Dienstag, 16. April 2019

Ostern und die Schokoladen - Naschereien

Laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes können wir pünktlich zum Osterfest mit sonnigem Wetter bei frühlingshaften Temperaturen rechnen.
Mehr Sonne fördert nicht nur die Vitamin D-Bildung. Sie ist auch dafür verantwortlich, dass Stoffe, die positiv das Gefühlsleben beeinflussen - Endorphine, Noradrenalin, Dopamin - mehr ausgeschüttet werden. Noch ein Schuss Serotonin dazu und ein Gefühl der Gelassenheit entsteht.

Aber nicht nur die Sonne, sondern auch manche Nahrungsmittel können Bewegung in Richtung zufriedene Psyche schaffen.
Wie die Schokolade! Nimmt man nur die Ostern als Anlass zum Genuss von Schokolade, so zeigt eine aktuelle Studie des (u.a.) auf Verbraucheranalyse spezialisierten Nielsen Instituts, dass allein 2018 die Verbraucher in Deutschland etwa 29.000.000 kg von Schoko-Ostereiern und Schoko-Hasen kauften. Wert: von rund 394.000.000 Euro. Bevorzugt werden nach wie vor Schoko-Ostereier. Rund 92.000.000 Packungen davon wurden im vergangenen Jahr verkauft.

Einer der Gründe für den positiven Einfluss der Schokolade auf die Stimmung führen die Wissenschaftler auf ihre spezifische Kombination von Fett und Kohlenhydraten zurück.
Diese Kombination erhöht den Tryptophan-Gehalt im Blut. Dieses spezielle Protein wandelt der Körper zum „Glückshormon“ Serotonin um.

Schokolade enthält zudem noch zwei weitere 2 „Glücksboten“: Anandamid und Phenethylamin (PEA).
Entsprechend seinem Namen Anandamid (von sanskrit  Ananda: Freude, reines Glück) beeinflusst Gefühle der Freude, des Glücks. Der "Heißhunger" auf Schokolade scheint mit Anandamid zusammenzuhängen, das im Gehirn angenehme Gefühle hervorruft. 
PEA erhöht die Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin, das ebenfalls das Stimmungsbarometer nach oben schnellen lässt. Ein Beweis dafür liefert beispielsweise die Tatsache, dass die Konzentration von PEA im Blut der Verliebten erhöht ist.

Quelle: Wikipedia
Es ist erwiesen, dass Schokolade die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit anregt, Stress abbaut. Dieser Effekt ist insbesondere den in der dunklen Schokolade enthaltenen Alkaloiden Koffein und Theobromin zuzuschreiben. Dunkle Schokolade enthält im Schnitt 70 mg Koffein und 500 mg Theobromin pro 100g..

Der Energiegehalt der Schokolade wird durch den Gehalt an Proteinen, Kohlenhydraten und Fett ihrer hauptsächlichen Bestandteile Kakaobutter, Kakaomasse und Zucker bestimmt.
Er beträgt 500 - 600 kcal /100 g. Das entspricht rund einem Viertel des Tagesbedarfs an Kalorien eines Erwachsenen. Eine wahre Kalorienbombe!

Die dunkle und die helle Schokolade! Je höher der Anteil an Kakaomasse, desto dunkler und herber ist die Schokolade. Dunkle Schokolade unterscheidet sich von der Milchschokolade vor allem dadurch, dass darin keine Milch und kein Milchzucker enthalten sind. Die Kalorienzahl der dunklen und hellen Schokolade ist vergleichbar.

Und trotzdem zeigen Studien, dass diese Kalorienbombe nicht nur die Psyche positiv beeinflussen kann und dadurch die Wahrnehmung auf Angenehmes lenkt.
Der Verzehr dieser Kalorienbombe hat auch positive Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit. Obwohl es noch weiterer Untersuchungen bedarf, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Inhaltsstoffe im Kakao, insbesondere solche aus der Gruppe der zu den sekundären Pflanzenstoffen zählenden  Flavonoide für diese positiven Auswirkungen verantwortlich sind.
Flavonoide sind vor allem in der dunklen Schokolade mit hohem Kakaoanteil (mindestens 70%) enthalten. Sie sollen Blutdruck senken und auch günstig auf Cholesterinwerte und Insulinspiegel wirken.

Die Folgen dieses Genusses sind zwar gering, sagen Mediziner. Der Glykämische Index von  Schokolade ist zwar  relativ niedrig. Das bedeutet, dass nach Verzehr von Schokolade der Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigt, wie sonst beim Verzehr verschiedener stärke- oder zuckerhaltigen Nahrungsmitteln. Doch der Blutdruck sinkt nur um wenige Hg mm und das Cholesterin wird durch Schokolade allein nicht normalisiert. Auf die Dauer könne der Verzehr von Schokolade trotzdem einen Beitrag zur Vermeidung von Herzkreislauferkrankungen leisten.
Aus diesem Grund sei die Kombination aus Schokoladenverzehr und weitere Maßnahmen sinnvoll. So sollte man die gute dunkle Schokolade in einen vollwertigen Speiseplan aufnehmen und nicht vergessen, sich zu bewegen.

Schokolade (die dunkle) macht glücklich, sie baut Stress ab, sie sorgt für ein geringeres Risiko von Herzkreislauferkrankungen!
Wenn das keine Argumente für Schokoladen-Naschereien zu Ostern und für die Zeit von Ostern bis zum nächsten Ostern sind, wenn auch in der Zwischen- Ostern-Zeit neben Schokoladen-Eiern anstatt Schokoladen-Hasen (dunkle) Schokoladen-Tafeln genossen werden. Allerdings soll beim Verzehr die Mäßigkeit ihren wahren Genuss vorausgesetzt werden.

Eine Frage im Zusammenhang mit Schokolade ist trotz Fortschritte der Wissenschaft noch immer nicht beantwortet.
Die Konzentration vom stimmungaufhellenden Trypthophan in der Schokolade ist deutlich niedriger als in Fleisch, Käse oder Eiern. So beispielsweise enthalten 100 g Schokolade  50 - 70 mg Tryptophan, 100 g Käse jedoch 250 - 500 mg.
Warum gilt dann nicht Käse als Glücksbringer, sondern Schokolade?!

Ein frohes Osterfest 2019!