Donnerstag, 29. Februar 2024

Ostern und die Schokolade

Dieses Jahr fällt der Ostersonntag auf den 31. März und der Ostermontag auf den 1. April. Aus diesem Grund sei laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes ein etwas turbulentes Wetter, das berüchtigte Aprilwetter, in diesem Zeitraum zu erwarten.
Die Temperaturen sollen bei starker Bewölkung +8 bis +12 Grad erreichen und mit einer längeren Sonnenscheindauer können frühlingshafte +14 bis +18 Grad möglich sein - wobei diese Werte könnten über den östlichen Landesteilen wahrscheinlicher sein als über dem Westen.

Eine längere Sonnenscheindauer kann bekanntlich Bewegung in Richtung zufriedene Psyche schaffen. Sie ist auch dafür verantwortlich, dass Stoffe, die positiv das Gefühlsleben beeinflussen - Endorphine, Noradrenalin, Dopamin - mehr ausgeschüttet werden. Noch ein Schuss Serotonin dazu und ein Gefühl der Gelassenheit entsteht.
Aber nicht nur die Sonne, sondern auch manche Nahrungsmittel können dies schaffen, wie die Schokolade!

Nimmt man nun die Ostern als Anlass zum Genuss von Schokolade, so zeigte der Konsumverhalten der Deutschen im Ostergeschäft 2023, dass beim Verschenken von Lebensmitteln die Osterhasen und Ostereier zu den beliebtesten Produktgruppen gehören. 

Einer der Gründe für den positiven Einfluss der Schokolade auf die Stimmung führen die Wissenschaftler auf ihre spezifische Kombination von Fett und Kohlenhydraten zurück.
Diese Kombination erhöht den Tryptophan-Gehalt im Blut. Und der Körper wandelt dieses spezielle Protein zum „Glückshormon“ Serotonin um. 

Schokolade enthält zudem noch zwei weitere 2 „Glücksboten“: Anandamid (von sanskrit Ananda: Freude, reines Glück) und Phenethylamin / PEA.
Entsprechend seinem Namen Anandamid beeinflusst Gefühle der Freude, des Glücks. Der "Heißhunger" auf Schokolade scheint mit Anandamid zusammenzuhängen, das im Gehirn angenehme Gefühle hervorruft.  
PEA erhöht die Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin, das ebenfalls das Stimmungsbarometer nach oben schnellen lässt.
Ein Beweis dafür liefert beispielsweise die Tatsache, dass die Konzentration von PEA im Blut der Verliebten erhöht ist. 

Schokolade und ihr positiver Einfluss auf die Stimmung! Damit nicht genug!!
Es ist erwiesen, dass Schokolade die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit anregt, Stress abbaut. Dieser Effekt ist insbesondere den in der dunklen Schokolade enthaltenen Alkaloiden Koffein und Theobromin zuzuschreiben.
Dunkle Schokolade enthält im Schnitt 70 mg Koffein und 500 mg Theobromin pro 100g.

Der Energiegehalt der Schokolade wird durch den Gehalt an Proteinen, Kohlenhydrat und Fett ihrer hauptsächlichen Bestandteile Kakaobutter, Kakaomasse und Zucker bestimmt.
Er beträgt 500 - 600 kcal /100 g. Das entspricht rund einem Viertel des Tagesbedarfs an Kalorien eines Erwachsenen. Eine wahre Kalorienbombe!

Und trotzdem zeigen Studien wider Erwarten, dass diese Kalorienbombe nicht nur die Psyche positiv beeinflussen kann und dadurch die Wahrnehmung auf Angenehmes lenkt.
Der Verzehr dieser Kalorienbombe hat auch positive Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit. Obwohl es noch weiterer Untersuchungen bedarf, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Inhaltsstoffe im Kakao, insbesondere solche aus der Gruppe der zu den sekundären Pflanzenstoffen zählenden Flavonoide für diese positiven Auswirkungen verantwortlich sind.
Flavonoide sind vor allem in der dunklen Schokolade mit hohem Kakaoanteil (mindestens 70%) enthalten. Sie sollen Blutdruck senken und auch günstig auf Cholesterinwerte und Insulinspiegel wirken. 

Die Folgen dieses Genusses sind zwar gering, sagen Mediziner. Der Glykämische Index von Schokolade ist aber relativ niedrig. Das bedeutet, dass nach Verzehr von Schokolade der Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigt, wie sonst beim Verzehr verschiedenen stärke- oder zuckerhaltigen Nahrungsmitteln. Doch der Blutdruck sinkt nur um wenige mm Hg und das Cholesterin wird durch Schokolade allein nicht normalisiert. 

Auf die Dauer könne der Verzehr von Schokolade trotzdem einen Beitrag zur Vermeidung von Herzkreislauferkrankungen leisten.
Aus diesem Grund sei die Kombination aus Schokoladenverzehr und weitere Maßnahmen sinnvoll. So sollte man die gute dunkle Schokolade in einen vollwertigen Speiseplan aufnehmen und nicht vergessen, sich zu bewegen.

Schokolade - die dunkle - macht glücklich, sie baut Stress ab, sie sorgt für ein geringeres Risiko von Herzkreislauferkrankungen!

Wenn das keine Argumente für Schokoladen-Naschereien zu Ostern und für die Zeit von Ostern bis zum nächsten Ostern sind, wenn auch in der Zwischen- Ostern-Zeit anstatt Schokoladen-Eiern, Schokoladen-Hasen dunkle Schokoladen-Tafeln genossen werden? Allerdings soll beim Verzehr die Mäßigkeit ihren wahren Genuss vorausgesetzt werden.

Eine Frage im Zusammenhang mit Schokolade ist trotz Fortschritte der Wissenschaft noch immer nicht beantwortet.
Die Konzentration vom stimmungsaufhellenden Tryptophan in der Schokolade ist deutlich niedriger als in Fleisch, Käse oder Eiern. So beispielsweise enthalten 100 g Schokolade 50 - 70 mg Tryptophan, 100 g Käse jedoch 250 - 500 mg.  
Warum gilt dann nicht Käse als Glücksbringer, sondern Schokolade?!


Ein frohes Osterfest 2024!


Bilder-Quelle: Adobe Stock

Donnerstag, 1. Februar 2024

Vom Trüben ist gut trinken

 Eine der „10 Regeln“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung - DGE - empfiehlt als ideale Durstlöscher und Flüssigkeitslieferanten neben Wasser auch ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees.

Wie sieht es mit Fruchtsäften, Fruchtsaftgetränken aus, wie z. B. Apfelsaft oder Apfelfruchtsaftgetränk? 

Laut Experten sind sie als Durstlöscher ungeeignet, da zu süß und reichlich Energie “beladen“: Ein Liter Apfelsaft/ Apfelfruchtsaftgetränk enthält ca. 100g fruchteigener Zucker und hat etwa 500 kcal, d.h. pro Glas (200ml) 100 kcal.
Das soll nicht heißen, der Apfelsaft sei grundsätzlich  ungesund. 

Die Früchte, die Äpfel selbst, enthalten eine Reihe sogenannter „sekundäre Pflanzenstoffe“. Sie werden von den Pflanzen zum Schutz gegen Schädlinge und Krankheiten, als Wachstumsregulatoren und Farbstoffe gebildet, sind auch an der Geschmacksbildung beteiligt. Bekannteste sekundäre Pflanzenstoffe sind Polyphenole, Carotinoide, Phytosterine, Glucosinolate.  
In Äpfeln befinden sich hauptsächlich Polyphenole.

Quelle: AdobeStock

Ernährungsstudien haben nachgewiesen, dass diese Pflanzeninhaltsstoffe, die im Gegensatz zu Kohlenhydraten oder Ballaststoffen nur in geringen Konzentrationen in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen, nicht nur einen positiven Einfluss auf Gesundheit in allgemein haben. Sie bewirken womöglich auch ein vermindertes Risiko für typische Zivilisationserkrankungen wie Rheuma, Allergien, Immunschwäche, Herz- Kreislauferkrankungen. Sogar präventive Eigenschaften gegen die Entstehung von Darmkrebs werden ihnen nachgesagt.
Ob diese Inhaltsstoffe, die Polyphenole, bei der Apfelsaft-Herstellung in den Saft übergehen? 

Quelle:Wikipedia
Untersuchungen haben ergeben, dass der naturtrübe Apfelsaft dem klaren Saft oder dem Konzentrat vorzuziehen sei. So liefere NATURTRÜBER Apfelsaft rund doppelt so viele Polyphenole wie die klare Variante:  0,3 g/ l klarer Saft ggü. 0,6 g/ l trüber Saft.

Laut Studien habe der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen im naturtrüben Apfelsaft auch deutlich über dem des Konzentrats gelegen. Der Verarbeitungsprozess, der das Konzentrat bei seiner Herstellung erfährt, scheint den Polyphenolgehalt zu reduzieren.

Fazit der Ernährungsexperten: Der Konsum von Apfelsaft könne zwar nicht mit dem Verzehr von Äpfeln gleichgesetzt werden, aber es könne als Alternative zu einer von zwei Obstportionen pro Tag gesehen werden. Apfelschorle im Verhältnis 1:1 bis 1:3 mit Mineralwasser hergestellt sei während oder nach dem Sport (sogar) ein idealer Durstlöscher. Zudem seien Apfelschorlen besonders für ältere Menschen geeignet, die häufig nicht genügend trinken.

Der Apfel war in der Mythologie, im Volksglauben Sinnbild der Liebe wegen seiner Fruchtbarkeit und Schönheit, in der Hand Evas ist der Apfel zu Sinnbild der Sünde geworden,

Quelle:Wikipedia

und 

auf Mariendarstellungen seit dem 11. Jahrhundert Zeichen der überwundenen Erbsünde.

Quelle: Wikipedia

 Hoffentlich gilt dies auch für das 21. Jahrhundert, damit wir ohne Gewissensbisse und zu unserem Wohl Äpfel und aus den Äpfeln entstandene trinkfertige Erzeugnisse genießen können, insbesondere den NATURTRÜBEN.

Denn,

vom Trüben ist gut trinken !