Donnerstag, 7. Mai 2026

Dehydration: die innere Austrocknung

Die letzten Tage in April dieses Jahres, sonnige Tage mit Temperaturen bis 260C,  haben uns wieder auf den Geschmack des Sommers kommen lassen! 
Es ist aber noch nicht der „wahre“ Sommer. Wir haben also noch etwas Zeit, um uns auf ein paar Empfehlungen der Mediziner zu besinnen, damit wir fit durch die heißen Tage, die Hitzetage eines wahren Sommers kommen.

Der Begriff HITZE wird durch eine Tageshöchsttemperatur von über  definiert. Dabei kann ab Temperaturen von über 250C  und i. V. mit der Luftfeuchte auch die „gefühlte Temperatur“ zum Tragen kommen, von Fachleuten HITZEINDEX genannt.
Es ist ein errechneter Wert, der angibt, wie die Luftfeuchtigkeit das subjektive Wärmeempfinde beeinflusst. Je höher die Luftfeuchte, umso drückender empfindet man die Hitze. So beispielweise: 

300und 50% Luftfeuchtigkeit – empfunden 31,50C
400C und 50% Luftfeuchtigkeit– empfunden. 

Wenn dem Körper bei hohen Temperaturen nicht genügend Flüssigkeit zugeführt wird, kann zu einer Dehydratisierung auch DEHYDRATATION oder etwas kürzer DEHYDRATION kommen.
DEHYDRATION ist allerdings keine DEHYDRIERUNG!!!
DEHYDRIERUNG bedeutet die Abspaltung von Wasserstoff (lat. =  hydrogenium). Dehydrierungen werden in biologischen Prozessen durch bestimmte Enzyme / Dehydrogenasen ermöglicht, wie beispielsweise beim Alkoholabbau in der Leber, wenn Ethanol durch Alkoholdehydrogenase in Acetaldehyd umgewandelt wird.

Die DEHYDRATION wird von Medizinern als INNERE AUSTRCKNUNG bezeichnet.
Ursache sei eine Störung des Wasser- bzw. Salzhaushalts. Denn der menschliche Körper besteht zu einem Großteil aus Wasser, das sehr wichtig für viele Stoffwechselprozesse ist. Und das Wasser enthält verschiedene Salze (Mineralstoffe, Elektrolyte) in bestimmter Konzentration.
Nur wenn ausreichend Flüssigkeit und Elektrolyte im Körper vorhanden sind, ist der Wasserhaushalt ausgeglichen und Körperfunktionen und Prozesse (wie die Funktion des Nervensystems) können reibungslos ablaufen.

Die DEHYDRATION, ist eine ernst zu nehmende Sache, denn je nach Schweregrad des Flüssigkeitsverlustes kann sie sogar lebensgefährliche Konsequenzen haben: von Durst, leichte Trockenheit der Haut und Schleimhäute bei leichter Dehydration, über ausgeprägte Trockenheit der Haut und Schleimhäuten, stark verminderte Harnausscheidung und Herzrasen bei mäßiger Dehydration bis Kreislaufschwäche und Bewusstseinsstörungen, Verwirrtheit und Delirium oder sogar Koma im Fall einer schweren Dehydration.

                                                  911/ N-Amerika bzw, 112/ Deutschland

Ist eine körperliche Erkrankung die Ursache für die Dehydration – eine durch Bakterien oder Viren verursachte Infektionskrankheit, ein akuter Nierenversagen - oder eine Operation, ein Unfall, ist es nicht nur erforderlich, den Flüssigkeitsmangel zu beheben. Der Arzt muss auch die Grunderkrankung behandeln.

Nun, eine häufige Ursache einer DEHYDRATION lautet: man trinkt zu wenig!
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von rund 1,5 Litern durch Getränke -  bei hohen Temperaturen sowie bei körperlicher Anstrengung entsprechend mehr.
Als „ideale Durstlöscher“ werden Leitungswasser, ungezuckerte Kräuter – und Früchtetees sowie Saftschorlen angesehen.  

Lange Zeit dachte man, dass Kaffee den Körper austrocknet bzw. ihm Flüssigkeit entzieht. Das sieht man heute anders: Kaffee kann zur täglichen Flüssigkeitsbilanz beitragen. Er hat allerdings einen harntreibenden Effekt, der sich jedoch bei regelmäßigem Konsum abschwächt. Durch seine kreislaufanregende Wirkung sollte er aber nicht als Durstlöscher genossen werden. Bis zu vier Tassen täglich gelten als vertretbar.

Auch wenn der überwiegende Anteil des täglichen Flüssigkeitsbedarfs über Getränke gedeckt werden soll, gibt es auch Lebensmittel mit hohem Wassergehalt, die in diesem Zusammenhang ihren Beitrag leisten können. 

Als ein SUPERTIPP für Flüssigkeitsersatz bei DEHYDRATION sind ohne weiteres WASSERMELONEN und HONIGMELONEN zu nennen – nicht nur wegen ihres hohen Wassergehalts, sondern auch wegen ihres hohen Nährwerts.
Die WASSERMELONE besteht zwar zu 90% aus Wasser, aber sie enthält auch Vitamin C wie auch die Vitamine A, E, B1, B2, B6 sowie Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Calcium, Phosphor Magnesium, Eisen, Zink. Der rote Farbstoff Lycopin aus der Wassermelone soll vor Herz-Kreislaufbeschwerden schützen. 
So auch die HONIGMELONE, die bei einem Wassergehalt von 85% viel Vitamin C und ebenfalls die Vitamine A, E, B1, B2, B6 wie auch die wichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Calcium, Phosphor Magnesium, Eisen, Zink enthält. Der Farbstoff der Honigmelone, Zeaxanthin, soll die Augen vor freien Radikalen und UV-Licht schützen.
Es gibt aber noch andere Lebensmittel mit hohem Wassergehalt. So z. B.

Zudem gibt es Gemüsesorten, wie Tomaten, Radieschen, Zucchini, Spargel, Feldsalat, die einen Wassergehalt von über 90 haben Prozent haben. Auch frische Pilze, Sellerie, Aubergine, Mangold, Spinat und Blumenkohl gehören zu den sehr wasserreichen Lebensmitteln.

Kaum zu glauben, aber auch Fleisch-, Wurst- und Käsesorten haben einen hohen Wassergehalt. Rindfleisch z.B. besteht zu 73 % aus Wasser und Fetakäse hat auch einen Wassergehalt von 59 %. Berücksichtigen sollte man jedoch, dass diese Lebensmittel in der Regel weiterverarbeitet und deswegen noch einen Großteil des Wassergehalts verlieren, bevor sie verspeist werden.

 „Eine Lerche, die singt, noch keinen Sommer bringt, doch rufen Kuckuck und Nachtigall so ist Sommer überall“, sagt ein Sprichwort.

Und wenn der Sommer tatsächlich da ist, sollte man in der Hitze des Gefechts mancher Hitzetage darauf achten, dass unser 1.300 bis 1.500 g Gebilde namens Gehirn, bestehend aus Wasser, Fett und Eiweiß, mit ausreichend geeigneter Flüssigkeit versorgt wird, damit es seine komplexen Vorgänge und seine Leistungsfähigkeit aufrechterhalten kann und unser sommerlicher Tatendrang, unsere sommerliche Lust und gute Laune nicht an eine vermeidbare INNERE AUSTROCKNUNG verloren gehen. 

Bilder-Quelle: AdobeStock