Die Liebe:
Ein Blickkontakt, ein Lächeln, ein Gespräch, eine Berührung, das zunehmende Gefühl einer Anziehungskraft, das gefühlsmäßige Einssein. Das beflügelt die Sinne und führt zu den euphorischen Glücksgefühlen, (die ganze Welt umarmen zu wollen), ein Gefühl von Verlangen nach Erwiderung des eigenen Empfindens, was zunehmend das Verlangen nach einer Bindung entstehen lässt.
Mit anderen Worten: Liebe ist die Bezeichnung für die starke Zuneigung, Wertschätzung und eine tiefe emotionale Verbundenheit zu einer Person / Partnerliebe, Elternliebe, Geschwisterliebe oder Sache.
Und Symbol der zwischenmenschlichen Liebe ist seit Jahrtausenden das HERZ
Es steht im übertragenen Sinn für Güte, Mitgefühl, emotionale Tiefe und das Zentrum der Gefühle.
Aufgrund neuerer Erkenntnisse ist es aber vielleicht an der Zeit, wenn nicht ein neues dann aber ein zusätzliches Symbol für die LIEBE in Betracht zu ziehen: den DARM!
Lange galt der Darm nur als Verdauungsorgan.
Die Tatsache, dass über die Darm- Hirn-Achse zwischen Darm und Gehirn eine wechselseitige Verbindung besteht, führte zu neuen Erkenntnissen.
Beide Organe kommunizieren über den Vagusnerv miteinander sowie über Hormone und Botenstoffe.
Diese Kommunikation hat große Auswirkungen auf viele Aspekte der Gesundheit. So z. B. beinträchtigen Stress und Angst den Darm (z.B. Durchfall, Reizdarm), während ein gesundes Mikrobiom – eine gesunde Darmflora - die Psyche positiv reguliert. Der Darm produziert wichtige Neurotransmitter, weshalb eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und Stressmanagement entscheidend für das Wohlbefinden sind.
Mittlerweile weiß man aber auch, dass der Darm und die Liebe eng zusammenhängen. Denn der Darm produziert auch wichtige Botenstoffe (Neurotransmitter, Hormon), die unsere Emotionen, Anziehung und sexuelle Lust stark beeinflussen. So z.B.:
• Serotonin. Rund 90 bis 95 Prozent des gesamten Serotonins im Körper werden von spezialisierten Zellen im Darm hergestellt. Es beeinflusst u.a. maßgeblich die Stimmung, gibt uns emotionale Ausgeglichenheit Gelassenheit, inneren Frieden, Ruhe, Zufriedenheit. Nun soll das „prickelnde Gefühl“ verliebter Menschen auf eine biologische Ausnahme des Körpers zurückzuführen sein: erniedrigter Serotonin-Spiegel im Blut. Diese Veränderung führe u.a. dazu, dass sich verliebte nur noch auf den potenziellen Partner konzentrieren;
• GABA (Gamma-Aminobuttersäure). Dieser beruhigende, entspannende Botenstoff wird ebenfalls von bestimmten Darmbakterien und Zellen produziert.
Es mag für manche enttäuschend sein zu erfahren, dass die Vielfalt der menschlichen psychisch-geistig-sinnlichen Verbindungen, genannt LIEBE, keine „Herzensangelegenheit“ ist. Aber ihr liegen komplexe biochemische Prozesse zugrunde, welche auf eine wechselseitige Darm-Hirn- Verbindung zurückzuführen sind.
Das Gehirn wird über den Vagusnerv zur Situation im Darm, in anderen Organen des Bauchraumes und über den Zustand des Immunsystems informiert.
Die Zelltypen und Rezeptoren des Magen-Darm-Traktes sind mit denen des Gehirns identisch. Sie kommunizieren miteinander über dieselben Botenstoffe, zum Beispiel Serotonin und Dopamin.
Serotonin und Dopamin werden umgangssprachlich auch als Glückshormone bezeichnet. 95 Prozent des im menschlichen Körper produzierten Botenstoffs Serotonin stammen aus dem Magen-Darm-Trakt. Ein hoher Serotoninspiegel lässt die Stimmung steigen und vertreibt Aggressionen, Angst und schlechte Laune. Es wird als wahrscheinlich angesehen, dass das im Bauchraum produzierte Serotonin seine Wirkung auch im Gehirn entfaltet.
So gesehen, erfährt der bekannte Spruch „Liebe geht durch den Magen“ eine wissenschaftlich belegte Erklärung,
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