarden! Denn laut Berechnungen der UN-Experten ist ab 2070 aufgrund weltweiter niedrigerer Geburtenraten, mit einer Schrumpfung und Stagnation der Weltbevölkerung zu rechnen.
Im gleichen medialen Atemzug heißt es aber auch: die Deutschen werden nicht nur älter, sondern auch weniger. Laut einer Berechnung der Bertelsmann Stiftung wird die deutsche Bevölkerung bereits bis 2030 auf weniger als 80 Millionen schrumpfen. Absehbare Konsequenzen: sinkende Güterproduktion / Dienstleistungen, sinkendes Wachstum, sinkender Wohlstand, sinkende Lebensqualität. Oder doch nicht?

Expertenkommissionen der UN und andere Institutionen beschwichtigen auch hier.
Hintergrund: Deutschland verfügt über eine große ungenutzte Ressource - die Frauen. Und die Experten gehen weiter: zur Förderung dieser Ressource, mit dem angestrebten Zweck ihrer anschließenden Forderung, würde es genügen, wenn für Frauen die Möglichkeit besteht, Elternschaft und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen. Kein Wort über Frauenquoten, ein Thema, das seit zig-Jahren in Deutschland als wesentliches Instrument der Personalpolitik verstanden wird, Hauptthema unendlicher Debatten geworden ist und demnächst Gegenstand eines Gesetzes sein soll.

Der aktuell noch kontrovers diskutierte Gesetzentwurf zur Frauenquote sieht vor, dass sich Unternehmen zunächst eigene Quoten für Vorstand und Aufsichtsrat geben, auf die sie dann gesetzlich verpflichtet würden. Verfehlen sie ihre Ziele, droht eine Geldbuße bis zu 25.000 €.
Bei diesem Vorschlag muss man unwillkürlich an die seit 1984 existierende EU-Milchgarantiemengenregelung denken. Diese weist den EU-Staaten bestimmte Quoten für die Milchproduktion zu. Der Unterschied zwischen den beiden Regelungen: bei der Frauenquote würde ihre Unterschreitung, bei der Milchquote wird deren Überschreitung durch eine Abgabe sanktioniert. Also: Mehr "Milch und Honig - produzierende Frauen",weniger "milchproduzierende Kühe"!

Die unendliche Quotenregelung - Debatte ist umso sinnloser, als sie sich nur mit einer Frauenquote bei der Besetzung von Gremien und nicht bei der Besetzung von Stellen allgemein befasst.
Das ist Wasser auf die Mühlen der Gegner einer Quotenregelung.
Sie halten Geschlechter-Regelungen zur Behebung eines Ungleichgewichts für problematisch, weil diese Regelungen die Diskriminierung konservieren könnten. Als klassisches Argument wird der negativ besetzte Begriff „Quotenfrau“ angeführt: Er wird teilweise für Frauen verwendet, die aufgrund einer bestehenden Quotenregelung gewählt bzw. eingestellt werden und nicht aufgrund ihrer Kompetenz.

Man könnte dann der Logik der Kritiker etwas entgegenhalten, wenn die geschlechterbezogenen-Quoten auch die Besetzung von Stellen im Erwerbsleben allgemein miteinbeziehen würde. Dann könnte man argumentieren, dass die Geschlechterquote nicht erst zum Zeitpunkt des Erwerbs eines Rechts (auf Führungsposition) greift, sondern bereits zum Zeitpunkt vor der Bewerbung um diese Position. Die durch etwaige diskriminierende Strukturen geschaffenen Schranken könnten demnach, eben aufgrund geschlechterbezogene Quotenregelungen gehoben werden.

Bis zum voraussichtlichen Inkrafttreten des Gesetzes zur Frauenquote am 1. Juli 2012 wird weiter debattiert. Sollte - zumindest auf der Führungsebene - das Modell einer gesetzlich vorgeschriebenen Selbstverpflichtung zur Zielvorgaben für die Geschlechter-Gleichstellung, samt Sanktionen bei deren Nichteinhaltung eine Allgemeinzustimmung finden, steht es schlecht um das „Gender Mainstreaming“!
Es entsteht so der Eindruck, dass für Männer aufgrund ihrer genetischen Veranlagung keinerlei Verhaltensänderungen und somit soziales Lernen möglich sei.
Jedoch, je mehr (+ eher) Männer begreifen, dass eine Frau immer zwischen ihnen ist, aber nie zwischen ihnen steht, desto einfacher wird es für andere, sich ihnen anzuschließen. Irgendwann dürfte dann eine gewisse Mindestmasse (kritische Masse) für den Beginn einer kontrollierten Kettenreaktion erreicht sein, die eine friedliche Beilegung des Geschlechter-Kampfs und seine endliche Umwandlung in ein selbstverständliches Beisammensein Wirklichkeit sein lässt. Ein Berufsleben OHNE DIE LEIDLICHE FRAUENQUOTE, wie ein Leben ohne das leidliche LDL- Cholesterin. Und das bedeutet ein gesundes Leben in allen Bereichen.

Freitag, 11. November 2011

Franz Schubert - SERENADE und weitere Entspannungsmöglichkeiten

Guter Stress, schlechter Stress.
Der gute Stress fördert die Leistungsfähigkeit, motiviert, steigt die Produktivität. Zu viel des guten wird jedoch zum schlechten- zum schlechten Stress. Der schlechte Stress - und das sogar als Dauerzustand- hat aber gesundheitliche Folgen. Die bekanntesten davon sind z. B. die psychischen Folgen wie Depressionen oder der Burnout-Syndrom. Mit einem guten Management kann der schlechte Stress bewältigt werden. Eine Möglichkeit: durch Entspannung Abstand zu den Anforderungen gewinnen.

ENTSPANNUNG

Sonntag, 6. November 2011

Änderungen der Trinkwasserverordnung und der Ökostress

Das unentbehrliche, für den menschlichen Gebrauch und Genuss geeignete Trinkwasser wird in Deutschland sehr strengen Kontrollen unterzogen.
Aus diesem Grund unterliegen Deutsche Wasserversorger den Regelungen der Trinkwasserverordnung. Die i. d. S. durchgeführten Wasseranalysen bilden die Basis für eine gute Aufbereitung des Trinkwassers. Die Kontrolle erstreckt sich jedoch nur auf das Wasserwerk und das öffentliche Versorgungsnetz. Trinkwasser - Untersuchungen direkt an den Entnahmestellen der Verbraucher (Wasserhähne, Duschen) werden dabei nicht erfasst.
Bis jetzt!
Denn seit dem 01. 11. 2011 trat die überarbeitete Trinkwasserverordnung in Kraft. Damit wurde der Kreis der von der Neuregelung Betroffenen erweitert und die Kontrollen noch umfangreicher.

So betrifft die Novellierung nicht nur die Wasserversorger und öffentlichen Versorgungsnetze sondern auch Vermieter, die sogenannte Großanlagen in ihren Häusern überprüfen lassen müssen. Als Großanlage gelten Tanks mit einem Inhalt von mehr als 400l und / oder Wasserleitungen mit mehr als 3l nicht zirkulierenden Inhalts zwischen Wassererwärmer und Wasserhahn.
Anlass zu den umfangreicheren Kontrollen sind insbesondere die LEGIONELLEN.
Ein mit Legionellen belastetes Wasser ist eigentlich unbedenklich. Unter gewissen Umständen wie z. B. bei stehendem Wasser in Leitungen und Wassererwärmer oder bei der Unterschreitung einer bestimmten Temperatur können sich die Erreger stark vermehren und gefährlich werden. Ihre Übertragung erfolgt durch Einatmen von Aerosolen (winzige Wassertröpfchen in der Luft), die z. B. aus den verstopften Düsen schlecht entkalkter Duschköpfe, aus Luftbefeuchtern oder Klimaanlagen kommen. Durch das Einatmen des Aerosols gelangen die Legionellen in die Lungen, was eine Lungenentzündung auslösen kann. Besonders gefährdet sind Alte, Menschen mit einem angegriffenen Immunsystem wie auch Raucher.
Durch die Festlegung von Untersuchungspflicht und Untersuchungshäufigkeit auf Legionellen in der überarbeiteten Trinkwasserverordnung können Legionellen- bedingte Infektionen minimiert werden.
Das ist die gute Nachricht!

Bedenken kommen auf z. B. hinsichtlich der Übernahme der Kosten für die Überprüfung des Trinkwassers. Eine Rechtsgrundlage für die Umlage dieser Kosten gibt es noch nicht und die Rechtsauffassung der Parteien, Vermieter / Mieter, klaffen auseinander.
Der Aufwand, den die Kontrolleure zu bewältigen haben, ist auch nicht zu übersehen. Die Neuregelung betrifft Millionen von Vermietern. Die Kontrolleure sind dabei angehalten, auch in die Wohnungen zu gehen, um Proben direkt an Aerosolen- emittierenden Stellen zu entnehmen.
(Öko)Stress entsteht. Dieser zur Bewältigung besonderer Anforderungen an Körper und Geist entstandene Stress stellt einen Risikofaktor dar. Er kann negative psychische und physische Reaktionen hervorrufen, wie u. a. eine immer mehr sinkende Leistungsfähigkeit - ein Symptom des fast zur Volkskrankheit gewordenen Burn-out.

So gesehen, wenn auch der Hintergrund der überarbeiteten Trinkwasserverordnung sinnvoll ist, scheint bis zur Regelung ihrer Umsetzung ein Plan B angebracht.
Die zweite gute Nachricht: es gibt den Plan B!

Verschiedene Untersuchungen haben ergeben, dass Legionellen schon ab 50 Grad abgetötet werden können. Allerdings nur, wenn die Temperatur über mehrere Stunden gehalten werden kann. Bei 55 Grad genügen schon 20 Minuten zum Desinfizieren, bei 60 Grad lediglich zwei Minuten. Will man Legionellen abtöten bei einer Temperatur von über 70 Grad, so genügen sogar wenige Sekunden.
Es ist eine Maßnahme ohne zusätzliche Investitionen, unbürokratisch und ohne Kontrolleure - jedoch mit erhöhtem Energieaufwand verbunden.

Was den Burn-out Betroffenen angeht; Dieser kann leider nicht, seine sinkende Leistungsfähigkeit in ein „Bad- Gehirn- Areal“ verschieben, abschreiben und dann weiter machen, als ob es nichts gewesen wäre.
Mit einem Stresstest könnte ein Psychologe oder Psychiater das Ausmaß der Gefährdung erfassen und bei negativen Ergebnissen den Betroffenen rechtzeitig zu veranlassen, Gegenmaßnahme zu ergreifen. Erhöhte Kosten für das Gesundheitswesen sind allerdings die Folgen.

Was nun?
Vielleicht ein befristeter Schutzschirm für alle unter Ökostress Leidenden: Für die kostenmäßig unmittelbar durch die geänderte Trinkwasserverordnung Geplagten wie auch für die, die Neuregelungen ausführenden Betroffenen.

Montag, 10. Oktober 2011

Lebensmittel-Kennzeichnung: Der Zweck heiligt die Mittel

Lebensmittel, die Mittel, die aufgrund ihres Gehaltes an Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten oder Mineralstoffen einen kalorischen Nährwert besitzen, so dass sie unserem Körper als Energiespender oder Aufbaustoff dienen können und durch ihre Bestandteile genannt „Vitamine“ für den einwandfreien Ablauf des Stoffwechsels unentbehrlich sind.
Wir können sie mit unseren 5 Sinnen wahrnehmen.
Wir können sie (er)tasten, riechen, ihre vielfältigen Erscheinungsformen sehen, ihr Piepsen, Muhen, Grunzen, Schnattern, Quaken, Blöken hören und sie uns nach alledem i. S. d. Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuchs (LFGB) vom 01.09.2005 “in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand“ schmecken lassen.
Man sollte meinen, dass uns diese Kenntnisse und unsere zusätzlichen objektiv subjektiven Erkenntnisse i. V. m. einem 6. Sinn ermöglichen, die Lebensmittel zwar „ungesetzlich“ jedoch auf gesunder Art und Weise zu genießen - ungesetzlich, da der Begriff „Genuss“ im LFGB nicht mehr vorkommt, wie das im alten Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (LMBG) der Fall war.

Weit gefehlt!
Das Bild, das Zuständige von uns zumindest im Hinblick auf die verpackten Lebensmittel hegen, ist erstaunlich: auf uns allein gestellt, sollen wir es nicht schaffen, von der Dschungel der verpackten Lebensmittel aus den Pfad der gesunden Ernährung zu erreichen.Trotz unserer grundsätzlichen Kenntnisse und Erkenntnisse müsse uns das notwendige Wissen über die Qualität der Lebensmittel beigebracht werden, damit wir dann endlich, durch Einüben im Alltag, den Umgang damit erlernen können. Das sei die Möglichkeit, den jährlich in Deutschland durch ernährungsbedingte Krankheiten anfallenden Kosten Einhalt zu gebieten. Sie betragen mittlerweile 70 Millionen €.

Die Entwicklung entsprechender Mittel zum erklärten Zweck der Verbraucherbildung und Verbraucherinformation erwies sich als eine wahre Herausforderung. Dabei ging es in der Hauptsache darum, ob nur Zahlen oder auch Farben zum Einsatz kommen.


In der Sache FARBE diente als Vorbild das britische Farbsystem.
Dieses Signalsystem, die 3-farbige-Ampel- Kennzeichnung, wurde von der Britischen Lebensmittelbehörde „Food Standard Agency“ (FSA) entwickelt. Die Kennzeichnung signalisiert bei den einzelnen Nährstoffen - Fett, gesättigte Fettsäuren, Salz und Zucker - ob die Produkte unbedenklich zu genießen sind (Grün) oder aber maßvoll (Gelb) bzw. sehr sparsam (Rot) verzehrt werden sollten.
Die FSA legte gleichzeitig auch Bezugsgrößen fest: Die Angaben beziehen sich auf eine Portion von 100g und in Prozenten des empfohlenen Tagesbedarfs, englisch GDA, für „guideline daily amount“. Die GDA- Kennzeichnung steht also für „Richtwert für den Tagesbedarf“ an Fett, Zucker und Salz.
In einer Stellungnahme weist die DGE daraufhin, dass obwohl das britische Ampelsystem dem Verbraucher auf einem Blick ermöglicht, den Gehalt an Fett, Salz und Zucker pro 100g zu erfassen, bleibt eine geringe Übersichtlichkeit nicht ausgeschlossen. So z. B. „bei einem zuckerarmen aber zugleich fettreichen Lebensmittel müssen Verbraucher trotz Ampelkennzeichnung den niedrigen Zuckergehalt gegen einen relativ hohen Fettgehalt abwägen“, sagt die DGE. Außerdem: wie soll man z. B. den Fettgehalt eines Lebensmittels bewerten, das hauptsächlich aus ernährungsphysiologisch hochwertigen Rapsöl besteht: Grün für den hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren und gleichzeitig Rot wegen des hohen Fettgehaltes?
Die europaweite Einführung einer Ampelkennzeichnung blieb umstritten.

Die Gegner setzten auf eine Kennzeichnung mit ZAHLEN bezogen auf den täglichen Nährstoffbedarf – GDAs.
Die DGE sieht hier ein Problem bei der Definition der Bezugsgröße, denn die Richtwerte seien teils nicht nachvollziehbar. Je nach Alter, Geschlecht, individuellem Zustand, Erkrankungen und auch Belastungssituation hat der Körper einen unterschiedlichen Bedarf an Energie und Nährstoffen. Die Festlegung auf 2000 Kalorien für Frauen oder 2500 Kalorien für Männer als „empfohlene Tageszufuhr“ z. B. gälte nur für Erwachsene. Ältere Menschen und Kinder würden meist viel weniger benötigen. Somit besteht eine große Gefahr der Fehlinterpretation durch den Verbraucher.

Nun kann seit dem 16. 06. 2011 das Kriegsbeil zwischen den Befürwortern und Gegnern des einen oder anderen Kennzeichnungssystems -Farbe oder Zahlen - begraben werden. Das Ampelsystem erhält rotes Licht. Die EU hat neue Regeln zu Lebensmittel Kennzeichnung beschlossen und am 29. 09.2011 einigten sich die EU-Länder auf eine neue Lebensmittel-Informationsverordnung.

Auf jeder Verpackungsrückseite werden demnach Angaben wie der Energiegehalt, der Gehalt an Zucker, Fett, Salz, Eiweiß und Kohlenhydrate verpflichtend, und zwar bezogen auf 100 Gramm oder 100 Milliliter Produkt. Die gute Lesbarkeit der Informationen wird künftig durch eine mindestens 1,2 Millimeter große Schrift gewährleistet.
Die Forderung nach Abhebung bestimmter Angaben vom Hintergrund wurde auch berücksichtigt. So müssen Allergene in Zukunft in der Zutatenliste hervorgehoben, beispielsweise farblich unterlegt werden.
Für die Anwendung der neuen Regeln gibt es eine Übergangsfrist von 3 bis 5 Jahren, damit alte Bestände an Verpackungen und Etiketten aufgebraucht werden können.

Der Zweck heiligt die Mittel, heißt es.
Ob nun der erklärte Zweck der Bekämpfung von (u. a.) Übergewicht die hierzu eingesetzten Mittel - Zahlen-Labels = Qualitätsmerkmal eines Lebensmittels - die Lösung des Problems Übergewicht wirklich vorwärts bringt, wird sich herausstellen.

Was sich schon jetzt feststellen lässt, ist die Tatsache, dass im Reich der Zwecke zunächst alles einen Preis hat.

So hat die ungarische Regierung bereits zum 1. September 2011 eine Sonderabgabe für übermäßig gesalzene, süße, kohlenhydrat- oder koffeinreiche Fertigprodukte eingeführt.
Bei ungarischen Produkten werden die Hersteller zur Kasse gebeten, bei Importgütern die ungarischen Vertreiber. Betroffen sind neben industriell verpacktem Gebäck auch Erfrischungsgetränke, die zu wenig Fruchtsaft enthalten.
Im Fall von Getränken beträgt die Abgabe 5 bis 250 Forint (knapp 1 Euro) pro Liter, bei Esswaren 100 bis 200 Forint pro Kilogramm. Händler, die pro Jahr weniger als 50 Liter oder 50 Kilogramm der ungesunden Produkte verkaufen, werden von der Abgabe befreit.

Am 1. Oktober folgte dann Dänemark.
Zum 1. Oktober 2011 hat Dänemark als erstes Land der Welt eine Steuer auf Fette in Nahrungsmitteln eingeführt. Egal, ob sie in Butter, Milch, Fleisch, Pizzen oder Fertiggerichten stecken - ab sofort werden pro Kilogramm gesättigte Fettsäuren 16 Kronen (2,15 Euro) fällig. Die Maßnahme soll die Bevölkerung des Landes davon abhalten, zu viel der ungesunden Fette zu essen.
Es müssten neue Preise berechnet werden, was laut Lebensmittelproduzenten sehr zeitaufwendig sei, zumal nicht nur das Fett in den Lebensmitteln selbst ermittelt werden müsse, sondern auch das bei der Zubereitung benutzte Fett, etwa Frittieröl. Und die Kosten trage letztlich der Verbraucher.

Nun sind die „ungesunden Lebensmittel“ auf dem Markt. Sie werden beworben, mal mit rationalen Argumenten, mal suggestiv, was besondere Gefühle anspricht. Und wir erlegen (manchmal) der Versuchung.
In welchem Maß sind wir dafür verantwortlich, dass wir uns bei der Wahl der Lebensmittel vergreifen? Müssen WIR dafür verantwortlich gemacht werden oder die HERSTELLER und VERTREIBER, die uns das „Un-gesunde“ verlockend vor die Nase setzen?
Das sind hier die Fragen - neben dem Thema ÜBERGEWICHT!!!

PS: Der § 5 LFGB sieht Verbote zum Schutz der Gesundheit vor
(1) Es ist verboten, Lebensmittel für andere derart herzustellen oder zu
behandeln, dass ihr Verzehr gesundheitsschädlich im Sinne des Artikels
14 Abs. 2 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 ist. Das Verbot
des Artikels 14 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 Buchstabe a der Verordnung
(EG) Nr. 178/2002 über das Inverkehrbringen gesundheitsschädlicher
Lebensmittel bleibt unberührt.

Verordnung (EG) Nr. 178/2002 Artikel 14 Anforderungen an die
Lebensmittelsicherheit

(1) Lebensmittel, die nicht sicher sind, dürfen nicht in Verkehr gebracht
werden.
(2) Lebensmittel gelten als nicht sicher, wenn davon auszugehen ist, dass sie
a) gesundheitsschädlich sind,
b) für den Verzehr durch den Menschen ungeeignet sind.



Dienstag, 20. September 2011

Der Prozess genannt LEBEN und der Kaffee

Ein Blick in die Biologie (grch. bios= Leben, logos= Lehre) erlaubt eine sachliche Erklärung des Prozesses genannt LEBEN.

Er besteht aus einer Vielfalt von Teilprozessen, deren Zusammenwirken jedem von uns einen besonderen Lebenslauf beschert. Obwohl sich in uns nur chemische Elemente, die auch in der unbelebten Natur vorkommen, unterscheiden wir uns von der unbelebten Natur. Der Unterschied liegt vor allem in den kompliziert aufgebauten Kohlenstoffverbindungen wie Kohlenhydrate, Proteine, Fette, Enzyme /Coenzyme, Nucleinsäuren, Sterine u.a. Die kohlenstoffhaltigen Verbindungen wie Kohlenhydrate, Proteine, Fette sind Verbindungen mit hohem Energiegehalt und sie kommen in Wachstum und Fortpflanzung zum Ausdruck.
Alles wird ergänzt durch den von Enzymen gesteuerten Stoffwechsel wie Atmung, Ernährung, Exkretion, Kopieren und Transkribieren von Erbinformationen. Und als Krönung: „DAS Programm“, bestehend aus Nucleinsäuren, deren genetischer Code die Weitergabe der Erbanlagen ermöglicht.

Mithilfe der Statistik kann das menschliche Leben auch sehr sachlich gefasst werden, nämlich in Zahlen.
Die deutsche Produktion „So viel lebst du“ veranschaulichte wie VIEL ein deutsches Leben eigentlich ist: 28.986 Tage (79,36 Jahre). So lange lebt im Durchschnitt der Deutsche. In dieser Zeit isst er z. B. 8.028 Äpfel. trinkt 6.920 l Milch, 1.880 l Wein, 77.000 Tassen Kaffee, verspeist 5.192 Brotlaibe, liest immerhin 9.303 Zeitungen, 247 Bücher, sieht 6,2 Jahre fern, gibt 39.334 Euro für Bekleidung und Schuhe aus, verbraucht 3.651 Rollen Toilettenpapier, hat – nicht zu fassen – auch noch 105.372 Träume und produziert nebenbei fast 50 Tonnen Müll.
Der Genuss wurde statistisch nicht erfasst. Man könnte hierfür symbolisch die 77.000 Tassen Kaffee zugrunde legen. Weiter realistisch und bescheiden denkend, könnte man zumindest 35.000 Tassen Kaffee 30 Minuten Genuss- Zeit zurechnen. Das bedeutet immerhin 17.500 Stunden Genuss in dem statistisch währenden Leben von 28.986 Tagen. Es ist doch mal was!
Der Genuss kann aber noch genüsslicher werden, wenn man sich überlegt, dass sich in der letzten Zeit die Studien häufen, die dem Kaffeekonsum eine positive Wirkung zuschreiben.

Einige Beispiele
25. Januar 2011: Der erhöhte Konsum von Kaffee und Tee reduziert einer Studie zufolge offenbar das Risiko an einem Hirntumor, einem Gliom. zu erkranken.
Ein etwaiger Zusammenhang zwischen dem Konsum von Kaffee und Tee und dem Risiko einer Hirntumorentstehung wurde anhand von Daten einer europaweiten Studie geprüft.
Die Daten stammen aus Dänemark, Deutschland, Griechenland, Italien, Holland, Norwegen, Spanien, Schweden und England. Ein höherer Konsum war mit höherem Alter, höherer Bildung, Rauchen und niedrigerem BMI assoziiert. Bei einem Vergleich der Daten von Konsumenten mit weniger als 100 ml pro Tag mit jenen von Konsumenten mit mehr als 100 ml pro Tag, ergab sich ein signifikant verringertes Gliom- Risiko.

14. März 2011: Eine neue Studie stärkt die Vermutung, dass Kaffee bei Frauen einen Schlaganfall vorbeugen kann.
Die Wissenschaftler am "Karolinska Institut" in Stockholm haben über einen Zeitraum von 10 Jahren den Kaffeekonsum von Frauen untersucht. Studienteilnehmer waren knapp 35.000 Frauen, die zwischen 49 und 83 Jahre alt waren. Ergebnis der Untersuchungen: wenn Frauen mehr als eine Tasse Kaffee pro Tag tranken, hatten sie ein bis zu 25 Prozent geringeres Risiko eines Schlaganfalls gegenüber den Frauen, die weniger als eine Tasse Kaffee pro Tag zu sich nahmen. Wie die Wirkung zustande kommt, ist allerdings noch unbekannt. Man vermutet, dass Kaffee die Entzündungen im Blutkreislauf reduziert oder die Empfindlichkeit für Insulin erhöht.

18. Mai 2011: Wer viel Kaffee trinkt, kann sein Prostatakrebs-Risiko offenbar stark senken. Das ergab eine Langzeitstudie mit fast 50.000 Männern. Koffein kann allerdings die genaue Ursache des Effekts nicht sein.
An der Harvard School of Public Health in Boston wurden die Daten von 47.911 Männern ausgewertet, die zwischen 1986 und 2008 alle vier Jahre unter anderem zu ihrem Kaffeekonsum befragt worden waren. Wer mindestens sechs Tassen Kaffee pro Tag trank, hatte ein im Vergleich zu Nicht-Kaffeetrinkern um fast 20 Prozent geringeres Risiko, an irgendeiner Form von Prostatakrebs zu erkranken. Die Wahrscheinlichkeit für einen aggressiven Prostatakrebs mit gefährlichen Metastasen sank in der Kaffeetrinker-Gruppe sogar um bis zu 60 Prozent. Wer nur eine bis drei Tassen täglich trank, hatte immer noch ein 30 Prozent geringeres Risiko für einen tödlich verlaufenden Krebstyp, schreiben die Wissenschaftler im "Journal of the National Cancer Institute".

18. August 2011: Patienten, die während der Nacht unter Kopfschmerzen leiden, können die Attacken vorbeugen, indem sie abends vor dem Zubettgehen eine Tasse Kaffee trinken, berichten Neurologen der Uniklinik Essen.

19. August 2011: In einer Auswertung der Women’s Health Initiative (WHI) Observational Study mit mehr als 90.000 Teilnehmerinnen war der Konsum von einer Tasse Kaffee am Tag mit einer 5-prozentigen Minderung des Risikos verbunden, an einem hellem Hautkrebs zu erkranken. Frauen, die sechs oder mehr Tassen am Tag tranken, entwickelten sogar zu 31 Prozent seltener Basaliome (heller Hautkrebs, ohne Neigung zur Bildung von Metastasen) oder Spinaliome (ein bösartiger Tumor, der lokal zerstörend wächst und nicht sehr häufig metastasiert).
Der Mechanismus, wie Koffein die Entstehung von Hautkrebs verhindert, ist nicht bekannt. Einige Krebsforscher des Laboratory for Cancer Research in Piscataway/New Jersey, vermuten aber, dass die Hemmung des Enzyms ATR eine Rolle spielt. Dieses Enzym ist an der DNA-Reparatur beteiligt. Es markiert geschädigte Stellen, die dann von Reparatur-Enzymen ausgebessert werden. Dies löst „einen geregelten Zelltod“ aus: Tod beschädigter Zellen unter Schonung des gesunden Gewebes.
Paradoxerweise kommt dieser Schritt auch Krebszellen zugute, die vor einem Untergang bewahrt werden.

19.09.2011: Koffein für die Schöhnheit wie z. B. bei Cremes gegen Cellulite, allerdings kombiniert mit gesunder Ernährung und regelmäßigen Bewegung. Koffein wirkt entwässernd auf das Gewebe und aktiviert zudem ein Enzym, das das Spalten und Abbauen von Fett begünstigt.
Wegen seiner entwässernden Wirkung wird Koffein auch in Augencremes eingesetzt. Eine geschwollene Augenpartie entsteht häufig durch einen "Wasserstau" im Gewebe rund um das Auge. Das Koffein hilft beim Abtransport der gestauten Flüssigkeit.

Man kann also, nur noch sagen: es gibt etwas, das uns zur Seite steht in dem statistisch 28.986 Tage währenden Prozess genannt Leben - als Genussmittel, Heilmittel, Mittel zur Schönheit. Oder schöner gesagt:

„Es gibt Dinge, auf die man sich immer wieder freut. Weil sie unser Leben besonders machen“ … und zwar in guten wie in schlechten Tagen.

Dienstag, 6. September 2011

Nichts bleibt verborgen in der digitalen Welt

Vor kurzem war in den Medien zu lesen und zu hören, dass laut Polizei derzeit Identifikationsdiebstahl und- missbrauch die größten Bedrohungen für Internetsurfer seien. Die Angreifer würden verstärkt Trojaner nutzen, die Dateien auf dem PC abfängt. Dagegen sei kaum noch Phishing zu beobachten.
In diese neue Ära der Datenklau fiel gerade richtig die Einführung des wichtigsten amtlichen Dokuments, das die Übereinstimmung personenbezogener Daten mit einer natürlichen Person beweisen soll: das E-Personalausweis. Im Gegensatz zum alten Ausweis mit den aufgedruckten persönlichen Daten gibt es im schicken E-Personalausweis im Scheckkartenformat auch weitere begehrenswerte Angaben, welche auf dem Chip im Ausweis abgelegt sind.
Das Sicherheitssystem des neuen Personalausweises wurde als „maximal“ bezeichnet. Und trotzdem stellen Fachleute seit seiner Einführung am 01.11.2010 immer wieder gravierende Mängel fest.
Und die TAGESSCHAU meldete neulich eine neue Sicherheitslücke beim E- Personalausweis.
Der nun entdeckte Fehler in der Ausweis-Software eines Anbieters soll es Verbrechern sogar ermöglichen, die komplette elektronische Identität des Ausweisinhabers zu kidnappen. Betroffen sei das Browser-Plugin "OWOK" von der Firma Reiner SCT.
Was soll’s? Hat der Inhaber des Personalausweises bei der Personalausweisbehörde die Online-Ausweisfunktion nicht deaktivieren lassen, werden womöglich sein Familienname und Vornamen, Geburtsdatum und -ort, Adresse , leider jedoch auch ein paar Daten, die nur für die hoheitliche Identitätskontrolle gedacht worden sind, einer unbefugten Verwendung zugeführt werden können. Mit unangenehmen Konsequenzen.
Es ist schlimm, aber nicht das Schlimmste - wenn man sich überlegt, was im Fall eines Falles einem wiederfahren könnte, sollte seine Blutuntersuchung preisgegeben werden.


Man macht nur den Arm frei, lässt sich pieksen und das Blut verrät die innersten Geheimnisse: Trinkt man gelegentlich oder oft ein Gläschen, nimmt man Beta-Blocker, Ca-Antagonisten oder Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten zur Senkung eines zu hohen Blutdrucks, vielleicht Viagra, Levitra oder Cialis um sinkende Leistungen in die Höhe zu treiben, leidet man an Diabetes, Depressionen, Anämie, Leukämie oder ist Rheuma, Arteriosklerose im Anmarsch usw., usw.? Damit nicht genug! Bei einem konkreten Verdacht können gezielt einzelne genetische Eigenschaften untersucht werden. Es können Ergebnisse auftreten, die auf erhöhte Risiken für eventuell schwerwiegende, nicht vermeidbare oder nicht behandelbare Erkrankungen hinweisen – und derartige Ergebnisse in den Händen von Unbefugten.
Es ist schon das Schlimmste aber nicht am schlimmsten!

Wie wäre es mit einem Gedanken -Scanner oder Träumelauscher? Das Thema gehört nicht mehr im Bereich der Science-Fiction.

Forscher von Bernstein Center for Computational Neuroscience in Berlin arbeiten daran, eine Gedankenlesemaschine zu konstruieren. Ihr Ansatz ist eine Art Lexikon des Gehirns: Sie zeigen einem Probanden verschiedene Symbole oder lassen ihn verschiedene Bewegungen ausführen und zeichnen mithilfe des Kernspintomografen dabei ein möglichst eindeutiges Aktivitätsmuster seines Gehirns auf. So entsteht - für jeden einzelnen Probanden individuell - ein Hirnlexikon.
Eine Karte dieser Regionen für einen einzelnen Menschen anzufertigen ist eine harte Fleißarbeit, aber es ist inzwischen möglich. Die große Weltkarte, die gemeinsame Gehirnsprache aller Menschen, haben die Forscher allerdings noch nicht entdeckt.
Ein anderer Forschungsansatz zum Gedankenlesen bedient sich indirekter Hinweise des Hirns.
Das Unternehmen „no lie“ etwa versucht, über die Bestimmung von Hirnaktivitätsmustern herauszubekommen, ob ein Mensch einfach die Wahrheit sagt und dabei nur vergleichsweise wenige Areale seines Gehirns aktiviert, oder ob er damit beschäftigt ist, die ehrliche Antwort zu unterdrücken, und damit zahlreiche Gehirnareale aktiviert. Diese Methode soll allerdings noch nicht ausreichend wissenschaftlich fundiert sein.

Hirn-Scans sollen grundsätzlich mehr Potenzial zum Durchblick im menschlichen Hirn besitzen als die Messung von Hirnströmen.
US-Hirnforschern der New York University ist beispielsweise gelungen, „Gesinnungsträume“, die politische Weltanschauung eines Menschen anhand der Aktivität bestimmter Hirnzellen zu scannen. Wie sie in ihrer Veröffentlichung in der Fachzeitschrift „Nature Neuroscience“ berichteten, zeigten bei den Liberalen spezifische Regionen im Großhirn wesentlich mehr Aktivität als bei den Konservativen. Dies bedeute, so die Forscher, dass eine gewisse natürliche Veranlagung zu einer bestimmten politischen Gesinnung führen kann. Oder unpolitischer: Menschen, die von Natur aus Neuem eher aufgeschlossen sind, sind möglicherweise auch eher zu einer liberalen Einstellung bereit.

Nun Lügner zu stellen ist nicht am schlimmsten, dafür aber ein (bald) nicht unmöglicher, ungewollter, innerer Striptease vom Scheitel bis zur Sohle oder anders gesagt: von Hirn bis zur Achillessehne!

Datenspeicherung und Datentransfer kommen in unserer digitalen Welt ohne Verschlüsselungstechnik nicht aus. Was wir bereits diesbezüglich haben, scheint manchmal nicht genug zu sein- um die wirtschaftlichen und gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.
Es bleibt nur die Hoffnung auf den digitalen Generalschlüssel, damit wir nicht mehr auf Klick und Link verfolgt werden können.

„Lärm ist ein geeignetes Mittel, die Stimme des Gewissens zu übertönen.“
Pearl S. Buck (1892 – 1973)
US-amerikanische Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin


I. d. S.ein Appell: Daten- Angreifer aller Länder macht nicht mehr so viel Lärm, denn ihr seid nicht gewissenslos!

Dienstag, 9. August 2011

New Commercial Elvive L'oreal Paris Claudia Schiffer

Sonne, Meer und keine verblasste Haarfarbe mehr bei coloriertem oder gesträhntem Haar - dank dem besten Elvital Color-Glanz Pflege-Shampoo aller Zeiten mit pflegendem Nutri-UV-Filter.
Eine Kombination ElVital und Voltaren Schmerzgel scheint jedoch manchmal angebracht...
zum besseren Ausdruck der Freude an unverkrampften Bewegung mit strahlend glänzendem Haar.

Sinne, Sinn und Sinnlichkeit im Alltag

Die Sinne erschließen den Sinn von Sachen, Vorgängen aus unserer Umwelt in allen Lebenslagen,d. h. in allen lebenslagen.
Diese auf Sinneseindrücke bezogene Sinn- Erkenntnis ist demnach eine sinnliche Erkenntnis. Hat man die 5 Sinne beisammen, versteht man auch zwischen angenehmen und unangenehmen Beobachtungen oder Erfahrungen zu unterscheiden. Dieser Sachverhalt ist dann Quelle unserer Handlung, soweit es um Handlungen geht, bei denen wir entsprechend das Gefühl haben, wir seien es, die dies gewollt und schließlich auch veranlasst haben.

Wenn z. B. sich ein TV- Spot auf die unwiderstehliche Anziehungskraft eines Reinigungsmittels konzentriert. Er zeigt einen Mann völlig gebannt von der visuellen Säuberungskraft des Reinigungsmittels, ein Bann, der sich bis hin zu einer „künstlerischen“ erotischen Ansprechbarkeit zu steigern vermag. Zeigt der Spot eine Frau, sehen wir eine Frau mit einem zauberhaften Lächeln auf ihre Lippen, erkennen ihr Wohlbehagen - das Zeugnis für die mühelose Erfüllung ihrer sauberen Wohnträume.
Die Botschaft des Reinigungsmittels wie „Sinn und Sinnlichkeit“ ist unverkennbar. Konsequenz: echter Handlungsantrieb durch eine günstige innere Motivationslage.

Oder die Ernährung. Was ist noch an Gutem der Sinnesfunktion „Geschmack“ abzugewinnen, ohne die Freude des Genusses von Obst und Gemüse, Brot, Milchprodukten, Fleisch, Fisch, Eiern, Süßigkeiten und Snacks, Getränke oder Spirituosen? Alte Lebensmittelkennzeichnungen und neue, vereinfachte (Ampel- Kennzeichnung), die den Verbrauchern die Auswahl von Lebensmitteln erleichtern sollen, Kalorienzählen, Berücksichtigung der Nährwertzufuhr, Diskussionen über Stoffwechselprozesse - kein Sterbenswörtchen über GENUSS. Der Genuss scheint im Zusammenhang mit Ernährung abhandengekommen zu sein.
Das Problem wurde mittlerweile erkannt und Ernährungswissenschaftler, Verbraucherverbände ändern ihre Strategien. Sie sehen inzwischen in Genuss den Schlüssel für eine gesunde Ernährung. „Gesund is(s)t, wer genießt“ lautet das Motto: Eine bewusste und genussorientierte Ernährung ist die (neuentdeckte) Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden.
Dieser Sachverhalt kann bei uns nur eine genussorientierte Handlung auslösen. Wir werden dessen bewusst, dass „Genuss“ im Fall der Ernährung nichts anderes ist als eine Bezeichnung für eine positive Sinnesempfindung, die nicht nur mit körperlichem Wohlbehagen verbunden ist, sondern welche im Rahmen eines fröhlichen Beisammenseins Impulse für ein Miteinander im Alltag und Beruf setzen kann.

Als ein etwas komplexeres Beispiel könnte das moderne deutsche Gesundheitswesen angesehen werden, das auf unser aller Sehnsucht nach freiwilliger Selbstverantwortung und Entscheidungsfreiheit setzt.
Die elektronische Gesundheitskarte ist die Voraussetzung für eine grundlegende Modernisierung des Gesundheitswesens. Mit ihr und der dahinterliegenden Infrastruktur wird weltweit erstmalig eine Datenplattform geschaffen, die von der Dateneingabe bis zur Langzeitspeicherung so angelegt ist, dass der Karteninhaber zu jeder Zeit bestimmen und kontrollieren kann, was mit den gespeicherten Informationen passiert.
Der effektive Einsatz elektronischer Medien im Gesundheitswesen allgemein (elektronische Gesundheitskarte gefolgt von elektronischer Patientenakte, elektronischem Arztbrief oder eRezept) tragen maßgeblich dazu bei, unnötige Doppeluntersuchungen zu vermeiden, die Verordnung ungeeigneter Arzneimittel zu reduzieren und Arbeitsabläufe zu optimieren. Somit bleibt mehr Zeit für den Patienten – der kann mal dem Internisten auch seine Seele ausschütten. Und die Behandlung wird besser. Das Selbstwertgefühl ist gestärkt und man riecht den Duft der Freiheit, der persönlichen Entscheidungsfreiheit.
Die Modernisierung im Gesundheitswesen lässt in den nächsten Jahren Ersparnisse im Milliardenumfang erwarten. Spätestens dann werden allen Sinn und Sinnhaftigkeit der Moderne für die Gesundheit klar sein.

Auch Schönheit ist mit Sinnen wahrnehmbar. Die Schönheit ist die Sinnlichkeit per se.
Wo wären wir, ohne das die Sinnen und Empfindungen angenehm berührende Gefühl beim Anblick eines schönen Geschöpfs?
Schönheit ist ein offener Empfehlungsbrief, der die Herzen im Voraus für uns gewinnt“ - sagte ein gewisser Schopenhauer.
Ins heute übersetzt eher: Schönheit ist ein „eigenhändiger“ muss- Empfehlungsbrief für die Ankurbelung der Karriere, für den sozialen Erfolg. Wer, wenn auch nicht die Herzen, dann aber zumindest die visuelle Wahrnehmung seiner Person im Voraus für sich gewinnen will/ muss, hat der Schönheitsklasse zu gehören. Das bedeutet, dass man eine Schönheit zu präsentieren hat, die sowohl Ausstrahlung ist, als auch im Einklang mit einem vollkommenen „wie du und ich“ steht.
Die erfolgreichsten Models besitzen beispielsweise keine klassische Schönheit. Sie entsprechen jedoch bestimmten optischen Voraussetzungen und haben das gewisse „etwas“ – Ausstrahlung /Charisma, die von den Genen gegebenen Gaben. Ihre äußere Erscheinung und ihre Stimme und Körpersprache in der Präsentation einer Sache oder Dienstleistung bringen ihre positive Einstellung, Glaubwürdigkeit, Sympathie zum Ausdruck. Wir fühlen, dass wir uns so manch Gesehenes, Gehörtes wert sind.

Dem ist es nicht so, wenn gemeint wird, es reiche aus, eine Präsentation auf die bloße körperliche Anwesenheit zu beschränken und zu glauben, Charisma /Ausstrahlung könne gelernt werden wie eine Theater- oder Filmrolle. Unglaubwürdigkeit, Misstrauen sind die Konsequenzen.
In einem solchen Fall liegt es an unserer Gabe, Erfahrungen in Erinnerung zu rufen, um sich nicht vom rechten Weg abbringen zu lassen. Und dann kann keine auch so hölzerne Körpersprache in der Präsentation eines Objekts – z. B. eines Color-Haar- Shampoos - einen dazu veranlassen, auf das Haar-Shampoo zu verzichten.
Soll das Glas- Handy seiner ihm von den Medien verliehenen Bezeichnung „Lustobjekt“ als würdig erweisen, dann gilt diese Bezeichnung dem performancemäßig so stiefmütterlich behandelten Color- Shampoo umso mehr. Denn es geht dabei nicht nur um einen Verbund aus kationischen Wirkstoffen und einem UV-Filter, der dem colorierten Haar die Farbwirkung verlängert und das Haar optimal vor äußeren Einflüssen schützt. Als sinnliches Objekt verheißt das Shampoo unwiderstehlicher Verlangen und Anreiz zum ungetrübten Entspannung beim Wind und Wetter. Man ist sich das Shampoo aus Überzeugung wert.

Wer also nach dem Sinn sucht, muss in den Sinnen suchen und ggf. Vernunft /Verstand vorschalten, damit die sinnlichen Eindrücke nicht Tsunami- artig in das Verhalten schießen – im Alltag wie grundsätzlich in allen Lebenslagen. So einfach ist es!


Montag, 18. Juli 2011

Bakterien & Co und eine neue Zeitrechnung

Bakterien, diese mikroskopisch kleine und besonders anpassungsfähige Lebewesen! Sie bestehen aus einer Zelle und haben keinen festen Zellkern. Dadurch können sich Bakterien selbstständig durch Teilung vermehren, unter geeigneten Bedingungen rasant schnell.
Sollten wir im Alltag überhaupt an Bakterien denken, dann aber an diejenige, die sehr nützlich für den menschlichen Organismus sind. Dank den Präbiotika / Probiotika, die sich inzwischen in vielen Lebensmitteln, vor allem in Milchprodukten finden, könnten wir z. B. an Darmbakterien denken!
Darmbakterien bilden die verdauungsfördernde Darmflora, unterstützen die Verwertung von Vitaminen und anderen Nährstoffen. Anscheinend bieten sie auch Schutz gegen Harnwegsinfektionen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, entzündliche Darmerkrankungen und Darmkrebs.
„Ein strahlendes Lächeln“ oder „kräftig Zubeißen können“ wie auch „eine makellose Haut“ gehören wie selbstverständlich zu unserem Lifestyle.
Aus diesem Grund ist es auch vorstellbar, an eine gesunde Bakterienbesiedlung der Mundhöhle zu denken, die Zahnfleischinfektionen und damit Zahnverlust verhindern kann oder an eine gesunde Hautflora, welche für ein schwach saures Milieu sorgt und dadurch die Hautoberfläche vor pathogenen Bakterien schützt.
Unter bestimmten Bedingungen können Bakterien im Körper Toxine / Giftstoffe produzieren, und dadurch Infektionskrankheiten auslösen. Dessen werden wir bewusst, wenn es uns erwischt: Infektionen verschiedenster Art, Blutvergiftung / Sepsis, die Entzündung von Organen wie z. B. Blasenentzündung, Lungenentzündung / Pneumonie oder wenn Bakterien eine Epidemie auslösen.
Antibiotika! Diese „Wunderwaffe“ gegen bakterielle Erkrankungen ist nicht mehr das, was sie mal war. Ursachen dieser Entwicklung sind vor allem die breite Anwendung von Antibiotika, die manchmal auch unsachgemäße Verschreibung oder unsachgemäße Handhabung. Erleichtert werden solche Resistenzen außerdem dadurch, dass die Bakterien die Resistenzgene sehr leicht untereinander austauschen können. Aus diesem Grund sehen sich manche Wissenschaftler veranlasst, nach neue Antibiotika zu fanden.

Viren sind die kleinsten Krankheitserreger. Sie bestehen nur aus Erbmaterial, das von einer Eiweißhülle umgeben ist. Viren besitzen keinen eigenen Stoffwechsel und können sich somit auch nicht selbstständig vermehren. Sie benötigen sogenannte Wirtszellen. Sobald das Virus es geschafft hat in die Zelle einzudringen, wird sein Erbgut in der Zelle aktiv und veranlasst die Wirtszelle neue Viren zu produzieren.
Da Viren keinen Stoffwechsel besitzen, sind Antibiotika gegen Viren unwirksam.
Viele Virosen erzeugen jedoch eine gewisse Immunität, die in der Regel eine Zweiterkrankung mit demselben Virustyp nicht zulässt. Diese Schutzart kann durch eine Impfung mit Lebendimpfstoffen nachgeahmt werden - die Schutzimpfung.
Ein Problem von auch extrem anpassungsfähigen Viren ist, dass sie ihre genetischen Informationen schnell ändern können. Aus diesem Grund muss z. B. bei der Grippeimpfung der Körper jedes Jahr auf andere Grippeviren vorbereitet werden.
Bei virotischen Infektionen können ggf. virenhemmende Mittel, sogenannte „Virostatika“, zum Einsatz kommen. Dadurch werden jedoch „nur“ die Symptome von Virusinfektionen gelindert und die Dauer der Erkrankungen abgekürzt. Im Gegensatz zu Antibiotika mit ihrer „bakteriziden“ (bakterienabtötenden Wirkung) gibt es derzeit VIRUZIDE - also "Virus abtötende" Arzneimittel - nicht.

Vor einer kausalen Behandlung oder Impfung kann allerdings eine effektive Hygiene signifikant die Verbreitung von Infektionskrankheiten reduzieren.
Das erklärt auch, warum vor dem Hintergrund der EHEC- Epidemie das Thema über effektive Hygiene im Zusammenhang mit Verbreitung von Infektionskrankheiten wieder stark an Bedeutung gewinnt.
„Nicht nur sauber oder rein, sondern hygienisch rein“ ist die geltende Devise für alle und alles: für die Körperpflege, für das Zuhause,allgemein für Möbel und Fußböden und insbesondere für Küche, Bad / WC, für den Arbeitsplatz, Schulen und Krankenhäuser, Reisen oder den Urlaub, Wäsche, Tastaturen, Türklinken, Telefonhörer, Kopflehnen in Zügen oder Autos und zwar durch direkten Haut-, Objekt-, Oberflächenkontakt mit dem entsprechenden Reinigungsmittel oder in manchen Fällen sogar ohne Kontakt, durch die automatische Reinigungsmittel- Dosierung mittels eines Bewegungssensors… usw., usw. Und das ist gut so!

Trotz allem! Eine neue ZEITRECHNUNG in der Beziehung zwischen den Bakterien und Viren scheint angebrochen: vor und nach dem Einsatz der Gentechnologie dort, wo Bakterien und Viren sich gegeneinander ausspielen lassen.

Einige wenige Beispiele:

Bakterien gegen Viren
Eine CYTOMEGALIE (auch Zytomegalie) ist eine Erkrankung, die durch eine Infektion mit dem Cytomegalovirus (auch Cytomegalievirus genannt, abgekürzt CMV) verursacht wird.

Der Name, der sich aus den griechischen Begriffen kytos = Zelle und megalo = groß ableitet, beschreibt die charakteristische Wirkung des Virus: Die Vergrößerung der infizierten menschlichen Zellen. Das Cytomegalovirus verbleibt nach der ersten Infektion lebenslang im Körper. Diese verläuft bei Menschen mit stabilem Immunsystem in den meisten Fällen mild oder vollkommen unbemerkt.
Mediziner warnen: Die Gefahren einer Cytomegalie dürfen während einer Schwangerschaft nicht unterschätzt werden. Die Infektion kann sich bei den betroffenen Kindern beispielsweise mit einer Vergrößerung von Leber und Milz, Blutarmut, Blindheit oder Taubheit, vermindertem Kopfumfang, Verkalkungen im Gehirn und Entwicklungsverzögerungen auswirken.

Gegen das Cytomegalovirus hat die Ära seiner bakteriologischen Bekämpfung begonnen.

Wie US-Forscher der Universität Berkeley /Kalifornien in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften berichten, haben sie Salmonellen gentechnisch zum Kampf gegen Cytomegaloviren aufgerüstet. Die Salmonellen dringen besonders geschickt in Körperzellen ein und können so - mit einem zusätzlichen Gen versehen - Viruserkrankungen bremsen. Außerdem überleben sie im menschlichen Verdauungstrakt und können daher geschluckt, statt gespritzt werden. Ergebnis: das erstmalige Gelingen eines erfolgreichen Einsatzes künstlich veränderter Bakterien zur Behandlung einer Virusinfektion und hinzu, die erste Gentherapie gegen eine Virusinfektion zum Schlucken, erläutert ein beteiligter Bakteriologe in einer Mitteilung der Universität.

Das DENGUE-FIEBER ist eine vor allem in den Tropen und Subtropen verbreitete Virusinfektion, an dem weltweit pro Jahr rund 50 Millionen Menschen erkranken. Die Viren werden durch Stiche bestimmter Moskitoarten übertragen. Einen zugelassenen Impfstoff gegen das Dengue-Fieber gibt es bislang nicht. Mücken zu bekämpfen und Mückenstiche zu verhindern gelten als vorbeugende Maßnahmen dieser Infektion.

Im Kampf gegen den Erreger des Dengue-Fiebers soll eine biologische Waffe zum Einsatz kommen: Bakterien. Wie australische Wissenschaftler herausgefunden haben, schützt eine Infektion mit Wolbachia-Bakterien Stechmücken davor, sich mit Dengue-Fieber-Viren anzustecken - damit scheiden die Insekten dann auch als Überträger aus. Weiterer Nebeneffekt: Eine Wolbachia-Infektion halbiert die Lebensspanne der Moskitos.

Viren gegen Bakterien
Britische Forscher haben eine Virenart entdeckt, die Bakterien angreifen und sich als eine Art Ergänzung sogar Ersatz einer Antibiotikabehandlung erweisen könnte.
Wie Wissenschaftler vom Wellcome Trust Sanger Institute in Großbritannien erklärten, sollte ein Virus genutzt werden, das nur Bakterien angreift, könnte gezielt nur der Bakterienstamm angegangen werden, der die Krankheit verursacht. Und das würde eine weitaus gezieltere Therapie bedeuten als jede herkömmliche Antibiotika-Therapie.

Die Liste derartig möglicher medizinischer Anwendungen geht bereits heute viel, viel weiter.

Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Und den Bakterien und Viren hat die (Idee) Stunde der Gentechnologie geschlagen.
Die Möglichkeit Bakterien im Kampf gegen Viren einzusetzen, Viren als Ergänzung oder Ersatz einer Antibiotikatherapie, Impfstoffe zur Ausrottung gefährlicher Infektionskrankheiten, um bei den Beispielen zu bleiben, gründet sich vor allem auf die Methoden der Gentechnologie. Sie erlauben, das Bakterium / Virus in ihre Einzelteile zu zerlegen und zu analysieren.
Die genetisch beeinflussbare ZUKUNFT von Bakterien und Viren hat unwiderruflich begonnen. Diese Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Es geht nicht mehr um neue Antibiotika oder Virostatika.

Anmerkung:
Bakterium, griechisch: baktērion = „Stäbchen“
Pathogen, griechisch: pathos = Leiden, Krankheit; gennan: erzeugen
Toxine, griechisch: toxíne = „die Giftige“
Sepsis, griechisch = Fäulnis, Verwesung
Pneumonie, griechisch: pneumo =Atmung)
Epidemie, griechisch: von „epi“ = auf, über und „demos“ = Volk, von Krankheiten: im Volk verbreitet
Antibiotikum, griechisch: anti = anstelle, gegen“ und bios = Leben
Hygiene, griechisch: hygieiné téchne = gesunde Kunst
Genetik, geneá = Abstammung, génesis = Ursprung
Technik, griechisch: technikós und leitet sich ab von téchne dt. = etwa Kunst, Handwerk, Kunstfertigkeit
Cytomegalo(virus), griechisch: kytos = Zelle und megalo = groß
Wo wären wir, ohne die alten Griechen?!

Mittwoch, 29. Juni 2011

Zistrose: neuer Therapieansatz bei der Borreliose Krankheit

Zistrose (lat. cistus incanus) ist eine Pflanze, die seit Jahrhunderten wegen ihrer Eigenschaften als Heilmittel im gesamten Mittelmeerraum verwendet wird. Bis vor Kurzem hat man Zistrose vor allem als ein alternatives immunstärkendes Mittel zum Einsatz gebracht. Jetzt laufen allerdings wissenschaftliche Studien an Universitäten, welche die Heilpflanze auf andere heilende Wirkungen untersuchen: es gibt Hinweise darauf, dass die Zistrose Borreliose auslösende Bakterien abtöten kann und somit eine neue Hoffnung vor allem für chronisch kranke Borreliose-Patienten darstellt.
Quelle: Biomedizin-Blog

Welche sind die Symptome einer Borreliose?

Donnerstag, 23. Juni 2011

Das Gesundheitswesen und die Telematik

„Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt euch auf eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll“ - sind Sätze von Willy Brandt. Sie stimmen auf den ständigen Wandel ein, dem man sich mit Ignoranz nicht entziehen und nur mit auf Realität bezogenen Lösungen begegnen kann. Ihre Botschaft ist immer noch gültig und nicht nur für die Politik, sondern für die Gesellschaft und somit auch für das Gesundheitswesen.

„Nichts kommt von selbst“…

auch nicht die Telematik ins Gesundheitswesen.
Es war einmal die Sprache als Mittel der Verständigung, gefolgt von der Mensch- Maschinen- Kommunikation mit ihrer Möglichkeit in Überwindung räumlicher Entfernungen - der Telekommunikation- welche sodann durch die digitale Informationsbearbeitung - die Informatik- unterstützt wurde. Und die Verknüpfung von Telekommunikation mit Informatik führte zur Telematik.

Die so entstandene Telematik erfährt eine rasante Entwicklung u. a. als Zukunftstrend im Gesundheitswesen. Sie ermöglicht, dass gesundheitsbezogene Dienstleistungen und Systeme über eine Entfernung hinweg ausgeführt und gesteuert werden, mit dem Ziel die Qualität der medizinischen Versorgung zu erhöhen und das Recht auf Eigenverantwortung der Patienten zu stärken. Diese Entwicklung befindet sich auch im Einklang mit der neuen Definition für Gesundheit. Denn

„(Und) …nur wenig ist von Dauer“…
so auch der Gesundheitsbegriff.
Gesundheit wurde 1948 in der Konstitution der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschrieben als
„Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur als das Freisein von Krankheit und Gebrechen“.
Ausgehend von diesem Gesundheitsbegriff, der über den Aspekt der bloßen Krankheitsvermeidung hinausgeht, wurde von der WHO ein Modell der Gesundheitsförderung entwickelt, das 1986 in der Ottawa-Charta erstmalig formuliert und definiert wurde:
„Gesundheitsförderung zielt auf einen Prozess, allen Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen.“
Aufgrund der Definition der Gesundheit und i. V. m. dem Verständnis von Gesundheitsförderung entstand ein neuer Gesundheitsbegriff:
Gesundheit ist als „Zustand völligen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur als das Freisein von Krankheit und Gebrechen“ zu verstehen.
„Gesundheit ist auch die Fähigkeit des Einzelnen, die eigenen Gesundheitspotenziale auszuschöpfen und auf die Herausforderungen der Umwelt zu reagieren“, (Definition:1988).


Somit ist eine Veränderung in der Auffassung von Gesundheit dahingehend erkennbar, dass der Gleichgewichtszustand des physischen, psychischen und sozialen Wohlbefindens erhalten bzw. immer wieder hergestellt werden muss. Daher ist eine ganzheitliche Gesundheitsförderung, die weiter als ein Lifestyle zum Wohlbefinden geht, unbedingt notwendig. Zu ihr gehören neben Präventivmaßnahmen, gesundheitsbezogene Aktivitäten, Dienstleistungen wie auch Messgeräte. Es ist ein Aspekt der Gesundheit, dem man sich durch Ignoranz nicht entziehen kann. Und

„ …darum – besinnt euch auf eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will“…
Seit Jahren besinnen sich zahlreiche Unternehmen auf ihre „Kraft“ und arbeiten an der Entwicklung von Telemedizin- Programmen und -Geräten, die zeitgemäß via Internet oder Mobilfunk arbeiten. Die neuen Einsatzmöglichkeiten, insbesondere die der modernen Handys, verdanken die Geräte vor allem der Gesundheits- Apps. Die kleinen Zusatzprogramme für Smartphones können schon bald eine wichtige Stellung bei der Patientenversorgung einnehmen. Sie werden laut Experten in Verbindung mit der elektronischen Gesundheitskarte die Qualität der medizinischen Versorgung erhöhen und das Recht auf Eigenverantwortung der Patienten stärken.
Hier einige beispielhafte Antworten des digitalen Zeitalters für das Gesundheitswesen:

Die EKG- App “Smartheart”: Eine leichte Brust- Sonde mit passender App soll Menschen mit Herzproblemen ein klinisch verwendbares EHG liefern. Innerhalb non 30 Sekunden kann mit dem Gerät die Daten aufnehmen und an einen Arzt senden.
Die Technik löst außerdem bei gefährlichen Veränderungen im Herzschlag selbstständig Alarm.

Mit der iPhone-App der KKH-Allianz kann jeder die Gesundheitsdaten der gesamten Familie – inklusive Haustiere – archivieren, seine Arzttermine verwalten und wird automatisch an Vorsorgeuntersuchungen erinnert.

Eine App für den Erste Hilfe-Überblick: für Notfallsituationen oder zum Auffrischen alter Kenntnisse.

Eine Fitness und gesundheits- App mit integriertem Blutdruckmessgerät, und zusätzlich möglichen Erfassung und Auswertung weiterer Blutwerte wie Blutzucker, Cholesterin, Laktat u.a.

Kalorienzählen: Die Nahrungsmittel aus der Liste auswählen, verzehrte Menge eingeben und die Tagesauswertung aktivieren und das Kalorienzählen übernimmt die App.

Bertelsmann Gesundheitslexikon

My Personal Trainer, ein individuelles Programm, das unter Anleitung eines Motivations- und eines Fitness-Trainers speziell für Männer entwickelt wurde. Eine Version speziell für Frauen findet sich als App unter dem Namen „FatBurner Coach“.

Eine App, die nächtliche Notdienstapotheken im Umfeld anzeigt. Die App erkennt auf Wunsch den eigenen Standort und zeigt alle Apotheken im Umfeld an. Neben der Telefonnummer wird auch der Standort in der Karte angezeigt. Die Route dorthin lässt sich auf Knopfdruck berechnen.

Die Medikamente- App, das Referenzwerk für Arzneimittelinformationen, in Deutschland NUR für Fachkreise. Sie verfügt über den kompletten Datensatz der „Roten Liste“ und bietet damit Informationen zu den meisten in Deutschland verschriebenen Medikamenten. Informationen wie Dosierung, Stoffgruppe, Wirkmechanismus, Darreichungsform uvm. können bequem über das iPhone gelesen werden.

Eine App, die einen Überblick über 150 Heilpflanzen gibt und Ihre Anwendungsbereiche und Wirkungen vorstellt.

Wir besinnen uns auch darauf, dass
„…(und) man auf ( ihrer) der Höhe der Zeit zu sein hat“…,
Und wir sind es. Die Gesundheits- Telematik, die elektronische Gesundheitskarte sind erst die grundlegenden Voraussetzungen für ein Gesundheitswesen auf der Höhe des digitalen Zeitalters. Weitere medizinische Anwendungen wie der elektronische Arztbrief, Patientenquittung und elektronische Patientenakte werden schrittweise folgen…

„…wenn Gutes bewirkt werden soll“…
Eine Kombination aus speziellen mobilen, medizinischen Geräten zur Datenerfassung mit modernen Mobiltelefonen könnte schon in naher Zukunft eine Datenauswertung über Apps ermöglichen, die dann an Ärzte, Krankenhäuser weitergeleitet werden kann. Studien belegen schon heute, dass vor allem Gesundheits- Apps bei der Bekämpfung von Adipositas, Asthma, Bluthochdruck, chronischer Bronchitis, Diabetes, Herzkrankheiten künftig den Gang zum Arzt sparen können. Messwerte bezüglich Blutdruck, Blutzucker, EKG könnten zu Hause ermittelt und per Smartphone an den Arzt übermittelt werden. Die Erleichterung anderer Verfahren wie die Überwachung der Medikamenteneinnahme, der Abruf von Laborergebnissen, die Fernüberwachung sind gleichermaßen denkbar. Sogar die Nachsorgezeit im Krankenhaus könnte auf diese Weise reduziert werden.
Die Datenerfassung und die Gestaltung gesundheitsbezogenen Kommunikationsdienstleistungen mittels Telematik lässt nicht zuletzt Ersparnisse in den nächsten Jahren in Milliardenumfang erwarten. Was will man mehr?

Digitales Informationszeitalter, das Zeitalter in dem man mit einem ADE an alte Denkmuster viel erreichen kann. Es ist das Zeitalter, das uns auch EINE ADE bescheren kann. Es handelt sich um ein Phänomen, das der amerikanische Psychiater Edward Hallowell. AUFMERKSAMKEITDEFIZITEIGENSCHAFT (Attention Deficit Trait) genannt hat. Ursache: Die unablässige Informationsflut, durch Emails, Voice- Mail, Instant Messaging, Handy und andere Hightech- Geräte, die nicht mehr optimal verarbeitet werden kann.
Betroffene klagen über Konzentrationsprobleme, eine kurze Aufmerksamkeitsspanne. Edward Hallowell hat zwar beobachtet, dass diese Symptome verschwinden, sobald die Betroffenen Urlaub machen. In chronische Fällen allerdings, mit Symptomen wie Schlaflosigkeit, Depressionen hilft kein Urlaub mehr.
„Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben“, das ist dann die Lösung. Z. B. „The Gentle Alarm“, Diese App App ist der immer verlässlich funktionierende Schlafphasenwecker einer neuen Generation. Das patentierte Prinzip verschafft jedem Nutzer einen individualisierten und persönlichen Weckvorgang, der sich über intelligente Regelmechanismen mit jeder Anwendung weiter den persönlichen Bedürfnissen anpasst.
Ein deutscher Arzt und Neurologe entwickelte die Methode. Das Deutsche Patentamt erteilte nach eingehender Prüfung das Patent (Nr. 10 2005 046 521).

Einige Apps- Anbieter meinen, auch bei seelischen Tiefs und Depressionen helfen zu können - durch Selbstbeobachtung und den Austausch mit Vertrauten über Laune und Befinden.

Und wenn alle Stricke reißen? Eine medizinisch- psychologische Therapie, vielleicht unterstützt durch eine App- Überwachung der Medikamenteneinnahme und -Abruf von Laborergebnissen?

„Verstehen kann man das Leben nur rückwärts. Leben muss man es vorwärts“:
Sören Kierkegaard

Samstag, 18. Juni 2011

Goldener Windbeutel 2011 - Die Wahl der dreistesten Werbelüge des Jahres

Die Verbraucherschutz- Organisation „Foodwatch“ verleiht 2011 zum dritten Mal den Windbeutel des Jahres für die dreisteste Werbelüge der Nahrungsmittelhersteller.
Vom 16. Mai bis zum 16. Juni 2011 konnten Verbraucher ihre Stimme für einen von fünf Kandidaten abgeben. Neben der Milch-Schnitte standen Activia von Danone, Nimm2 von Storck, die Ferdi Fuchs Mini Würstchen von Stockmeyer und das Schlemmertöpfchen feine Gürkchen von Kühne zur Wahl. Eindeutiger Sieger des Goldenen Windbeutels: die MILCH- SCHNITTE von Ferrero. Alle Ergebnisse im Überblick:

Milch- Schnitte von Ferrero 43,5%
Activia von Danone 28,9%
Nimm2 von Storck 16,1%
Ferdi Fuchs Mini-Würstchen von Stockmeyer 5,9%
Schlemmertöpfchen Feine Gürkchen von Kühne 5,7%

Dienstag, 31. Mai 2011

Sex- BLOCKBUSTER

Die Arbeitswelt, das Gesundheitswesen, die Wissenschaft und Technik werden von nachhaltigen Veränderungen erschüttert.
Es entstehen neue Berufe: Compliance Manager- zuständig für das rechtskonforme Verhalten im Unternehmen, Bildungs-Controller- der dafür sorgt, dass qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen und Mitarbeiter künftig benötigte Kompetenzen rechtzeitig aufbauen, Drug – Research- Manager- der den Lebenszyklus eines Medikaments von der Idee über die Zulassung bis zum Verkauf in einer Apotheke begleitet, Incentive- Dienstleister, der Unternehmern Programme zum Mitarbeitermotivations- oder Kundenbindungsmanagement anbieten.

Denken wir an die rasanten Fortschritte der Genforschung und Gentechnologie, an die noch vor kurzem nicht vorstellbaren Anwendungen der digitalen Technik.
Und interdisziplinäre Verflechtungen eröffnen unbegrenzte Möglichkeiten

Der gesellschaftliche Wandel hat auch vor der Sexualität keinen Halt gemacht.

Die ausschließliche Bindung der Sexualität an den Zweck „Fortpflanzung“ ist bei Menschen aufgehoben. Die seit den 60-ern Jahren durchgesetzte Liberalisierung und Enttabuisierung der sexuellen Sphäre machte sie zu Bestandteil der Persönlichkeit und als solche kann sie innerhalb individueller Grenzen mit unterschiedlichem Inhalt erfüllt sein.
Unterschiedliche Inhalte erzeugen Freiheitsspielräume, und das soll laut Experten dazu führen, dass die Sexualität ihren reinen triebhaften Charakter verliert.

Dass dem so sein kann, veranschaulicht eine wahre Geschichte unserer Tage.

Der ERGO- Konzern organisierte zur nachhaltigen Motivation seiner besten Mitarbeiter eine Reise besonderer Art: eine Incentive- Reise. Eine Incentive- Reise ist keine gewöhnliche Geschäftsreise, sondern eine Reise, die Träume wahr werden lässt, in einem Ambiente, das Emotionen weckt und unterhält, Spaß macht, verzaubert, beflügelt und überrascht.
I. d. S. konnte sich in dem angenehmen Ambiente der Gellert- Thermen in Budapest zwischen den Reise- Teilnehmern eine effektive und effiziente Kommunikation entwickeln und die Gegenwart hübscher Damen ermöglichte jedem Teilnehmer im Rahmen seiner individuellen Grenzen in Genuss einer kurz- ggf. "länger-zeitigen" und beflügelnde Stimulation mit einer persönlichen, motivationshebelnde Wirkung zu kommen.
Das alles bei denkbar einfacher Bedienung, ohne spezifische Kenntnisse oder Software- Setup.
Kurz und gut: trotz unterschiedlicher Teilnehmer- Profile entstanden überraschenderweise maßgeschneiderte, multilinguale Entfaltungs- und Genussmöglichkeiten mit hohem Motivationspotential.

Dem ERGO- Konzern ist auch hochanzurechnen, in den Bemühungen um die Motivation seiner Leistungselite aus der Vergangenheit gelernt zu haben.
Im Gegensatz zu vergleichbaren VW- Unternehmungen wurde beim ERGO- Konzern auf transatlantische Luxusreisen wie auch kostspielige brasilianische Schönheiten verzichtet. Als Ziel wurde die Donau- Metropole Budapest bestimmt, inklusive Inanspruchnahme kostengünstigerer osteuropäischer Schönheiten. Wie das Ergebnis oben zeigt: Es hat sich gelohnt!

Dass Ausnahmen die Regeln bestätigen, ist die andere Seite der heutigen menschlichen Sexualität. Eine beispielhafte Ausnahme kann an Hand der medial ausgeschlachteten Sache „DSK“ aufgezeigt werden.

Entwicklungen in der Sache „DSK“: privater Abstecher von Strauss- Khan nach New York. 6- Sterne Hotel. Einchecken. Frage, gerichtet an eine Hotelangestellte, die ihm seine Suite zeigte, ob sie einen Champagner- Drink haben wolle. Höfflich dankende Ablehnung. 2. Anlauf gegenüber einer anderen Hotelangestellten. Diesmal telefonisch abgewickelt, den Dienstabschluss der Betroffenen angepeilt, ein paar Drinks ins Auge gefasst, sollte sie bei ihm vorbeischauen wollen. Ablehnung. Tags darauf eine „vermeintlich einvernehmlichen sexuelle Gewalthandlung“. Dann: Auschecken, Flughafen, Flugzeug, angebliche Belästigung einer Stewardess.
Printmedien, Fernsehen, digitale Medien sprechen nicht mehr von DNA- Abgleich in der Sache, sondern nur von Sperma des nun Ex- IWF- Chefs, von seinem Sperma vermengt mit Speichel des vermeintlichen Opfers.
Es ist schon für unbeteiligte Dritte zum Erbrechen, geschweige für das vermeintlich Opfer.

Sollten sich die gegen DSK erhobenen Vorwürfe wegen sexueller Verfehlungen bewahrheiten, dann zeugen sie nicht für ein variantenreiches Sexleben, sondern sie zeigen das Vorhandensein wahrhaftig triebhafter Ausbrüche. Sie zeigen, dass der durch entstandene Freiheitsspielräume verloren geglaubte rein triebhafte Charakter der Sexualität in Ausnahmefällen gar nicht verloren gegangen ist.

Nur scheinbar oder doch anscheinend?

Leider spricht die Realität eine deutliche Sprache: der reine triebhafte Charakter der Sexualität ist anscheinend eine Gegebenheit unserer Gesellschaft, auf Weltniveau oder im Mittelfeld der Gesellschaft. Dieser Charakterzug kann schon mal zum Vorschein kommen- nicht nur in einem 6- Sterne Hotel, sondern auch auf einem Betriebsfest, Kongress, einer Veranstaltung - wenn ein Alpha- ER, die in der Sexualität erzeugten Freiheitsspielräume mit ihrem reinen triebhaften Charakter zu erfüllen gedenkt.

Wieso, warum? Weil wir sind und bleiben nur Menschen. Und „(Die) Menschen sind nicht immer, was sie scheinen. - Doch selten etwas Besseres“, (Lessing, Nathan der Weise).

Die Sex- BLOCKBUSTER sind unter uns. Sie sind nicht die Fliegerbomber, die Wohnblock- Zersprenger aus dem 2. Weltkrieg, auch nicht die Kassenschlager aus dem Filmjargon.
Sie sind die Zersprenger längst üblicher Ethik- Codes, Überzeugungstäter mit einem total überholten Geschlechterverständnis.

„Cogito ERGO sum“ (lat.: „Ich denke, also bin ich“) heißt der erste Grundsatz des Philosophen René Descartes.
In Anlehnung an diesen Grundsatz vermag man die Mentalität gewisser Sex- BLOCKBUSTER so auszudrücken: „Ich denke, also bin ich“ … wie ich bin! Diese Mentalität darf nicht ohne weiteres hingenommen werden. Denn eine mehr oder weniger hohe intellektuelle Potenz oder eine Fehlschaltung in der Selbstwahrnehmung des Sex- BLOCKBUSTERs, oder beide zusammen, können nicht eine sexuelle Potenz gerechtfertigen, die ein sich wiederholendes Muster aufsässigen Verhaltens aufweist.

Sonntag, 15. Mai 2011

Der SMALL TALK und die gleiche Wellenlänge

Small Talk ist eine Gepflogenheit, die mittlerweile für das Berufsleben einen hohen Stellenwert erlangt hat. Der Grund ist vielleicht darin zu sehen, dass unsere Gesellschaft, getrieben vom Parameter „Zeit“, mit akribisch synchronisierten Abläufen zu kämpfen hat. Und Zeit kann G(e)old wert sein, wenn sie mit einem zwanglosen Gespräch verbracht wird, das richtig eingefädelt wurde.
Unsere immer dynamischere Gesellschaft lässt uns auch hier nicht im Stich.
Sie hat zur Koordinierung immer komplexer werdender Vorgänge neue berufliche Chancen eröffnet. Es gibt Smalltalk- Experten, besser bekannt als Managementtrainer, die angehenden Small Talk- Profis zur Seite stehen.

Die Experten vermitteln in ihren e- Darlegungen und Seminaren Basiswissen und Strategien für den intelligenten Small Talk, erklären seine großartigen Wirkungen, denn er kann Vertrauen schaffen und eine gemeinsame Basis, die es erlaubt, besser über berufliche Belange zu sprechen. Der gekonnte Small Talk kann der Auftakt zum „Big“ Talk sein oder sogar die Herbeiführung einer Win -win- Situation schaffen. Fehlt es an Kompetenz, vielleicht mangels Übung oder in Unkenntnis gewisser Fragetechniken, kann der Small Talk unheilbaren Schaden anrichten.

Die experteren Experten als die Experten sehen den Spickzettel als Türöffner auf dem Weg von der kleinen Plauderei zu der hohen Kunst des zwanglosen gekonnten Gesprächs.
Es geht um den Spickzettel der Art „ nur Mut – du schaffst das!“: Ich beginne mit einem Lächeln, ich bin ehrlich und authentisch, ich überlege mir einen Gesprächeinstieg, ich frage und höre aktiv zu…
Ergänzend heißt es: Sollte man nach einem mehr oder weniger gelungenen Versuch einen neuen starten wollen, dann aber den Spickzettel kurz aus der Tasche nehmen und einen Blick darauf werfen.
Nach dem Gespräch könnte man nochmals kontrollieren, ob man alle Punkte berücksichtigt hat.
Sollte man das Gespräch beenden wollen, dann das bisher Gesprochene würdigen und anschließend offen sagen, was man vorhat. Z. B. einen Kaffee holen (und hoffen, man wird nicht begleitet = eigene Anmerkung).

Das muss man sich bildlich vorstellen:
Ich fabriziere meiner Meinung nach ein strahlendes, authentisches Lächeln und richte den Blick auf mein Gegenüber. Der Blickkontakt ist hergestellt. Das Gespräch beginnt, aber nach 1-2 Minuten kommt alles ins Stocken. Ich würdige die Würze in der Kürze, beende das Gespräch, indem ich verkünde, einen Kaffee holen zu wollen. Ich habe Glück: Ich werde nicht begleitet.
Die nachträgliche Überprüfung des Spickzettels ergibt keine Versäumnisse.

Vor dem 2. Anlauf täusche ich die Notwendigkeit eines Tempo- Taschentuchs vor, öffne die Tasche und konsultiere schnell den Spickzettel, zu diesem Zweck dort strategisch positioniert. Erhasche nebenbei einige Gesprächsfetzen drum herum. Lächele. Blickkontakt. Ich stürze mich ins Small Talk- Getümmel.
Diesmal möchte ich das Gespräch nicht beenden, aber im Stillen wünsche ich mir eine Tasse Kaffee – hoffentlich in Begleitung.
Ich habe Glück: Mir wird eine Tasse Kaffee angeboten. Und beim Kaffee und etwas
Drumherum sehe ich schon einen „Big“ Talk am Horizont.
Nach dem Gespräch vergesse ich zu kontrollieren, ob ich alle Punkte von dem Spickzettel durchgenommen hatte.

Tiefe Überlegungen kann einen zu dem Schluss führen: nicht Strategien, Üben, Fragetechniken - mit oder ohne Spickzettel - sind das Problem. Das alles kann erlernt werden.

„Zum kultivierten Umgang miteinander gehört auch eine emotional intelligente Gesprächskultur, die - zusammen mit aktuellen Umgangsformen - den souveränen Auftritt auf dem gesellschaftlichen Parkett vervollständigt“ – sagt Dr. Annette Kessler

Und das ist das Problem: eine gewisse Emotionalität einzubringen, von der das Smalltalk- Klima abhängt.
D. h., es genügt nicht, sich klar und verständlich auszudrücken, um somit sein Anliegen deutlich und transparent zu übermitteln.
Für den Übergang von zwangloser Plauderei zum gekonnten zwanglosen Small Talk ist unerlässlich, anderen Menschen aktiv zuhören zu können, das was sie sagen, zu verstehen und einzuordnen, sich in ihre Gefühle und Sichtweisen hineinversetzen zu können (und wollen), und nicht zuletzt darauf angemessen zu reagieren.
Heißt das nicht „auf der gleichen Wellenlänge“ liegen?

Also, das Vorhandensein eines gewissen Wissensinhalts, der gespeichert ist und keines Spickzettels bedarf = BASISWISSEN und ein gekonnt zwangloses Gespräch geführt mit Gesprächspartner/n, der/die mit einem die gleiche Wellenlänge hat /haben.
Und die Small Talk- Stufe auf der Karriereleiter kann mühelos erklommen werden.

PS: Ermitteln Sie Ihre Kunstfertigkeiten in Sachen Small Talk in einem SELBSTTEST und erfahren Sie Tipps zur Verbesserung Ihrer Fähigkeiten,

Dienstag, 19. April 2011

Die SONNE

Es gibt keine abgeschlossene Liste der Volkskrankheiten.
Statistische Auswertungen nennen oft die Herz- Kreislauf- Störungen, Hypertonie, Diabetes, Rheuma, Depressionen. EINE einzige Ursache kann auch nicht genannt werden, da wahrscheinlich verschiedene Risikofaktoren zu diesen Erkrankungen führen.
Die heute IN- gewordene „psychologische Kriegsführung“ könnte eine dieser Ursachen sein.
Sie wird zur Erreichung bestimmter beruflicher Ziele eingesetzt, um Meinungen und Verhaltensweisen mehr oder weniger neutraler und sogar befreundeter Mitkämpfer zu beeinflussen. Und so in Fahrt gekommen, bleiben Nebenwirkungen nicht aus: die Durchsetzung gewisser strategischer und taktischer Ziele will auch im privaten Umfeld bewerkstelligt werden
Berufliche Kämpfe, private Kämpfe werden ausgetragen.
Der negative Stress gewinnt die Oberhand. Sollte man sich der Tatsache noch bewusst sein, dass der negative Stress durch Langzeitwirkung zu einem Burnout- Syndrom führen kann, ja, dann wünscht man sich einfach eine Reset- Taste zur Rückgewinnung des seelischen Gleichgewichts, irgendwo in der Sonne.

Die Sonne mit ihrer Ambivalenz.
Einerseits, heiß geliebt wegen ihrer allgemein guten Wirkungen, dem empfundenen rundum Wohlbefinden. Und andererseits - „strahlende“ Schattenseiten aufweisend.

Temperatur und Druck in ihrem Innern sind so hoch, dass befürchtete Fukushima Kernreaktionen spontan ablaufen können. Die bei diesen Prozessen frei werdende Energie wird als Teilchenstrahlung und elektromagnetische Schwingungen abgestrahlt.

Das emittierte UV- Licht ist elektromagnetische Strahlung mit unterschiedlichen Wellenlängen. In Abhängigkeit von Wellenlängen und der Oberhautdichte nimmt die Eindringtiefe dieser Strahlen in die menschliche Haut zu.
Die kurzwelligen UV- C- Strahlen (100 bis 280nm) werden zwar größtenteils von der Ozonschicht in der Stratosphäre zurückgehalten. Dringen sie dennoch bis zur menschlichen Haut vor, können starke Hautrötungen ausgelöst werden und durch den energiereichen Gehalt sogar kanzerogen wirken.
Mittelwellige UV-B- Strahlen (280 bis 320nm) können die „langsame Bräunung“ auslösen. Da sich dunkle Granula um den Zellkern herum sammeln, schützen sie die Haut.
Langwellige UV-A- Strahlen (320-400nm) können Wärmeerytheme und vorzeitige Hautalterung auslösen.
Sie sind die am tiefsten in die menschliche Haut eindringende Strahlung und können sogar das tief liegende Kapillarsystem energetisch anregen und dabei fotoallergische und fototoxische Reaktionen auslösen.

Die Ozonschicht hält UV- Strahlung zurück, das Ozonloch wird immer größer und dadurch können uns schädliche UV- Strahlen vermehrt erreichen. Das alles wissen wir. Und wir wissen auch, dass wir uns effektiv vor dem Eindringen der schädlichen Sonnenstrahlen in die Haut schützen müssen.
Mit anderen Worten: ein Sonnenbad sollte nie ohne Sonnenschutzmittel erfolgen.

Nun stellt sich heraus, dass gelegentlich trotz gewissenhaftem Eincremen Hautreaktionen auftreten.
Als Ursache können fotoallergische Reaktionen angesehen werden, die unter Einfluss von UV-A- Strahlung auf das Immunsystem entstehen.
In anderen Fällen können nach Verwendung eines Sonnenschutzmittels fototoxische Reaktionen die Auslöser für Hautreaktionen sein. Diese Reaktionen entstehen durch Wechselwirkungen zwischen einem im UV-Filter der Creme verwendeten chemischen Stoff (wie z. B. Oxybenzon oder Paraaminobenzoesäure, PABA), dem UV-A-Licht und körpereigenem Gewebe.
Und die „strahlende“ Schattenseite der Sonne hört nicht bei Anwendung von Sonnenschutzmitteln auf. Es gibt weitere Substanzen, die zu einer fotoallergischen / fototoxischen Reaktion führen können. Dazu gehören u. a. Duftstoffe, desinfizierende Mittel, Mittel gegen Bakterien oder Pilze zum Auftragen, beispielsweise auf Basis von Sulfonamid und Salizylanilide,

Zudem erfahren nicht nur Sonnenschutzmittel, Kosmetika oder Duschgele eine lokale Anwendung direkt am Wirkort, sondern auch Arzneimittel.
Als geeignete Stoffe für eine derartige topische Arzneimitteltherapie mit einer belegten Wirksamkeit gelten u. a. die NSAR, die „nicht steroidalen Antirheumatika“.
Ein Vertreter dieser Klasse ist Ketoprofen.
In Form von Tabletten, Kapseln und Injektionslösungen eingenommen, gelingt das Ketoprofen – Präparat über den Blutkreislauf zum Zielort. Bei dieser systemischen Therapie unterliegt das Präparat in Deutschland der Verschreibungspflicht.
Dagegen ist topisch angewendetes Ketoprofen- Gel nur apothekenpflichtig.

Bereits in Juli 2010 warnte der Informationsdienst arznei-telegramm, dass Präparate mit
Ketoprofen, die auf der Haut aufgetragen werden, durch UV- Licht fotoallergische und fototoxische Reaktionen auslösen können. Der Informationsdienst bemängelte außerdem, dass die Europäische Arzneimittelbehörde EMA dem Antrag Frankreichs, das Risiko von Ketoprofen neu zu bewerten, noch nicht nachgekommen sei.

Sonne, Sinnbild für alles Beglückende, Depressionen austreibende!
Die Ambivalenz kennzeichnet sie, wobei für ihre „strahlenden“ Schattenseiten wir selbst nicht schuldlos sind.
Auf die Sonne verzichten? Von dem Sonnenlicht erleuchtet sagen wir entschieden NEIN!
Denn es gibt Alternativen, z. B. physikalische UV-Filter wie Zinkoxid oder Titanoxid. Sie bleiben auf der Hautoberfläche, reflektieren und streuen die UV- Strahlung und sind keine sensibilisierenden Substanzen; oder statt dem topischen Ketoprofen, das topische Diclofenac (Voltaren, Generika), das kein relevantes fotoallergisches Potential aufweist.

Das eigentliche Problem mit der Sonne ist nicht die Sonne.
Das Problem ist, dass ein Update- Wollen eigener Kenntnisse in Unkenntnis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse nicht ohne weiteres möglich ist.
Der Informationsdienst bemängelte bereits in seiner Ausgabe vom Juli 2010, dass die Hersteller in ihren Beipackzetteln die Probleme topischer Ketoprofen- Präparate nicht ausreichend darstellen.
Die Hersteller von Schmerzgelen mit Ketoprofen müssen jetzt zwar vor erkannten Folgen in einem sogenannten ROTE-HAND-Brief warnen. Der Brief wird allerdings nur an Arztpraxen und Apotheken verschickt. Dabei kann unsereins das nicht verschreibungspflichtige Gel sich ohne weiteres selbst besorgen, und tut es auch, ohne zu viele Fragen zu stellen.

Fazit:
o Wenn schon für uns keinen ROTE- HAND- Brief, dann einen GRÜNEN- ZUR HAND- Beipackzettel für Produkte, die es verdienen, so ausgezeichnet zu sein.
o Ein Verzicht auf den Helios- Genuss kommt nicht infrage. Denn „genießen ist das Wort, womit man das Innige des Vergnügens bezeichnet“, wie es bei Immanuel Kant heißt. Und ein inniges Vergnügen vertreibt Depressionen u. a. m.


Sonntag, 3. April 2011

Du bist Terrorist

Das alltägliche Bewegungsprofil unbescholtener Normalbürger oder doch Terrorist?
Vorratsdatenspeicherung, Videoüberwachungskameras, Nacktscanner, zahlreiche kommerzielle und behördliche Datenbanken, Kundenprofile oder Scoring- und Ratingverfahren, DNA-Tests, die Speicherung biometrischer Daten in RFID-Chips etc. etc.
Alles natürlich zum eigenen Schutz!
Einige Beispiele im Bild und Ton:

Mittwoch, 30. März 2011

GAU, Super- GAU

Mehr oder minder sachliche Medienberichte über den “Größten Anzunehmenden Unfall“ und mittlerweile sogar den „Super Größten Anzunehmenden Unfall“ in Japan sind nunmehr unsere täglich Begleiter geworden.

Man spricht von dem GAU und dem so was wie unmöglichen GAU, dem wider jegliche (zumindest grammatikalische) Vernunft, dem "größten der Größten“, (groß-größer- (am) größte(n)- mehr als Superlativ geht es nicht).
Vielleicht soll diese Kategorisierung den Übergang von sicherheitstechnischen Fehlern, die zunächst keine Bedeutung für den Menschen haben, zu dem Stadium veranschaulichen, bei dem Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt in einem weiten Umfeld, gesundheitliche Spätschäden über große Gebiete bzw. in mehr als einem Land zu verzeichnen sind und bei dem der Mensch die Technik unmöglich kontrollieren kann.
In anderen Sprachen ist es viel deutlicher: atomarer Störfall und nukleare Katastrophe.

Ob nun eine unsinnige Kategorie Bezeichnung oder nicht, spätestens seit Fukushima weiß man (?), um was es sich eigentlich bei der entfesselten Atomenergie in Form von GAU oder Super- GAU handelt: um den Kampf gegen die Übermacht der außer Kontrolle geratenen Technik mit Taschenlampen und Wasserkanonen.
Außerdem sind uns grundsätzliche GAU- artige Erkenntnisse aus anderen Lebensbereichen als dem Bereich der Atomenergie nicht ganz fremd, denn der GAU oder sogar Super- GAU scheint viele Facetten zu haben.

In der Politik z. B. würde der plötzliche Sinneswandel „Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg“ aus der Atomenergie einen noch beherrschbaren GAU bedeuten, ist doch der Wandel mit Rücksicht auf die Sicherheit der Bürger dieses Landes zustande gekommen.
Der entwickelte sich dann zum Super- GAU als ein Regierungsmitglied klar stellte, was diese Wende in der Atompolitik wirklich ist, eine reine Wahlkampftaktik. Konsequenz: die Super- GAU- Auswirkungen waren im SW nicht mehr beherrschbar.
Im Gegensatz zu Fukushima hätte es keiner Wasserkanonen bedurft, sondern nur einer rechtzeitigen kalten Dusche, um die in der Hitze des Gefechts entflammte Gemüter zu temperieren.

Die Polizei spricht auch von einem möglichen Super- GAU
Für die Bewachung eines entlassenen Sicherungsverwahrten rund um die Uhr seien in 2 Wochen 24 Polizeibeamten notwendig. Und es wird nicht bei einem Einzelfall bleiben. Nach eigenem Bekunden bedeutet das ein Super- GAU für die Polizei.
Die Situation ist doch vermittelbar und mit geeigneten Maßnahmen - einer schnellen politischen Lösung - könnte der vermeintliche Super- GAU zumindest auf beherrschbaren GAU abgestuft werden.

Von einem Super- GAU bei FC Bayer München
war von Bayern-Präsident Uli Hoeneß nach dem schlechtesten Saisonstart in der Vereinsgeschichte des glorreichen FC Bayern zu hören.
Auch wenn der Rückstand der Mannschaft gewaltig erscheint, ist dass nur ein GAU und kein Super- GAU: etwaige technische (Spiel)Fehler sind vermeidbar und beherrschbar – die Titelverteidigung ist nicht endgültig abgeschrieben, zumal der Mannschaft eine Siegesserie noch zuzutrauen ist.

Das Gesundheitswesen bleibt auch nicht verschont.

Geht es um einen GAU in dem von einem Krebsforscher ausgelösten Forschungsskandal?

Der Forscher hat bereits 398 Publikationen veröffentlicht, 4 Studien seien möglicherweise gefälscht. Da der Betrug aufgedeckt wurde, musste sich der Forscher der Justiz stellen.
In Anbetracht täuschender Erschleichung von Fördergeldern könnte man als Laie an einen Fall von wissenschaftlichem Fehlverhalten denken, ein beherrschbarer Fall, also GAU.
Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen eingestellt, mit einer Auflage:
Zur Wiedergutmachung des durch die Tat entstandenen Schadens in fünfstelliger Höhe hat der Verursacher des Fälschungsskandals sich nur einer kalten- Dusche – ähnlichen Maßnahme in Höhe von 8000 € zu unterziehen. Dadurch ist mit einer außer Kontrolle geratenen Forschung nicht zu rechnen. Es ist tatsächlich nur ein GAU.

GAU in der Klinik
Die Technik kann einmal auch in einem High- Tech - OP versagen.

Viele Kliniken nutzen eine Checkliste der WHO. Sie soll die gröbsten anzunehmenden Fehler verhindern helfen: Verwechslung der Patienten und Eingriffe an falscher Stelle. Schließlich wurde schon ein gesundes Bein statt des kranken amputiert und eine gesunde Niere statt der kranken herausoperiert.
Nach dieser Checkliste bestätigt der Patient vor der Narkose seine Identität, den Ort und die Art des geplanten Eingriffs sowie seine Zustimmung dazu.
Trotz Siegeszug der elektronischen Unterstützung vieler Arbeitssituationen weisen Experten auf die Wichtigkeit altbewährter Gepflogenheiten hin: Kommunikation und Teamarbeit. Meinungsaustausch und die optimale Nutzung des gesamten Wissensspektrums, einschließlich der Fähigkeiten und Fertigkeiten aller Teammitglieder kann entscheidend sein.

Super- GAU: die neue Grippe H1N1
Durch zunehmende Vernetzung von Gesundheits- und medizinischen Forschungseinrichtungen war es kurz nach Auftreten von Erkrankungsfällen möglich, die Daten relativ großer Patientengruppen zu sammeln, zu analysieren und zu publizieren. Durch diese in den USA, in Kanada, Mexiko, Australien und Neuseeland gewonnenen Erkenntnisse war es den medizinischen Einrichtungen in Europa möglich, sich auf die anrollende Grippewelle einzustellen.
Nun ist der ernsthafte Grippefall mit einem Klinikaufenthalte verbunden. Und da sind multiresistente Keime ein großes Problem geworden. Immer wieder infizieren sich Patienten dort mit den Erregern, die mittlerweile gegen fast alle gängigen Antibiotika resistent sind.
Jährlich gibt es rund 800.000 vermeidbaren Infektionen in Kliniken, erörtert die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene. Dabei wäre das Problem in Krankenhäusern einfach zu lösen: durch häufiges Händewaschen!
Die WHO hat eine Kampagne zur Verbesserung der Händehygiene mit dem Motto „Clean care is safer care“ gestartet. In Deutschland soll dieses Ziel durch die „AKTION SAUBERE HÄNDE“ erreicht werden. Leitungswasser gegen Multiresistente Keime!

GAU für das gesamte deutsche Gesundheitswesen
Der Aufbau einer deutschen vernetzten Datenbank, die alle Krankheiten, Untersuchungsergebnisse und Behandlungen aller 82 Millionen Bürger erfasst und die mit allen medizinischen Einrichtungen und Kostenträger vernetzt sein sollen, kann zum GAU des Datenschutzes in Deutschland werden.
Der WikiLeaks -Skandal hat gezeigt, dass vernetzte, vertrauliche Daten, die vielen Menschen zugängig, nicht mehr zu schützen sind. Doch ein Super- GAU?

u. s. w., u. s. w., u. s. w.

Die technische Modernisierung hat viele Vorteile, sie birgt jedoch auch Risiken, von „alltäglichen“ GAUs bis zu dem GAU oder Super- GAU mit erheblichen Wirkungen auf Wirtschaft, Gesundheit, Umwelt. Und neben der modernen Technik muss im Zweifelsfall das vergessene /vernachlässigte Altbewährte auch noch beherrscht werden können.
Die zunehmende Datenvernetzung in allen Lebensbereichen hat sich nicht nur mit den grundlegenden Fragen des technischen Datenschutzes auseinanderzusetzen. Sie muss besonders mit der effektiven Durchsetzbarkeit von Datenschutz auf einen grünen Zweig kommen, wenn sie Erfolg haben soll.

Nun aber
„Es grünt so grün, wenn Deutschlands GRÜNEN blühen"!
Also, braucht man hoffentlich nicht erst Katastrophen, um das Erforderliche / Richtige / Mögliche zu tun.