Samstag, 28. September 2013

Erkältung oder Grippe?

Die Urlaubssaison ist vorbei, die Erkältungs- / Grippe-Saison steht vor der Tür. Steht nun eine Erkältung oder eine echte Grippe (Influenza)  vor der Tür? Das ist hier die Frage, und die Abgrenzung  ist gar nicht so einfach. Es gibt viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede.

Sowohl bei einer Erkältung wie auch bei einer Grippe erfolgt eine Übertragung von Mensch zu Mensch vorwiegend über Tröpfcheninfektion, beispielsweise beim Husten, Niesen oder Kontaktübertragung von den Händen und Gegenständen. 

Sowohl die Erkältung als auch die echte Grippe gehen auf Viren als Krankheitserreger zurück. Es sind aber unterschiedliche Viren.

Für die Erkältung kommen mehr als 100 Viren infrage, u. a. Rhino-Viren, Corona-Viren. Normalerweise merkt sich das Immunsystem, wenn es bereits einmal Kontakt mit einem Krankheitserreger hatte und stellt nach einer Neuinfektion rasch bestimmte Abwehrzellen (Antikörper) zur Bekämpfung bereit. Abgesehen von den mehr als 100 Möglichkeiten einen Erkältungsvirus zu erwischen, können diese Viren auch ihre Oberfläche ständig verändern.  Dann können sie von den Abwehrzellen nicht erkannt werden und so kann man trotz einer überstandenen früheren Erkältung immer wieder an einer Erkältung erkranken.

Grippe -Viren mit ihrer Bezeichnung H1N1 oder H5N1 haben mittlerweile einen hohen Bekanntheitsgrad und Reputation erlangt.
Die Erreger der Grippe teilen sich in drei verschiedene Virus-Typen auf, die als Influenza A, B und C bezeichnet werden.
Bei den Influenza-Viren reagieren die Antikörper auf die Oberflächenproteine der Virushülle, Hämagglutinine (H) und Neuraminidasen (N). Da diese wie die Erkältungsviren und wie weitere Hüllenstrukturen von den Viren umgebaut werden können, treten immer wieder neue Virusvarianten mit veränderter Oberfläche auf.  Folge wie bei einer Erkältung: die alljährlich wiederkehrenden „Grippe –Wellen“.
Beim Influenza-Typ A kommt hinzu, dass von den beiden Oberflächeneiweißen etliche Untertypen (Subtypen) vorkommen, während bei den Virustypen B und C nur jeweils eine Sorte Hämagglutinin und Neuraminidase vorhanden ist. Beim Virustyp A werden daher die Subtypen auch mit Hilfe der Anfangsbuchstaben der beiden Oberflächenstrukturen bezeichnet. Der Erreger, der die Spanische Grippe ausgelöst hatte, trägt beispielsweise die Bezeichnung Influenza A (H1N1).
Bis jetzt sind 15 verschiedene H- und 9 verschiedene N-Komponenten bekannt, was eine große Zahl von Kombinationsmöglichkeiten ermöglicht (theoretisch bis zu 135). In der Tat werden neben den beiden beim Menschen gefundenen Subtypen H1N1 und H3N2 bei Tieren, besonders Vögeln, viele weitere Subtypen gefunden, die in der Regel jedoch nicht auf den Menschen übertragbar sind. Wenn dies doch geschieht, wie beim Subtyp H5N1, ist es sehr wichtig, die weitere Entwicklung des Erregers zu verfolgen, um möglichst frühzeitig einer Pandemie vorbeugen zu können.

Unterschiedliche Viren lösen unterschiedliche Symptome aus:


Symptome
Erkältung                                          
Grippe                                
Krankheitsbeginn          
langsam schleichend
schlagartig
Fieber                 
erhöhte Temperatur, selten 380C,Frösteln
hohes Fieber (über380C), schnell auftretend
Schnupfen
typisch
selten
Halsschmerzen
häufig zu Beginn
eher selten
Husten
typisch, schleimiger Husten
Trockener Husten, meist zu Beginn
Muskel-/Gliederschmerzen
typisch
typisch
Kopfschmerzen
manchmal
typisch
Krankheitsbild
Müdigkeit, Abgeschlagenheit
typisch ein schweres Krankheitsbild, meist durch hinzutretenden Zweitinfektionen, zuweilen Kreislaufschwäche
Dauer
rund 1 Woche
2 Wochen, sogar mehrere Wochen bis vollständige Erholung

Darüber hinaus können die Influenzaviren durch ihre massive Vermehrung in den Zellen die äußerste Schicht der Atemorgane zerstören. Sie können  das Immunsystem schwächen, indem sie auch die von Körper zur Abwehr gebildeten Fresszellen (Makrophagen) verringern.

Sowohl bei einer Erkältung wie auch bei einer Grippe kann es zu Sekundärinfektionen mit Bakterien kommen. Im Gegensatz zu anderen Viren breiten sich die Influenza -Viren sehr häufig über Lunge, Gehirn oder Herz aus - so die Mediziner. Dies führe dazu, dass bei einer Grippe zusätzliche bakterielle Infektionen viel schwerer verlaufen als die Influenza selbst. Mediziner weisen aber auch darauf hin, dass durch eine rechtzeitige Behandlung der Erkältung / Grippe das Risiko einer bakteriellen Sekundärinfektion deutlich gesenkt werden  kann.

Zur Vorbeugung von Erkältungen gilt es vor allem die Stärkung des Immunsystems: Bewegung an der frischen Luft, reichlich Flüssigkeit (1,5 -2l am Tag), ausgewogene, vitaminreiche Ernährung. Regelmäßig lüften ist empfehlenswert, um so für eine ausreichend feuchte Raumluft zu sorgen. Zu trockene Luft macht die Atemwege für Erkältungsviren anfälliger. Auch  manche Präparate können die Abwehrkräfte des Organismus verbessern.

All diese vorbeugenden Maßnahmen lassen jedoch das Auftreten einer Grippe vollkommen kalt. Hier hilft nur die jährliche Grippeschutzimpfung.
Anlässlich der bevorstehenden Grippesaison empfiehlt die ständige Impfkommission (STIKO) die   Grippeschutzimpfung Älteren ab 60 Jahren, Personen mit Grundkrankheiten wie Diabetes oder Asthma, Schwangeren, medizinischem Personal und allen Betreuer von geimpften oder nicht geimpften Risikopatienten.
Laut Experten ist der Zeitraum von OKTOBER bis NOVEMBER der beste Zeitraum für die Impfung gegen Grippe.
Personen mit einem erhöhten Komplikationsrisiko sollten zudem weitere Maßnahmen ergreifen, um das Risiko einer Infektion mit Erkältungs-/ Influenzaviren zu verringern. Sie hören sich sehr einfach an: Abstandhalten zu Personen mit einer akuten Atemwegserkrankung und regelmäßiges und gründliches Händewaschen.

Mit einem gestärkten Immunsystem und dem rechtzeitigen Antigrippe-Piks intus, dürfte ein glimpfiger Verlauf der  Erkältungs-/Grippe-Saison im Bereich des Möglichen liegen. Und ist die Erkältungs-/Grippe-Saison vorbei, da steht schon die Urlaubssaison vor der Tür, mit ihren Verführungen und Führungen - so wohltuend  für Körper und Geist.

Montag, 16. September 2013

Mittwoch, 11. September 2013

Vom Winde verweht?

Es war einmal, in Zeiten des „Lebensstils“….als ein gewisser Zeitgeist leichter auszumachen war -zumindest wenn man den Zeitgeist auf unsere Lebensformen reduziert.
Heute, in Zeiten des „Lifestyle“ gewordenen Lebensstils ist es nicht mehr so einfach. Das vielfältige Gepräge unserer realen und virtuellen Lebensformen  - von Ernährung, Wellness und Fitness bis Partnerschaft, Wirtschaftsstil oder Mode - könnte an dieser Entwicklung schuld sein. 

Denken wir an die Ernährung.
Nicht nur wir sind in allen Lebenslagen transparent geworden. Auch die Kennzeichnungen auf Lebensmitteln sind transparent und informativ geworden. Diese Kennzeichnungen sollen uns helfen, zu verstehen, wie das Leben (zumindest) in der Sache Lebensmittel mit Leichtigkeit lebenswert zu gestalten werden kann. Denn sie legen eine Fülle von Inhaltsangaben, Qualitätssiegeln und andere Kennzeichnungen dar, wie nahrhaft, gesund und hochwertig das entsprechende Lebensmittel sein soll. Aber so glatt geht es nicht immer von statten. Wie Ernährungswissenschaftler bemerken, kann bei der Fülle von Ernährungsratschlägen verschiedener an dem Markt Beteiligte zu Widersprüchen kommen, weil oft Aussagen  für allgemein gültig erklärt werden, obwohl sie keine wissenschaftliche Grundlage haben.

Themen wie BIOLEBENSMITTEL, LACTOSEFREIE LEBENSMITTEL werden lebhaft diskutiert.

So z. B. sollen die Biolebensmittel gesünder sein und besser schmecken als konventionelle. Dafür
sind wir auch bereit mehr zu bezahlen.
Ein derartiges Ergebnis lieferte tatsächlich eine Studienreihe, in der die Testpersonen wussten, dass es sich um  Biowaren handelt. Wurden die Proben blind verkostet, schmeckten die Testpersonen keinen Unterschied. Und das deckt sich mit den Ergebnissen einer Untersuchung der Stiftung Warentest mit 52 Lebensmitteln. Demnach lieferten die Testergebnisse keine Hinweise darauf, dass Bioware gesünder oder  sogar schmackhafter sei als konventionelle.

Biolebensmittel sollen ferner besser für das Klima sein, heißt es. Eine pauschale Aussage, dass Produkte mit dem Öko-Siegel immer besser fürs Klima sind, kann nicht getroffen werden.
Ökologisch bearbeiteter Boden kann wegen seiner besseren Humusversorgung allerdings mehr CO2 binden. Für die CO2-Bilanz eines Produktes kommen aber weitere Faktoren hinzu, etwa der Transportweg oder die Art des Produktes. Und pflanzliche Nahrungsmittel sind meist besser für das Klima als tierische. So erzeugt
1 kg konventionell hergestellte Butter 23.794 g CO2-Äquivalenete / 1kg Bio-Butter 22.089 g CO2-Äquivalente.
Im Vergleich:
1 kg  konventionell hergestellte Gemüse 153 g CO2-Äquivalenete / 1 kg Bio-Gemüse 130 g CO2-Äquivalente.


Genauso wenig gilt eine allgemeine Aussage für höhere
Qualität von Bio-Fleisch im Verglich zu konventionellem. Nach einer Studie des Instituts für Ökologische Forschung ist aus der Sicht des Klimaschutzes die Ökoqualität gegenüber der konventionellen aus der Schweinemast tatsächlich weit überlegen - das Minus an Treibgas-Ausstoß liegt bei 40%. Dafür liegen Öko- und Massenware bei Hähnchenfleisch gleichauf und das Rindfleisch aus der Biomast ist dem konventionellen gegenüber vollkommenunterlegen. Hintergrund: als rülpsendes Tier mehr Methanausstoß-
Das beliebte Thema Lactoseintoleranz
Die lactosefreie (Milchzucker-freie) Ernährung sei gesünder. Die angebotene Palette lactosefreier Lebensmittel  steigert sich von Jahr zu Jahr, obwohl sie nicht immer sinnvoll sind. Nach einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) haben rund 80% der Käufer von lactosefreien Produkten keine Milchzuckerunverträglichkeit. Diese Art der Ernährung ist nur für diejenigen geeignet,  deren Körper zu wenig oder keine Laktase herstellt, ein Enzym das den Milchzucker im Dünndarm aufspaltet. Nur dann kann der Verzehr von Milch und Milchprodukten, auch in verarbeiteten Lebensmitteln, zu  vielfältigen Magen-Darmbeschwerden führen.
Der Begriff ERNÄHRUNG, ob nun bio oder konventionell, führt fließend zu den Begriffen WELLNESS und FITNESS, das A und O präventiver und unterstützender Maßnahmen in Kampf gegen starkes Übergewicht, erhöhten Blutzuckerspiegel, gestörten Fettstoffwechsel. Mittlerweile weiß jeder, dass Bewegung ein zentraler Bestandteil der Behandlung der „Volkskrankheiten“ ist. Bewegung erhöht den Energieverbrauch und trägt so dazu bei, die Blutfette zu senken und Übergewicht abzubauen.
Aber auch dieses Gebiet bleibt nicht verschont von Widersprüchen und vernichtenden Kehrtwendungen.
So würde  nach Experten-Aussagen ein übertriebener Ehrgeiz beim Sport schaden. Dass regelmäßige Bewegung grundsätzlich gesund sei, bleibe unumstritten. Ähnlich wie bei Medikamenten hänge jedoch die optimale Wirkung von der Dosis ab, und Studien würden belegen, dass eine „Überdosierung“ mehr schadet, als es nutzt.
Nüchtern morgens Joggen, um mehr abzunehmen, Sit-up, damit nach einigen Wochen bei IHM den Bierbauch zu Waschbrettbauch schmilzt oder bei IHR die „Reiterhosen“ verschwinden - alles ist nichts erklärten neulich Experten der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention
anlässlich ihrer Kongresses.

ER und SIE! Zwischen IHM-mit oder ohne Wachbrettbauch und IHR-mit oder ohne „Reiterhosen“  kommen heute nicht nur harmonische, eheliche Partnerschaften zustande. Die heutigen Partnerschaften sind viel abwechslungsfähiger:  eingetragene Partnerschaften, gleichgeschlechtliche/ gemischtgeschlechtliche Gemeinschaften oder Fernbeziehungen. Und für den Fall des Falles ist zwar noch die Möglichkeit einer Scheidung geblieben oder das einvernehmliche/einseitige Verlassen-werden gegeben. Jedoch: wenn man nicht selbst sagen kann, dass es Schluss ist, ja, dann gibt es Hilfe durch den Trennungsbeauftragter. Er hilft, dass eine Trennung sauber und ohne unnötige Komplikationen vollzogen werden kann.

Das sind nur 3 Beispiele aus der langen Reihe unserer heutigen, vielfältigen Lebensformen. Es ist unser LIFESTYLE als Erscheinungsform des Zeitgeistes 2.0. 

„Der Wind des Zeitgeistes weht heute da und morgen da. Und wer sich danach richtet, der wird vom Winde verweht“ - sagte Helmut Kohl.
Wohin verweht, wäre eine Überlegung wert. Wir sind bereits im Sog der großen Trends des Zeitgeistes 2.0 mit seinen Nebeneffekten: Beschleunigung, eine oft übermäßig selbstverordnete Selbstentfaltung im Streben nach Erreichung privater und dem modernen Wirtschaftsstil angepasster, beruflicher Ziele. Es gibt kein Entkommen. Dann ist man froh über eine zeitlich begrenzte Reset-Taste zur Wiederherstellung, Erholung, irgendwo in der Sonne…echte Sonnenbräune mit seinem Lifestyle-gemäßen Nimbus gesund, dynamisch, erfolgreich , zur Abrundung vielleicht ein
DEP
Schuss Selbstbräuner und nach Austoben in der Hitze die wohltuende Wirkung eines klimatisierten Raums genießen.  Selbstbräuner? Klimaanlage? Medienberichten zufolge -  wahre Dickmacher! Die Selbstbräuner wegen ihrer Komponente Diethylphthalat (DEP) mit schwach hormoneller Wirkung, die zu Gewichtszunahme führe, die Klimaanlage, da sie das normale Schwitzen verhindert und so zusätzliche Kilos zustande bringe.
PS: Shampoos, Handcremes enthalten auch DEP!