Freitag, 25. Juni 2021

Lächeln – der Ausdruck der Freude, des guten Willens aber auch der eleganten Art seinen Gegnern die Zähne zu zeigen

Voraussetzung: Gesunde Zähne Dank einer wirksamen Kariesprophylaxe! 

Quelle:AdobeStock

Und zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass die zusätzliche Aufnahme von Fluorid z. B. über Fluorid-haltige Zahnpasta oder fluoridiertes Speisesalz wichtige Bestandteile einer wirksamen Kariesprophylaxe sind.

Eine Fluorid-haltige Zahnpasta oder ein fluoridiertes Speisesalz, ob die nicht giftig sind?

Seit einiger Zeit wird wiederholt in manchen Zeitschriften auf Gefahren hingewiesen, die von fluoridiertem Speisesalz und Fluorid-haltigen Zahnpasta ausgehen könnten. Gleichzeitig werden auch intensiv Fluorid-freie Zahnpasten beworben, die eine ähnlich gute Wirkung in Bezug auf die Kariesprophylaxe zeigen sollen wie die fluoridierte Zahnpasta.

FLUORIDE sind Bestandteile von Mineralien, kommen in unseren Organism vor allen in Knochen- und Zahngewebe vor, sowie in Lebensmitteln (Nüssen, Meerestieren, Fleisch, Tee) und Mineralwasser. 

Chemisch gesehen sind Fluoride Salze der hochgiftigen Fluorwasserstoffsäure (HF).
Es gibt anorganische und organische Fluoride.
Anorganische Fluoride wie z.B. Natriumfluorid (NaF) oder Zinnfluorid (SnF2)  kommen in Zahnpasta vor.
Ein organisches Fluorid ist beispielsweise das „Aminfluorid“, das hauptsächlich als Wirkstoff zur Plaque-Prophylaxe in Zahnpasta oder Mundwasser eingesetzt wird.

Auch die Fluoride können giftig sein, zu viel des Guten kann Nebenwirkungen verursachen. In adäquaten Dosen, wie Fluoride in der Zahnmedizin eingesetzt werden, sind sie präventiv wirksam. Wie zahlreiche klinische Studien zeigen, stärken sie den Zahnschmelz und führen langfristig zu einer Verringerung von Karies.

Die Zufuhr von Fluoriden, die Fluoridierung,  kann entweder lokal über Zahnpflegemittel wie Zahnpasta, Mundspüllösungen, Gele oder systemisch über Zugabe von Fluoriden zu Lebensmitteln wie Speisesalz, über fluoridhaltiges Mineralwasser/Tafelwasser sowie sogenannte Supplements wie Tabletten, Nahrungsergänzungsmittel erfolgen.

Wie wirkt die FLUORIDIERTE  ZAHNPASTA?

Quelle: AdobeStock

Zahnbein (Dentin) und Zahnschmelz  bestehen zu einem großen Teil  aus dem Mineral Hydroxylapatit, ein Calciumphosphat – Ca5(PO4)3OH.
Sie hat einen „Fluorid- Effekt“.
Beim Zähneputzen mit fluoridierter Zahnpasta wird die Hydroxylgruppe OH gegen Fluorid ausgetauscht. So entsteht ein FLUORAPATIT - Ca5(PO4)3F - das Zähne härter und damit widerstandsfähiger gegen Säure macht.
 

Der Zahn der Zeit hat an frühere Erklärungen  des „Fluorid-Effekts“  genagt. Das soll heißen: frühere Theorien zur Wirkungsweise von Fluoriden wurden revidiert.
Dachte man vor 30 Jahren, dass eine Fluorideinlagerung  durch eine systemische Fluorid-Zuführung die Zähne dauerhaft härter und säurebeständiger machen könne, haben aktuelle Studien gezeigt, dass die lokale Fluoridierung über Zahnpflegemittel - Zahnpasta, Mundspüllösungen, Zahngele – d.h. die tatsächliche Fluoridverfügbarkeit auf der äußerste Zahnschmelzschicht für den vorsorgenden Fluorideffekt verantwortlich ist.
Fluoridhaltige Mundspüllösungen haben außerdem einen zusätzlichen positiven Effekt.
Sie enthalten auch antimikrobielle Bestandteile, die gegen Zahnbelag und Zahnfleischentzündungen wirken.   

Wie sieht es bei der FLUORID-FREIEN ZAHNPASTA?
Analog dem  „Fluorid -Effekt“ der Fluorid-haltigen Zahnpasta hat auch die Fluorid- freie Zahnpasta einen Effekt- den “ Nano-Effekt“.
Sie enthält Mikrokristalle / Nano -kleine- Kristalle von Zink-Carbonat-Hydroxylapatit, die zusammen mit Eiweiß aus dem Speichel auf dem natürlichen Zahnschmelz = Hydroxylapatit eine feste Schicht bildet. Diese Schicht soll Nano-Schadstellen im natürlichen Zahnschmelz  schließen und auf diese Wiese das darunter liegende Zahnmaterial vor weiteren Angriffen schützen. Dieser „Nano-Effekt“ bedeutet nicht anders, als dass ein künstliches Hydroxylapatit auf das natürliche Zahnschmelz/ natürliches Hydroxylapatit aufgetragen wird. Beide werden im Lauf der Zeit abgenutzt und heruntergeschluckt. Hydroxylapatit gilt als unbedenklich, für nano-Hydroxylapatit gibt es derzeit keine Hinweise auf Gefahren oder Risiken.
Alle von Öko-Test untersuchten fluoridfreie Zahnpasten sind durchgefallen. Begründung:
Die Zahnmedizin-Leitlinie empfehle Erwachsenen fluoridhaltige Zahnpasta, um gegen Karies vorzubeugen.

Wie schon  gesagt -  die Fluoride sind giftig. Die Dosis bestimmt die Wirksamkeit.
So z. B. wenn kleine Kinder während der Zahnentwicklung regelmäßig eine überhöhte Menge an Fluorid aufnehmen, kann diese zur Fluorose führen. Dabei entstehen am Zahnschmelz weiße bis gräuliche Flecken. Die Verfärbungen sind erst ab dem Durchbruch der Zähne sichtbar. Es ist meist „nur“ ein ästhetisches Problem. Zahnärzte raten, dass unter 6-Jährigen keine Gele oder Mundspüllösungen als Prophylaxe bekommen sollen. mit denen dann größere Mengen Fluorid dem Organismus zugefügt werden  könnten.

Als minimale Dosis für eine Vergiftung gelten 5 mg pro Kilogramm- Körpergewicht. Das bedeutet, dass ein Erwachsener von 70 kg müsste mindestens 350 Milligramm Fluorid aufnehmen, damit eine Vergiftung tödlich endet. Bei einer 75 ml-Zahnpasta mit den maximal erlaubtem Fluoridanteil von 0,15 Prozent = 112 mg Fluorid wären das 3 Zahnpastatuben. 

Aktuelle Richtwerte Zahnärztlicher Fachgesellschaften in Abhängigkeit vom Lebensalter können als Orientierungshilfe dienen: einerseits um eine ausreichende Prävention sicherzustellen und andererseits Gefahren auszuschließen.

Quelle:google.com
So sollte beispielsweise bei Kindern unter 6 Jahren die tägliche Fluorid-Gesamtaufnahme 0,05 bis 0,07 mg/kg Körpergewicht nicht überschreiten.
Ab dem ersten Milchzahn bis zum zweiten Geburtstag wird einmal am Tag eine fluoridhaltige Kinderzahnpasta mit 500 ppm Fluorid empfohlen.
Dabei sollte die Zahnpasta als „dünner Film“ =  einer reiskorngrößen Menge auf die Zahnbürste aufgebracht werden.

Quelle:google.com


Ab dem 2. bis zum 6. Lebensjahr sollte mit einer fluoridhaltige Kinderzahnpasta mit 1000 ppm Fluorid geputzt werden und zwar in einer Menge entsprechend einem ungefähr 5 mm langen Zahnpastastrang = einer erbsengroßen Zahnpasta-Menge.
Ab dem 6. Lebensjahr, mit dem Eintritt der ersten bleibenden Zähne, sollte auf eine Erwachsenenzahncreme mit 1450 ppm umgestellt werden.
Unabhängig von der bestehenden Fluoridierungsmaßnahmen sollte ein Fluoridgel verwendet werden. Bei Kindern und Jugendlichen, vor allem solchen mit erhöhtem Kariesrisiko, sollte zweimal jährlich eine Applikation eines fluoridhaltigen Lackes erfolgen.

Unter Berücksichtigung  eines Kariesrisikoprofils empfiehlt sich für junge Erwachsene meist weiterhin die Anwendung einer fluoridierten Zahnpasta mit einem wöchentlichen Fluoridgel Auch in der professionellen Zahnreinigung sollte Fluorid angewendet werden.

Quelle:AdobeStock

Bei Erwachsenen und Parodontitis, wenn Zähne „länger geworden“ sind, - weil der schützende Zahnschmelzmantel fehlt und Zahnhälse freiliegen - steigt die Kariesgefahr. Eine fluorhaltige Spüllösung sei deswegen angebracht.
 

Nach Experten Empfehlungen sollte zwar die Deckung des Fluorid-Bedarfs überwiegend über  eine lokale Anwendung erfolgen, dennoch sollte auf das fluoridierte Speisesalz nicht verzichtet werden.
Das fluoridierte Speisesalz bildet eine Ausnahme. Obwohl über die Nahrungskette eingeführt, hat es eine direkte Wirkung an der Zahnoberfläche wie die tatsächlichen lokalen Anwendungen. Denn während einer Mahlzeit, wenn die Mundbakterien bereits einen Säureangriff vorbereiten, werden gleichzeitig durch das fluoridierte Speisesalz Gegenmaßnahmen eingeleitet, indem sich der Fluoridgehalt im Mund erhöht.
In Deutschland gibt es seit 1991. Es enthält 0,25 mg Fluorid/ g Salz.
Die teilweise Deckung des Fluoridbedarfs  über  fluoridiertes Speisesalz sei laut Experten besonders vorteilhaft, weil das Fluorid gleichzeitig in geringen Mengen über den Tag verteilt dem Körper zugeführt wird. Bei der empfohlenen Verwendung von 2 g Salz/Tag und Person resultiert eine zusätzliche Fluoridzufuhr von 0,5 mg/Tag, eine Zufuhr bei der eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen ist.  

Die Dosis bestimmt die Wirksamkeit, kann man es nicht oft genug sagen!
Bei dem Überangebot an Fluoridquellen - von Zahnpflegemitteln über Nahrung bis zu Tabletten und Nahrungsergänzungsmitteln - besteht heute mehr denn je die Gefahr einer Überdosierung.
Die D-A-CH Fachgesellschaften - Fachgesellschaften für Ernährung in Deutschland, Österreich und in der Schweiz - haben Richtwerte für die Fluorid - Gesamtzufuhr aus Nahrung, Trinkwasser und Supplementen abgeleitet. So z. B.:
Jungen     15 bis 18 Jahre         3,2 mg /Tag 
Mädchen 15 bis 18 Jahre          2,9 mg/Tag
Erwachsene / m                        3,8 mg/Tag
Erwachsene / w                        3,1 mg/Tag.

Wer allerdings viel schwarzen Tee oder Wasser mit einer Fluoridkonzentration von > 0,7 mg/l trinkt,  Zahnpflegemittel nicht sachgerecht anwendet, Fluoridtabletten einnimmt, viel Fisch isst, kann leicht eine Fluoridzufuhr von 10 mg/ Tag erreichen.
Vor diesem Hintergrund empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Fluorid nicht in Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) zu verwenden und die Anreicherung von sonstigen Lebensmitteln  auf Speisesalz zu begrenzen.

Was nun? „Fluorid-Effekt“ oder „Nano-Effekt“ für eine wirksame Karies-Prophylaxe?
Man sollte sich informieren, dann die Zähne zusammenbeißen und durch … durch die Welt der Karies-Prophylaxe.

Quelle:AdobeStock

Mit Informationen kann man sich grundsätzlich eine Meinung bilden und Entscheidungen treffen, und so auch auf diesem Gebiet das Ziel erreichen: gesunde, strahlend schöne Zähne, die ein unwiderstehliches Lächeln  zaubern können, ein Lächeln als Ausdruck der Freude und  des guten Willens aber auch der eleganten Art seinen Gegnern die Zähne zu zeigen .