Montag, 25. Februar 2013

Pferdefleisch in Brokkoli entdeckt

Gruselig, lustig, menschenfreundlich, eine erfolgreiche Branche, dank dem Vorsprung durch billig

Donnerstag, 21. Februar 2013

Skandal, Skandal in der EU




Was haben 27 Staaten noch gemeinsam, außer ihrer Lage auf demselben Kontinent und trotz unterschiedlicher Sprachen, historischer Entwicklung und Traditionen? Den Pferdefleischskandal!
Er ist zufällig, aufgrund einer Routineuntersuchung im Norden des Kontinents (Großbritannien) ausgebrochen.  Initialzündung soll aber die Lieferung von gefrorenem Pferdefleisch aus SO (Rumänien), durchgeführt über Handelsfirmen aus dem S (Zypern) und N (Niederlande) nach SW (Frankreich), an einen fleischverarbeitenden Produzent gewesen sein - denjenigen, dem der französische Verbraucherschutzminister den „faux pas“ zutraut = das Abgleiten in das profitable Täuschungsmanöver mit falschem Rindfleisch. Von SW soll das rindfleischhaltige Fleisch den N (Luxemburg) erreicht haben, von wo aus die Tochterfirma einer Holding die Produkte in 16 Ländern vertrieben habe.
Auch in Fertigprodukten deutscher Hersteller seien mittlerweile Spuren bis Beimischungen von Pferdefleisch gefunden worden -  in Produkten auf dem deutschen aber auch grenzüberschreitenden Markt. So soll beispielsweise einer Meldung zufolge Tortellini-Rindfleisch mit nicht deklariertem Pferdefleisch eines deutschen Herstellers  etwas südlich, nach Liechtenstein, geliefert worden sein.
Und nach (vorläufig) letzter Meldung  soll auch der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé nun Anteile an „falschem Rindfleisch“ in seinen Tiefkühlprodukten entdeckt haben. Es soll sich um Zulieferungen aus Deutschland handeln. Im S, in Italien und Spanien habe man aus diesem Grund zwei Nudelprodukte vom Markt genommen.

Je mehr Hersteller hinzugekommen sind, desto mehr erweiterten sich die Rückrufaktionen, in Deutschland und europaweit. Betrafen diese ursprünglich ein Fertiggericht wie Lasagne, erweiterten sie sich in kurzer Zeit auf Ravioli, Tortellini, Spaghetti Bolognese, Chili con carne, Gulasch, sogar Döner.

Das Pferdefleisch an sich ist nicht gesundheitsschädigend, wie immer wieder in den Medien betont wird. Es ist ein fettarmes Fleisch, hat einen doppelt so hohen Gehalt an Eisen als das Rindfleisch.
Pferdemetzgerei Pezenas / Languedoc
Europäischen Statistikern zufolge wird in romanischen Ländern Europas mehr Pferdefleisch gegessen als in den germanischen. An erster Stelle, vor Frankreich und Belgien, liege Italien mit einem Konsum von 900 g pro-Kopf im Jahr. Deutschland habe dagegen den geringsten jährlichen Konsum von 50 g pro-Kopf. Wissend und wollend verzehrt, wird Pferdefleisch aber auch in Deutschland geschätzt.
Genießer eines wahren Rheinischen Sauerbratens können ein Lied davon singen.

Wenn auch nicht gesundheitsschädigend bleibt der EU-weite Pferdefleischskandal  eine Verbrauchertäuschung. Bei diesem grenzüberschreitenden Fall wird es allerdings schwer festzustellen, wer, wo, wann die falsche Etikettierung vorgenommen hat, um vorzugeben, das Produkt sei etwas anderes, als es tatsächlich ist. Hinzukommt, dass nach geltendem EU-Recht das Anbringen einer Herkunftskennzeichnung auf eine Verpackung für Zutaten im verarbeiteten Fleisch nicht vorgesehen ist.

Der Skandal erschüttert die EU. Der Kampf gegen die im Dunkeln wird mit drastischen Mitteln ausgetragen.Um dem gewerbsmäßig und grenzüberschreitend organisierten, betrügerischen Handel  Einhalt zu gebieten, haben  Experten aller EU-Mitgliedstaaten einen Aktionsplan beschlossen. EU-weit soll durch DNA-Tests dabei ermittelt werden, in welchen rindfleischhaltigen Produkten auch Pferde-fleisch verarbeitet wurde, obwohl es nicht auf dem Etikett angegeben war,  (und obwohl eine dies bezügliche Kennzeichnungspflicht nicht besteht?)
Da in Proben von in Großbritannien geschlachteten Pferden Phenylbutazon gefunden wurde,  sollen die Proben laut EU-Aktionsplan auch auf Rückstände dieser Substanz geprüft werden. Es handelt sich um ein Tierarzneimittel, das bei Pferden, die für die Fleischverarbeitung vorgesehen sind, nicht einge¬setzt werden darf, (wie auch keine Antibiotika bei Rindern, Schweinen, Hühnern!). Der  EU- Aktionsplan zur Untersuchung von Pferdefleisch soll bis Ende März abgeschlossen sein.
Zudem einigten sich in Deutschland die Verbraucherminister der Länder und des Bundes auf einen Nationalen Aktionsplan, der unter anderem eine konsequente Umsetzung des EU-Aktionsplans und ein erweitertes Untersuchungsprogramm für Deutschland vorsieht.

Die Umsetzung des Aktionsplans in die Praxis - eine zusätzliche und wünschenswerte Gemeinsamkeit der 27 EU-Mitgliedsstaaten - erfordert nicht nur Worte, sondern auch Taten. Aber die Taten sind nicht umsonst. Sie verlangen die Fähigkeit zu Leistung, Entschlossenheit, Ausdauer. Wie heißt es doch gleich?

                    -    Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach   -

Bleiben wir auf dem Boden der Tatsachen.

Auch eine erweiterte Herkunftskennzeichnung für Zutaten im verarbeiteten Fleisch, wie im Aktionsplan vorgesehen, kann nicht weiter helfen, wenn nicht drin ist, was drauf steht.
Dafür aber ein Frühwarnsystem, wie das System, das z.Z. im Rahmen des Deutschen National Aktionsplans geprüft wird.
Das wissenschaftsbasierte Frühwarnsystem soll das Übel an der Wurzel packen, indem es ermöglicht, die in Bereicherungsabsicht rechtswidrig vorgenommenen Täuschungshandlungen zu erkennen. Damit könnten Überwachungsbehörden frühzeitig  aufkommende Gefahren  - Täuschung, Gesundheitsgefährdung - erkennen  und gefährdete Verbraucher möglichst schnell darüber informieren.

Nur nicht die Hoffnung aufgeben.

Dienstag, 12. Februar 2013

R ' ha

Der von einer höheren Intelligenz geschaffene Roboter kann die Macht über ihr Handeln nicht übernehmen: R‘ha ein spektakuläres Erstwerk eines Filmstudenten, wie Fachleute sagen.
Und ein eine gute Botschaft auch für unser Gefilde?



Mensch und Maschine
oder
Maschine gegen den Menschen?

Übernehmen die Maschinen die Macht und entmündigen den Menschen?
Der Mensch ist nur ein Wesen, das schwächste Wesen in der Natur. Aber ein mit der logischen Funktion des Denkens ausgestattetes Wesen. Es soll Herr der Lage bleiben können - in einer Welt für

Mensch und Maschine.

Dienstag, 5. Februar 2013

Apfel, Birne und die Schönheit

Ende vorigen Jahres zeigte eine Forsa-Umfrage die guten und tatsächlich nicht neuen Vorsätze der Deutschen für 2013. Der klassische Vorsatz ABNEHMEN ist auch 2013 dabei: jeder Dritte (34%) will abnehmen.
Gegen diesen guten, wenn auch alten Vorsatz ist nichts einzuwenden. Und heute ist  Abnehmen gar nicht so schwer. Hilfsindikatoren zur Bewertung des Fortschritts stehen Willigen zur Seite. So beispielsweise der BMI.
Trotzdem gibt es ein Problem: Es  kommt bei Abnehmen nicht nur auf das absolute Gewicht an, sondern auch darauf, wo am Körper die Fettpölsterchen sitzen. Die Ernährungswissenschaftler haben festgestellt, dass die Körperfett-Verteilung den Stoffwechsel beeinflusst und auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestimmt.

Die Grenzlinie zwischen gefährlichem und ungefährlichem Fett ist die Taille.
Bei Männern sammelt sich das Fett meistens rund um Taille und  Bauch an. Man spricht von APFELFORM. Aus medizinischer Sicht erhöhe diese Form das Infarktrisiko deutlich.
Die Taille ist nicht die Körperfett-Sammelstelle der Frau. Bei Frauen legt sich das Fett eher auf Hüften, Gesäß und Oberschenkel. Diese sogenannte BIRNENFORM  soll unter medizinischen Standpunkten ein erheblich niedriges Risiko darstellen.
Ob nun Apfel -oder Birnenform, der Körperbau ist nicht auf Anhieb erkennbar.
Für eine genauere Abschätzung des Krankheitsrisikos haben Wissenschaftler den Indikator Taillen-Hüfte-Quotient, THQ, ermittelt. Er berücksichtigt die Körperfett- Verteilung und ist somit aussagekräftiger als der BMI.
Je größer der THQ ausfällt, desto näher liegt die Körperfett-Verteilung an der Apfelform.
Dies zeigte die weltweite INTERHEART-Studie mit 29.000 Teilnehmern aus 52 Ländern. Etwa die Hälfte der Teilnehmer hatte einen Infarkt hinter sich. Während der BMI sich bei Gesunden und Kranken kaum unterscheidet habe, hätten die Infarkt-Teilnehmer einen deutlich höheren THQ.
Der INTERHEART-Studie zufolge ist Übergewicht für etwa ein Drittel der Herzinfarkte verantwortlich, sobald der THQ bei Männern einen Wert von 0,9 und bei Frauen von 0,83 überschreitet.

Ist man über BMI und THQ im Bilde, erkennt man deutlich das Ziel: ein sinnvolles Abnehmen.
Nun wird ein tatkräftiger Einsatz gefordert, damit der Vorsatz nicht im Ansatz stecken bleibt.
Und dieser tatkräftige Einsatz wird von der Motivation „eine gesunde Lebensführung“ getrieben. Jede auch so unscheinbare Entwicklung, durch die die Messwerte THQ, BMI weniger geworden sind, erhöht das Selbstbewusstsein und macht Mut zum Durchhalten.
„Eine gesunde Lebensführung“ bedeutet aber ein längerfristiger Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltensplan.   Die Motivation könnte ins Wanken geraten, weil man nicht weiß, was alles auf einen zukommen kann.
Manche Gesundheitspsychologen schlagen deshalb vor, möglichst viele verschiedene Motive zur Verstärkung der Motivation einzusetzen.

Dank dem THQ haben (zumindest derzeit ) die Frauen eine starke Zusatzmotivation: die Schönheit und ihre Berechenbarkeit.Weil
 „Schönheit ist ein offener Empfehlungsbrief, der die Herzen im Voraus für uns gewinnt“ – wie ein gewisser Schopenhauer mal sagte. Das gilt auch heute, trotz gesellschaftlichen Wandels in der Bewertung des Schönheitsideals.

Bereits ältere Studien haben ergeben, dass Frauen mit einem bestimmten THQ attraktiver bewertet werden als andere.
Marilyn Monroe Quelle:Wikipedia



Twiggy Quelle:SZ
Das ideale Verhältnis sollte bei etwa 0,7 liegen, unabhängig von dem  Körpergewicht.  Als „Beleg“ dafür wurden immer wieder strahlende Stars vom Schönheitsfirmament  genannt:
Marilyn Monroe, Sophia Loren, Twiggy oder Paris Hilton, an sich sehr unterschiedliche Frauen-Typen, die aber eine Gemeinsamkeit hatten: den THQ von 0,7.



Sophia Loren Quelle:Wikipedia
Paris Hilton Quelle:Wikipedia
Neuere Untersuchungen haben inzwischen Zweifel an der scheinbaren   Allgemeingültigkeit der Zahl 0,7 geweckt. Denn ob ein THQ von 0,7 gebildet aus 63/90, oder 75/107, oder sogar ein THQ von 0,65 gebildet aus 70/107 vom Betrachter gleich attraktiv empfunden wird, ist fraglich.
Und tatsächlich haben Attraktivitätsforscher an der Universität Regensburg gezeigt, dass für eine attraktive Frauenfigur viel mehr notwendig ist als das Verhältnis
Taille /Hüfte.
Unter Berücksichtigung dieses Quotienten sowie statistischer Attraktivitätswerte und weiterer statistisch ermittelten Faktoren haben sie den BEAUTY-Quotienten entwickelt.
Es ist ein Wert, der angibt, wie schön eine Figur im Vergleich zu anderen Figuren ist.
Die Berechnung des Beauty-Quotienten, ein statistisches Standardverfahren, funktioniert genauso wie die Berechnung eines Intelligenz-Quotienten (IQ). Die Skala, auf der der Beauty-Quotient gemessen ist, ist so konstruiert, dass eine durchschnittlich attraktive Figur den Wert 100 hat. Die attraktivsten 2 % der Bevölkerung haben einen BQ von über 130 Punkten, die unattraktivsten einen BQ von unter 70 Punkten.
Möchten Sie noch mehr erfahren? Dann laden Sie Ihr Foto auf den Beautycheck-Server.
Es wird eine umfangreiche Figuranalyse erstellt, mit daraus erkennbaren Figurmerkmalen. Das Ergebnis erhalten Sie per Email zusammen mit einem BEAUTYCHECK-ZERTIFIKAT, das Ihren Beauty-Quotienten dokumentiert.

Schönheit bei guter Gesundheit!
Auch ohne Übertreibung auf der nach oben offenen Skala der Eitelkeiten, ist Schönheit bei guter Gesundheit genug der Motivation für einen langfristigen Einsatz im Kampf gegen (ungesunde) Fettpölsterchen, für die eher Birne - als Apfelform. Damit dürfte am Ende des Jahres die Bilanz für den Vorsatz „Abnehmen“ weitegehend positiv ausfallen.

PS: ein Beauty-Quotient für Männer ist in Bearbeitung.