Dienstag, 22. November 2011

Keine Frauenquoten

Laut Geburtenstatistiken überwiegt die Zahl der Geburten von Jungen die Geburtenzahl der Mädchen. Im statistischen Durchschnitt kommen auf 100 Mädchengeburten etwa 105-107 Jungen. Und trotzdem führt die erhöhte Sterblichkeit der Männer (auch in nicht an Kriegen beteiligten Ländern) häufig zu einem Frauen Überschuss. Die Folge kann ein ungewolltes, paradoxes Ungleichgewicht sein, wie ein gewisser Leif Johansson festgestellt hat:
„ Die Weltbevölkerung umfasst 2 Gruppen von Menschen: Eine Mehrheit von 49% Männern und eine Minderheit von 51% von Frauen“.

Zu allem Überfluss erblickte dann am 31. 10. 2011 noch ein Mädchen das Licht der Welt, dem der Titel h. c. „7 - milliardsten Erdenbürger“ verliehen wurde.
Wir sollen 7.000.000.000 sein - trotzdem sind es keine besorgniserregenden Milliarden! Denn laut Berechnungen der UN-Experten ist ab 2070 aufgrund weltweiter niedrigerer Geburtenraten, mit einer Schrumpfung und Stagnation der Weltbevölkerung zu rechnen.
Im gleichen medialen Atemzug heißt es aber auch: die Deutschen werden nicht nur älter, sondern auch weniger. Laut einer Berechnung der Bertelsmann Stiftung wird die deutsche Bevölkerung bereits bis 2030 auf weniger als 80 Millionen schrumpfen. Absehbare Konsequenzen: sinkende Güterproduktion / Dienstleistungen, sinkendes Wachstum, sinkender Wohlstand, sinkende Lebensqualität. Oder doch nicht?

Expertenkommissionen der UN und andere Institutionen beschwichtigen auch hier.
Hintergrund: Deutschland verfügt über eine große ungenutzte Ressource - die Frauen. Und die Experten gehen weiter: zur Förderung dieser Ressource, mit dem angestrebten Zweck ihrer anschließenden Forderung, würde es genügen, wenn für Frauen die Möglichkeit besteht, Elternschaft und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen. Kein Wort über Frauenquoten, ein Thema, das seit zig-Jahren in Deutschland als wesentliches Instrument der Personalpolitik verstanden wird, Hauptthema unendlicher Debatten geworden ist und demnächst Gegenstand eines Gesetzes sein soll.

Der aktuell noch kontrovers diskutierte Gesetzentwurf zur Frauenquote sieht vor, dass sich Unternehmen zunächst eigene Quoten für Vorstand und Aufsichtsrat geben, auf die sie dann gesetzlich verpflichtet würden. Verfehlen sie ihre Ziele, droht eine Geldbuße bis zu 25.000 €.
Bei diesem Vorschlag muss man unwillkürlich an die seit 1984 existierende EU-Milchgarantiemengenregelung denken. Diese weist den EU-Staaten bestimmte Quoten für die Milchproduktion zu. Der Unterschied zwischen den beiden Regelungen: bei der Frauenquote würde ihre Unterschreitung, bei der Milchquote wird deren Überschreitung durch eine Abgabe sanktioniert. Also: Mehr "Milch und Honig - produzierende Frauen",weniger "milchproduzierende Kühe"!

Die unendliche Quotenregelung - Debatte ist umso sinnloser, als sie sich nur mit einer Frauenquote bei der Besetzung von Gremien und nicht bei der Besetzung von Stellen allgemein befasst.
Das ist Wasser auf die Mühlen der Gegner einer Quotenregelung.
Sie halten Geschlechter-Regelungen zur Behebung eines Ungleichgewichts für problematisch, weil diese Regelungen die Diskriminierung konservieren könnten. Als klassisches Argument wird der negativ besetzte Begriff „Quotenfrau“ angeführt: Er wird teilweise für Frauen verwendet, die aufgrund einer bestehenden Quotenregelung gewählt bzw. eingestellt werden und nicht aufgrund ihrer Kompetenz.

Man könnte dann der Logik der Kritiker etwas entgegenhalten, wenn die geschlechterbezogenen-Quoten auch die Besetzung von Stellen im Erwerbsleben allgemein miteinbeziehen würde. Dann könnte man argumentieren, dass die Geschlechterquote nicht erst zum Zeitpunkt des Erwerbs eines Rechts (auf Führungsposition) greift, sondern bereits zum Zeitpunkt vor der Bewerbung um diese Position. Die durch etwaige diskriminierende Strukturen geschaffenen Schranken könnten demnach, eben aufgrund geschlechterbezogene Quotenregelungen gehoben werden.

Bis zum voraussichtlichen Inkrafttreten des Gesetzes zur Frauenquote am 1. Juli 2012 wird weiter debattiert. Sollte - zumindest auf der Führungsebene - das Modell einer gesetzlich vorgeschriebenen Selbstverpflichtung zur Zielvorgaben für die Geschlechter-Gleichstellung, samt Sanktionen bei deren Nichteinhaltung eine Allgemeinzustimmung finden, steht es schlecht um das „Gender Mainstreaming“!
Es entsteht so der Eindruck, dass für Männer aufgrund ihrer genetischen Veranlagung keinerlei Verhaltensänderungen und somit soziales Lernen möglich sei.
Jedoch, je mehr (+ eher) Männer begreifen, dass eine Frau immer zwischen ihnen ist, aber nie zwischen ihnen steht, desto einfacher wird es für andere, sich ihnen anzuschließen. Irgendwann dürfte dann eine gewisse Mindestmasse (kritische Masse) für den Beginn einer kontrollierten Kettenreaktion erreicht sein, die eine friedliche Beilegung des Geschlechter-Kampfs und seine endliche Umwandlung in ein selbstverständliches Beisammensein Wirklichkeit sein lässt. Ein Berufsleben OHNE DIE LEIDLICHE FRAUENQUOTE, wie ein Leben ohne das leidliche LDL- Cholesterin. Und das bedeutet ein gesundes Leben in allen Bereichen.

Freitag, 11. November 2011

Franz Schubert - SERENADE und weitere Entspannungsmöglichkeiten

Guter Stress, schlechter Stress.
Der gute Stress fördert die Leistungsfähigkeit, motiviert, steigt die Produktivität. Zu viel des guten wird jedoch zum schlechten- zum schlechten Stress. Der schlechte Stress - und das sogar als Dauerzustand- hat aber gesundheitliche Folgen. Die bekanntesten davon sind z. B. die psychischen Folgen wie Depressionen oder der Burnout-Syndrom. Mit einem guten Management kann der schlechte Stress bewältigt werden. Eine Möglichkeit: durch Entspannung Abstand zu den Anforderungen gewinnen.

ENTSPANNUNG

Sonntag, 6. November 2011

Änderungen der Trinkwasserverordnung und der Ökostress

Das unentbehrliche, für den menschlichen Gebrauch und Genuss geeignete Trinkwasser wird in Deutschland sehr strengen Kontrollen unterzogen.
Aus diesem Grund unterliegen Deutsche Wasserversorger den Regelungen der Trinkwasserverordnung. Die i. d. S. durchgeführten Wasseranalysen bilden die Basis für eine gute Aufbereitung des Trinkwassers. Die Kontrolle erstreckt sich jedoch nur auf das Wasserwerk und das öffentliche Versorgungsnetz. Trinkwasser - Untersuchungen direkt an den Entnahmestellen der Verbraucher (Wasserhähne, Duschen) werden dabei nicht erfasst.
Bis jetzt!
Denn seit dem 01. 11. 2011 trat die überarbeitete Trinkwasserverordnung in Kraft. Damit wurde der Kreis der von der Neuregelung Betroffenen erweitert und die Kontrollen noch umfangreicher.

So betrifft die Novellierung nicht nur die Wasserversorger und öffentlichen Versorgungsnetze sondern auch Vermieter, die sogenannte Großanlagen in ihren Häusern überprüfen lassen müssen. Als Großanlage gelten Tanks mit einem Inhalt von mehr als 400l und / oder Wasserleitungen mit mehr als 3l nicht zirkulierenden Inhalts zwischen Wassererwärmer und Wasserhahn.
Anlass zu den umfangreicheren Kontrollen sind insbesondere die LEGIONELLEN.
Ein mit Legionellen belastetes Wasser ist eigentlich unbedenklich. Unter gewissen Umständen wie z. B. bei stehendem Wasser in Leitungen und Wassererwärmer oder bei der Unterschreitung einer bestimmten Temperatur können sich die Erreger stark vermehren und gefährlich werden. Ihre Übertragung erfolgt durch Einatmen von Aerosolen (winzige Wassertröpfchen in der Luft), die z. B. aus den verstopften Düsen schlecht entkalkter Duschköpfe, aus Luftbefeuchtern oder Klimaanlagen kommen. Durch das Einatmen des Aerosols gelangen die Legionellen in die Lungen, was eine Lungenentzündung auslösen kann. Besonders gefährdet sind Alte, Menschen mit einem angegriffenen Immunsystem wie auch Raucher.
Durch die Festlegung von Untersuchungspflicht und Untersuchungshäufigkeit auf Legionellen in der überarbeiteten Trinkwasserverordnung können Legionellen- bedingte Infektionen minimiert werden.
Das ist die gute Nachricht!

Bedenken kommen auf z. B. hinsichtlich der Übernahme der Kosten für die Überprüfung des Trinkwassers. Eine Rechtsgrundlage für die Umlage dieser Kosten gibt es noch nicht und die Rechtsauffassung der Parteien, Vermieter / Mieter, klaffen auseinander.
Der Aufwand, den die Kontrolleure zu bewältigen haben, ist auch nicht zu übersehen. Die Neuregelung betrifft Millionen von Vermietern. Die Kontrolleure sind dabei angehalten, auch in die Wohnungen zu gehen, um Proben direkt an Aerosolen- emittierenden Stellen zu entnehmen.
(Öko)Stress entsteht. Dieser zur Bewältigung besonderer Anforderungen an Körper und Geist entstandene Stress stellt einen Risikofaktor dar. Er kann negative psychische und physische Reaktionen hervorrufen, wie u. a. eine immer mehr sinkende Leistungsfähigkeit - ein Symptom des fast zur Volkskrankheit gewordenen Burn-out.

So gesehen, wenn auch der Hintergrund der überarbeiteten Trinkwasserverordnung sinnvoll ist, scheint bis zur Regelung ihrer Umsetzung ein Plan B angebracht.
Die zweite gute Nachricht: es gibt den Plan B!

Verschiedene Untersuchungen haben ergeben, dass Legionellen schon ab 50 Grad abgetötet werden können. Allerdings nur, wenn die Temperatur über mehrere Stunden gehalten werden kann. Bei 55 Grad genügen schon 20 Minuten zum Desinfizieren, bei 60 Grad lediglich zwei Minuten. Will man Legionellen abtöten bei einer Temperatur von über 70 Grad, so genügen sogar wenige Sekunden.
Es ist eine Maßnahme ohne zusätzliche Investitionen, unbürokratisch und ohne Kontrolleure - jedoch mit erhöhtem Energieaufwand verbunden.

Was den Burn-out Betroffenen angeht; Dieser kann leider nicht, seine sinkende Leistungsfähigkeit in ein „Bad- Gehirn- Areal“ verschieben, abschreiben und dann weiter machen, als ob es nichts gewesen wäre.
Mit einem Stresstest könnte ein Psychologe oder Psychiater das Ausmaß der Gefährdung erfassen und bei negativen Ergebnissen den Betroffenen rechtzeitig zu veranlassen, Gegenmaßnahme zu ergreifen. Erhöhte Kosten für das Gesundheitswesen sind allerdings die Folgen.

Was nun?
Vielleicht ein befristeter Schutzschirm für alle unter Ökostress Leidenden: Für die kostenmäßig unmittelbar durch die geänderte Trinkwasserverordnung Geplagten wie auch für die, die Neuregelungen ausführenden Betroffenen.