Sollte der Begriff LIFESTYLE Wertorientierungen, Einstellungen, die Wahrnehmung der sozialen Welt umfassen, so erleben wir einen von UMWERTEN von Werten erschütterten Lifestyle bzw. europäischen Lifestyle.
Zusammenbruch des Kommunismus und Zweifel an der Vollkommenheit des Kapitalismus, die Wahlfreiheit und zugleich die Forderung zur Eigenverantwortung, die digitale Welt als Schwerpunkt der Kommunikationstechnik, die Gentechnologie und ihr Eingriff in das Leben, all das hatten wir Menschen in kürzester Zeit zu verkraften - ohne einen Schutzschirm zu der Abwehr möglicher Kollateralschäden.
Ein gewaltiger Paradigmenwechsel für den „Welt“- Lifestyle und somit für den „europäischen Lifestyle“, für seine Wohlstandsversicherung in Zeiten der Globalisierung.
Um das Umwerten von Werten sinnvoll - in Europa - zu gestalten, sind allgemein anerkannte Europäische Ausbildungsgrundätze erforderlich.
Im Mittelpunkt der Überlegungen steht die Einführung eines Europäischen Berufsausweises, vergeben von den zuständigen Behörden des Herkunftsmitgliedstaats.
Diese vereinfachte Anerkennung der in einem anderen Mitgliedstaat erworbenen Berufsqualifikation soll in Europa die Mobilität der Arbeitnehmer von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat verbessern.
Es mag sein, dass in absehbarer Zeit gemeinsame Ausbildungsgrundsätze zwischen Frankreich, Spanien, Italien oder Deutschland, Österreich, Schweden entwickelt werden können. Eine derartige Gemeinsamkeit zwischen allen 27 Mitgliedsstaaten, wenn auch nicht ausgeschlossen, bedarf noch schwerster Arbeit seitens der Politiker.
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Fehlen einer gemeinsamen Sprache in Europa zu einer unterschiedlichen Wahrnehmung der Realität in den verschiedenen Mitgliedsstaaten führt.
Mit Euro-Rettungsschirmen und dem Fiskalpakt und der damit verbundenen Übertragung von Hoheitsrechten auf europäische Ebene wird Europa wohl den Euro retten und auf absehbarer Zeit eine gemeinsame Währung haben - aber immer noch keine gemeinsame Sprache.
Seit ihrer Gründung hat die Europäische Union dafür gewählt, eine große Zahl von Amtssprachen zu verwenden. Anfangs waren es nur vier - Deutsch, Französisch, Italienisch und Niederländisch.
Heute sind es 27 Sprachen, nachdem das Vereinigte Königreich die EU zum 31. Januar 2020 verlassen hat. EU: Kulturell ein enormer Gewinn, in der Politik aber eine große Hürde.
Jeder Politiker von Irland bis Malta und von Portugal bis Rumänien hat das Recht, in seiner Muttersprache zu verhandeln und jeder Bürger hat das Recht, zumindest alle wichtigen EU-Dokumente in seiner Muttersprache lesen zu können - was zu 27 mögliche Interpretationen der Dokumente zu führen vermag. Abgesehen davon, werden mehrere tausend Dolmetscher und Übersetzer gebraucht. Kostenpunkt: rund eine viertel Milliarde Euro im Jahr.
Für eine gemeinsame Sprache - auch im bildlichen Sinn - wäre in unserer Schicksalsgemeinschaft genannt Europa eine Sprache erforderlich, in der sich Europäer verschiedener Muttersprachen problemloser verständigen könnten - wie Esperanto.
Dann würde bald der Willkommen- Gruß in Europa nicht mehr
i mirëpritur (albanisch), Ongi etorri (baskisch), добре дошъл (bulgarisch),Velkommen (dänisch), teretulnud (estnisch), Willkommen, Welcome, tervetuloa (finnisch), Bienvenue, καλωσόρισμα (griechisch), Fáilte (irisch), Velkomin (isländisch), benvenuto (italienisch), benvinguda (katalanisch), dobrodošli (kroatisch), vēlams (lettisch), pasveikinti (litauisch), Добредојдовте (mazedonisch), welkom (niederländisch), Velkommen (norwegisch), powitanie (polnisch), boas-vindas (portugiesisch), Bine aţi venit (rumänisch), добро пожаловать (russisch), välkommen (schwedisch), добродошао (serbisch), Vitajte (slowakisch), Dobrodošli (slowenisch), bienvenida (spanisch), vítejte (tschechisch), karşılama (türkisch), Ласкаво просимо (ukrainisch), Üdvözöljük (ungarisch), Croeso (walisisch), Сардэчна запрашаем (weißrussisch)
heißen, sondern schlicht und einfach
BONVENO!
… und eine Einverständniserklärung / Zustimmungsdokument
KONSENTODOCUMENTO
Wenn schon, denn schon: BONVENO! in einem Europa mit gemeinsamer Wirtschafts- und Finanzpolitik, gemeinsamer Währung, einer gemeinsamen Sprache neben weiteren 31 Sprachen, und gemeinsamen Ausbildungsgrundsätzen, mit guten Chancen für Berufsmobilität.
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