Samstag, 23. August 2025

Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts…

 soll der Philosoph Arthur Schopenhauer gesagt haben.

Sommer, längere Tage, mehr Sonne!
Mehr Sonne fördert nicht nur die Vitamin D-Bildung, sondern sie ist auch dafür verantwortlich, dass mehr Endorphine, Noradrenalin, Dopamin ausgeschüttet werden und dadurch die Wahrnehmung wieder auf Angenehmes gelenkt wird. Noch ein Schuss Serotonin hinzu und ein Gefühl der Gelassenheit, Befreiung von Angst entsteht.


Dabei ist man intuitiv dessen bewusst, dass ein gesundes rein -PHISISCHE, entstanden durch gesunde Ernährung, mehr Bewegung, Nichtrauchen, mäßiger Alkoholkonsum nicht genügt, solange nicht eine genauso ausgeglichene Psyche mitspielt. 

Angeregt von Dopamin und reaktionsbereiter durch Noradrenalin will man Bewegung in Richtung zufriedene PSYCHE schaffen, vielleicht will man auch dorthin bewegt werden – wenn Dank Oxytocin eine erhöhte zwischenmenschliche Kooperationsbereitschaft gegeben ist.

 Es ist erwiesen, dass nur der Gedanke an einen schönen Urlaub die Psyche erhellen lassen kann. Aber selbst dann, wenn der schöne Urlaub Realität werden sollte, bedeutet dies nur eine verhältnismäßig kurze Zeitspanne. 

 

Was nun? 
Es hat sich gezeigt, dass auf dem Weg aus der Trübsal-Falle Bestätigungen und Zustimmungen der eigenen Handlungsweise am berufsbedingten Ort namens Arbeitsplatz eine große Rolle spielen.

Aber auch scheinbar unbedeutende Hilfsmaßnahmen können am selben Ort die Lenkung der Aufmerksamkeit aufs Erfreuliche, Vergnügliche positiv beeinflussen: ein Zulächeln am Kopiergerät, ein tiefer Blickaustausch in der Kantine, ein paar Überstunden mit Meinungsaustausch beim Kaffeegenuss,


Das Ganze kann sich weiter zu einem Arbeitsessen entwickeln, gefolgt von einem Drink in einer noblen Herberge, wo ein Serotonin förderndes Ambiente und gleichzeitig Auslöser eines Gefühls der
Oxytocin –Geborgenheit eine emotionale Anziehungskraft auslösen kann.

Heutzutage gibt es auch die Variante für Kurzentschlossene: aktiviert nach einem Alkohol-Supergenuss, sich auf den Weg zum Auto oder ins Outdoor zu begeben, und sich dort von Endorphinen,- Noradrenalin, -Serotonin- Peaks zum Aufbau des Glücksgefühls treiben zu lassen. 

 Ob Plan A oder Plan B, beide können positive Konsequenzen haben, die einen Frühling –lang, oder einen Frühling + Sommer –lang, oder einen Frühling+ Sommer+ Herbst-lang, oder einen Frühling+ Sommer+ Herbst +Winter-lang anhalten können bzw. jeweils mehrere davon oder nur kurzweilige Minuten. Sie bergen aber auch Risiken und Nebenwirkungen. Man weiß es, und trotzdem … denn, 

Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts!

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Freitag, 25. Juli 2025

Das Basteln des Glücks

Sucht man nach der Etymologie des Wortes „Glück“, findet man die Worte „Gelucke (nhd.) und „Gelücke (mhd.). Sowohl „Gelucke“ als auch „Gelücke“ leiten sich von dem Verb „gelingen“ ab, das seinerseits vom Wort „leicht“ kommt.
Also: GLÜCK ist ursprünglich das GELUNGENE, das LEICHT ERREICHTE. 

Leicht! Leichter gesagt als getan in unserer modernen westlichen Gesellschaft, in der das GLÜCK nach Allgemeinverständnis psychische, physische, soziale, individuelle Bedürfnisse umfasst.

Quelle: Wikipedia

Der amerikanische Psychologe Abraham Maslow erforschte gesunde, erfolgreiche und glückliche Menschen. Dabei entdeckte er, dass man alle menschlichen Bedürfnisse sich als die in einer bestimmten Reihenfolge befindlichen Stufen einer Pyramide vorstellen können. 

Nach dieser Pyramide beginnt das Basteln des Glücks auf einer physischen Basis, nämlich Grund – oder Existenzbedürfnisse: Nahrung, Schlaf, Gesundheit, Sexualität.

Diese Grundbedürfnisse werden in unserer Zeit durch moderne Glücksquellen ergänzt. So haben im 


Streben nach dem euphorischen Hochgefühl eines BMI im Normbereich die sportlichen Aktivitäten viel an Bedeutung gewonnen. 

Wegen erheblichem Kalorienverbrauch bereitet nach heutigem Verständnis sogar die Hausarbeit Hochstimmung. So werden in 45 Minuten beim Bügeln 100 kcal, Kochen 117 kcal oder Putzen 196 kcal verbraucht. Für das GELUNGENE ist es aber auch nicht von der Hand zu weisen: das Klavierspielen mit 123 oder eine leichte Gartenarbeit mit 174 verbrauchten in 45 Minuten.

 Moderne Möglichkeiten erfahren auch die sinnlichen Bedürfnisse, mit ihren vielfältigen realen und virtuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Lustvoll kann man 350 Kalorien in 30 Minuten verbrennen. Das entspricht einem Dauerlauf von 40 bis 50 Minuten und hat noch dazu den Vorteil, dass jeder Muskel des Körpers aktiviert wird.
Von Hochstimmung des LEICHT ERREICHTEN beflügelt, fällt es dann leichter, an der nächsten Stufe, der Sicherheit, zu basteln.

Sicherheit ist ein Teil des Glücks, der Bedürfnisse wie materielle und berufliche Sicherheit, Schutz vor Gefahren, Lebenssicherheit, Unterkunft umfasst. 

Sie sind Voraussetzungen, die es ermöglichen, das Erklimmen der nächsten Stufe, der sozialen Bedürfnisse, leichter zu schaffen.       

Die sozialen Bedürfnisse bedeuten Kommunikation, Partnerschaft, Freundschaft, Gruppenzugehörigkeit.

Und es wird kommuniziert! Es wird ge-googelt, ge-mailt, ge-simst. ge-twittert zu jeder Zeit und an jedem Ort, einzeilig oder mehr zeilig oder mit maximal 140 Zeichen.

Für das GELUNGENE genannt GLÜCK sollte allerdings die altbewährte „analoge“ Kommunikation nicht vergessen werden. Sie ermöglicht gewonnene Erkenntnisse und Erfahrungen auszutauschen und noch mehr: Gedanken, Empfindungen, Emotionen eines Gesprächspartners zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden. 

Anerkennung und Wertschätzung! Unter diesen Begriffen unterscheidet Maslow 2 Kategorien: einerseits Vertrauen, Selbstbestätigung, Erfolg und andererseits den Wunsch nach Ansehen, Prestige, Wertschätzung, Achtung und Wichtigkeit, der nur von anderen Personen erfühlt werden kann.

Es bleibt noch, das Erklimmen der Spitze der Selbstverwirklichung. 
Das bedeutet die eigenen Potenziale zu entfalten, um ein Leben nach eigenen Wünschen und Zielen zu führen. 
Glücklich kann man eine solche Person nennen, weil ihr Leben viel von dem enthält, was sie als wichtig erachtet.
Es ist das tatsächlich GELUNGENE, aber leider nicht das LEICHT ERREICHTE.

Wir leben in einer Zeit mit immer neuen Erkenntnissen der Genforschung.Und genetische Studien zeigen, dass Glück und Wohlempfinden von genetischen Faktoren beeinflusst werden können.

So konnten Genetiker beispielsweise zeigen, dass die Ursache eines stetigen Optimismus, Glücksgefühls mancher Menschen eine bestimmte Form des Gens namens 5 - HTTLPR sein könnte. Das Gen spielt eine wichtige Rolle beim Transport des Glückbotenstoffs Serotonin. Der Botenstoff transportiert die Botschaft „sei glücklich“ per Nervenzellen zum Gehirn und gibt das Gefühl der Gelassenheit, Ausgeglichenheit, Zufriedenheit.

Studien zeigen jedoch auch, dass nur etwa 40 bis 50% des Glücksempfindens auf genetische Faktoren zurückzuführen sind. Umweltfaktoren wie soziale Komponenten seien jedoch ebenso wichtig.
Eigentlich wird unsere gesamte Persönlichkeit von genetischen Faktoren und Umwelteiflüssen geprägt. Was können wir noch verändern, wie können wir unsere Persönlichkeit aktiv mitgestalten, um positive Veränderungen zu erreichen?
Es ist kompliziert!

Wer das richtige Zusammenspiel der Stufen der Glückspyramide beherrscht, kann allerdings positive Erfahrungen machen, seine Ziele erreichen und grundsätzlich ein Gefühl von Zufriedenheit erleben.
Wer das richtige Zusammenspiel der Stufen der Glückspyramide beherrscht, kann das Rennen machen - auf hohe Glücksrendite!

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Mittwoch, 25. Juni 2025

Neue Orientierungshilfen in der Sache „Ernährung“

 Zahlreiche, fast zu Mythen gewordene Orientierungshilfen, die uns bei der Zusammenstellung einer ausgewogenen (und schmackhaften!) Kost helfen sollten, entpuppen sich immer öfter als Irrtümer und bedürfen selbst einer neuen Orientierung.

Denken wir an das Fleisch.

Dieses eine Zeit lang als entbehrlich bezeichnete Nahrungsmittel kann mittlerweile wieder mäßig konsumiert werden, denn ein mäßiger Konsum schade nicht. 
Kartoffeln sollen nicht mehr dick machen, sondern satt und verschiedene Salatsorten gelten nicht mehr als große Vitaminlieferanten, sondern nur als mäßige Vitaminlieferanten.
Sogar manches Fastfood sei kein Krankheitsmacher mehr: Salat und Hamburger haben weniger Kalorien als Currywurst und Pommes frites.  

Von Kaffee gar nicht mehr zu sprechen. Immer mehr 
Studien belegen die positiven Wirkungen dieses Getränks. Mittlerweile gehen die Wissenschaftler davon aus, dass verschiedene Krebsarten bei Kaffeetrinkern seltener auftreten, und Herzanfälle milder verlaufen. Epidemiologische Studien zeigen außerdem, dass Kaffeekonsum vor verschiedenen chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Parkinson oder Leberleiden schützen könne.
Und das „süße Gift“ genannt Schokolade? Laut aktueller und langfristigerer Studien soll der mäßige Verzehr dieser Kalorienbombe in ihrer dunklen Variante, mit einem Kakaoanteil von mindesten 70%, einen erhöhten Blutdruck senken und auch günstig auf den Cholesterinspiegel wirken. 

Und die Liste der Irrtümer wird immer länger.

„Salz und Brot machen die Wangen rot“- sagt ein altes Sprichwort.
Also weiß man schon lange: Brot ist gesund. Im Lichte bisheriger ernährungswissenschaftlicher Erkenntnisse müsste man eigentlich sagen: Brot ist je nach Sorte mehr oder weniger gesund. Seit Jahrzehnten hören wir, von den positiven Eigenschaften des Vollkornbrots, mit seinem Gehalt an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. 


Ob es nicht noch eine andere Brotsorte geben kann, in der mehr Gutes steckt, als ihr Ruf vermuten lässt? 
Aber ja, das Weißbrot, wie aktuelle Studien zeigen.
Abgesehen davon, dass sich die Wissenschaftler auf den Gehalt an B-Vitaminen und Mineralstoffen im Weißbrot besinnen, sie machen sogar das bisher ungesunde Weißbrot zu einem präbiotischen Lebensmittel. Denn dank seinem hohen Gehalt an einem löslichen Ballaststoff, Hemicellulose, stärkt das Weißbrot das Immunsystem.  Durch die Wirkung von Hemicellulose wird die Darmflora vermehrt mit Bakterien der Gattung Lactobacillus besiedelt. Es entsteht ein saures Milieu, das die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheitserregern erhöht.

Ist nun der gute Ruf des Weißbrotes wiederhergestellt, ist der


Gedanke an Butter naheliegend. Auf eine Scheibe gesundheitsförderndes Weißbrot ließe sich doch wunderbar etwas Butter streichen!
Aber BUTTER, die seit gefühlt ewigen Zeiten auf die rote Liste der Lebensmittel verbannt wurde? Ja, diese Butter, weil sie auch ihre guten Seiten hat.

Wissenschaftler entdecken wieder, die Wichtigkeit von Fett (das auch in Butter vorhanden) für den Organismus. Ohne Fett könnte der Körper beispielsweise fettlösliche Vitamine, wie die Vitamin A, D, E und K, nicht aufnehmen und ohne Cholesterin - ein zu den Fetten zugerechneter Stoff, der in Butter enthalten ist - wären die Zellmembranen nicht flexibel und gleichzeitig stabil genug, um einen sicheren Stofftransport von Zelle zu Zelle zu gewährleisten. 
Außerdem enthält Butter nicht nur gesättigte Fettsäuren, sondern auch 2 der wichtigsten ungesättigten Fettsäuren: die Linolsäure, eine Omega-6-Säure und die α-Linolsäure, eine Omega-3-Fettsäure, die laut Forschern ein Schutz für Herz und Gefäße bilden. 

So gesehen, stellt man sich die Frage: wie kann Margarine überhaupt mit der Butter aufnehmen? 
Margarine wird industriell hergestellt. besteht aus pflanzlichem Fett, was heißen soll, dass sie zwar weniger gesättigte Fettsäuren und dafür mehr von wünschenswerten ungesättigten Fettsäuren als Butter enthält. 
Jedoch um sie streichfähig zu machen, wurde bis vor wenigen Jahren die pflanzlichen Öle einer Härtung unterzogen. Dieser Prozess erfolgt durch eine katalytische Anlagerung von Wasserstoff (H2) - eine Hydrierung. Ergebnis: Umwandlung ungesättigter Fettsäuren in gesättigte Fettsäuren. Zudem entstehen dabei als Nebenprodukt die sogenannten TRANSFETTE. Es sind Stoffe, die laut Ernährungsexperten den Spiegel von LDL-Cholesterin erhöhen sollen und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen!

Heute setzten allerdings viele Hersteller Kokos-   oder Palmöl zu, um Margarine auch ohne Härtung streichfähig zu machen. Diese Öle haben allerdings eine hohe Konzentration an gesättigten Fettsäuren.

Eine Scheibe Weißbrot mit Butter bestrichen …hmmmmmmm! – aber beim Verzehr setzt die Mäßigkeit ihren wahren Genuss voraus.
So empfiehlt die DGE  1 Esslöffel Streichfett / Tag zu verzehren, ob Butter oder Margarine kann jeder nach eigenen Präferenzen entscheiden. 

Zur Krönung des gesunden Genusses von „Butter und Weißbrot“ fehlt nur ein Paradiesapfel oder ein Liebesapfel oder ein Goldapfel oder anders gesagt: eine Tomate. Zu unserem heutigen, rationalen Zeitgeist passt am besten die Bezeichnung „Goldapfel“.  
Und die Tomate ist tatsächlich Gold wert.

Sie enthält (u. a.) LYCOPIN. In einer Studie an der Bundesforschungsanstalt für Ernährung in Karlsruhe hat sich dieser Stoff nicht nur als Radikalfänger (Antioxidans) bewährt, sondern auch für die Funktion des Immunsystems.  

Das Lycopin ist ein fettlöslicher Stoff. Dies bedeutet, dass für seine gute Bioverfügbarkeit die Anwesenheit von Nahrungsfetten notwendig ist, (Empfehlung: 3-5 g/Mahlzeit). Laut Studien sollen im Hinblick auf ihren fördernden Einfluss auf die Lycopin-Resorption gesättigte Fettsäuren (wie in Butter) viel effektiver sein als mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Es muss nicht immer Kaviar sein.
Notfalls tut es das Gute in dem vermeintlich Schlechten auch.
Und die Liste der Lebensmittel, die ihren guten Ruf wieder erlangen, wird immer länger. 

 Für dieses Phänomen ist der synergetischen Wirkung ihrer Inhaltsstoffe zu danken, die eigentlich immer da waren: Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe, Proteine, gute Fettsäuren und gute Kohlenhydrate. Dabei wird ein außerordentlicher Effekt ausgelöst, der zwei Grundbedürfnisse stillt: den Wunsch nach Gesundheit mit der Sehnsucht nach Genuss. Eine Verbindung, die man pflegen sollte - um den gesunden Lebenskreislauf in Gang zu halten

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Mittwoch, 21. Mai 2025

Sündenfall: Ernährung

Die „Sünde“ – ein Verstoß gegen bestehende Verhaltensnormen!

Heute weiß jeder, dass sein physisches und psychisches Wohlbefinden von Lebens- und Ernährungsgewohnheiten beeinflusst wird.
Um nun durch bestimmte Ernährungsgewohnheiten keine „Sünde“ zu begehen, muss man allerdings über bestimmte Fortschritte in der Ernährungswissenschaft / Verhaltensnormen auf dem Laufenden sein.



 Wie beispielsweise, dass Butter und Eier ihren alten guten Ruf wiedererlangt haben, dass Kartoffeln nicht mehr dick machen, sondern vor allem satt und dass ein Hamburger mit Salat weniger Kalorien hat als eine Currywurst mit Pommes frites.
Und um die Gesundheit zu schützen, plädieren aktuelle VEHALTENSNORMEN für die Senkung des Verzehrs von tierischen Lebensmitteln und eine Steigerung des Verzehrs von pflanzlichen Lebensmitteln. So beispielsweise
ist Fleisch zwar entbehrlich, ein mäßiger Konsum soll aber nicht schaden, der Genuss von Fisch dafür 1 -2 pro Woche erlaubt
Hülsenfrüchte und Nüsse sollen regelmäßig genossen werden, Obst, Gemüse dafür mindestens 5 Portionen am Tag
Süßes, Salziges und Fettiges sollte man besser stehen lassen (!) und
Flüssigkeit zu sich nehmen, am besten Wasser oder andere kalorienfreie Getränke
Nicht vergessen: in Bewegung bleiben!

 

Leider kann es aber manchmal doch passieren, dass im Eifer des Gefechts und bei der Vielfalt an verlockenden Angeboten es schwerfällt, nicht über die Stränge zu schlagen.  Das unmittelbare schlechte Gewissen ist das Mindeste.

Wenn im Strafrecht die Verhaltensnormen Rechtsnormen betreffen, die bestimmte Verhaltensweisen verbieten, dann wird bekanntlich der Verstoß gegen bestehende Rechtsnormen mit einer Strafe sanktioniert.
Analogerweise kann vom Körper in der Sache „Ernährung“ ein Verstoß gegen bestimmte Verhaltensnormen – ein zu viel des Guten genießen, Bewegungsmangel - mit „Strafe“ sanktioniert werden. Der Name der „Strafe“: Übergewicht bzw. Adipositas und ihre Folgen.

Die Tatsache, dass die Sünder mit ihrer weitgehend hausgemachten Schuld selbst dafür geradestehen müssen, wenn sie durch fahrlässiges /vorsätzliches Fehlverhalten den Pfad einer ausgewogenen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten verlassen haben, ist unbestritten. 

Es gibt aber auch Sünder, die sich nicht nur über ihre Schuld definieren lassen.
Es geht um Übergewichtige bzw. an Adipositas Erkrankte, denen es trotz Diät und Sport nicht gelingt, ein gesundes Gewicht zu halten.  

Diese Ungereimtheiten führten US- Forscher zu dem Schluss, dass GENE, zumindest zum Teil, Einfluss auf das Körpergewicht haben würden.
Sie fanden, dass ein bestimmtes Erbgut-Abschnitt - eine Strecke von Genbausteinen mitbestimme, wie viel Fett der Körper verbrennt. Es ist der Bereich des bisher am stärksten mit dem Fett und Adipositas assoziierten Gens, des FTO-Gens (fat mass and obesity associated gene).

Die Fettverbrennung hängt u.a. davon ab, ob der Körper weiße Fettzellen bevorzugt, die für das Speichern von Energie zuständig sind, oder aber beige Fettzellen, die das Fett einlagern und auch verbrennen können, um es in Wärme zu verwandeln.
Menschen mit einem hohen BMI sollen häufig einen höheren Anteil weißer Zellen haben.
Zudem sollen Übergewichtige häufig noch eine andere FTO-Gen-Variante haben als schlanke Menschen. Dies bedeute, dass das FTO-Gen und ihre Variante Einfluss darüber haben könnten, wie viel Fett der Körper einlagert bzw. verbrennt.

Neben dem FTO-Gen und der FTO-Variante sollen es auch andere Erbgutabschnitte geben, die in Zusammenhang mit Übergewicht stehen.
Forschern zufolge würden sich erst durch das Zusammenwirken aller dieser Erbgut-Abschnitte körperliche Eigenschaften und Verhaltensmuster entwickeln, welche eine Gewichtszunahme und das Abnehmen erschweren können. 

Die genetische Forschung entlässt aber auch die Sünder mit ungünstigem Genprofil nicht aus ihrer Verantwortung. Sie können laut Ernährungswissenschaftlern ebenso ein gesundes Gewicht erreichen … mit den altbewährten Mitteln, wie ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung:
•    Wer einen eher geringen Kalorienverbrauch hat, kann diesen zum Beispiel steigern, indem er durch körperliches Training Muskelmasse aufbaut. (Muskelzellen verbrennen mehr Kalorien als Fettzellen.)
•    Wer viel Hunger hat, kann zum Beispiel versuchen, langsamer und achtsamer zu essen, um ein besseres Gespür für sein Hunger- und Sättigungsempfinden zu entwickeln. Auch kann er seine Mahlzeiten so zusammenstellen, dass sie sättigen, aber nicht zu viele Kalorien liefern. Dazu ist es unter anderem wichtig, ballaststoffreiche Zutaten zu verwenden.
•    Wer eine Vorliebe für zuckrige oder sehr fetthaltige Nahrungsmittel hat, kann sein Leibspeisen-Repertoire gezielt um gesündere Alternativen erweitern, die ähnlich schmecken, aber nicht ganz so kalorienreich sind.
Der Ehrlichkeit halber muss man schon sagen: Die Rückkehr zu ausgewogenen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten ist ein mehr oder weniger mühseliges Unterfangen.
Aber

 „Versuchen wir uns doch einmal entschieden auf die Seite des Positiven zu stellen, in jeder Sache.“.(Christian Morgenstern, deutscher Schriftsteller, 1871 – 1914)

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Sonntag, 20. April 2025

Ostern, die Schoko-Hasen und die Schoko-Eier

Wie sieht es mit dem Osterwetter aus?
Nun laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes kann sich nur der Osten Deutschlands auf einen sonnigen und trockenen Ostersonntag freuen.
Am Ostermontag sind dann besonders in der Mitte Deutschlands aber auch mal längere sonnige Abschnitte denkbar. 

Schade! Denn mehr Sonne fördert nicht nur die Vitamin D-Bildung. Sie ist auch dafür verantwortlich, dass Stoffe, die positiv das Gefühlsleben beeinflussen - Endorphine, Noradrenalin, Dopamin - mehr ausgeschüttet werden. Noch ein Schuss Serotonin dazu und ein Gefühl der Gelassenheit entsteht.

Aber nicht nur die Sonne, sondern auch manche Nahrungsmittel können Bewegung in Richtung zufriedene Psyche schaffen.
Wie die Schokolade!

Einer der Gründe für den positiven Einfluss der Schokolade auf die Stimmung führen die Wissenschaftler auf ihre spezifische Kombination von Fett und Kohlenhydraten zurück.
Diese Kombination erhöht den Tryptophan-Gehalt im Blut. Dieses spezielle Protein wandelt der Körper zum „Glückshormon“ Serotonin um.

Es ist erwiesen, dass Schokolade die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit anregt, Stress abbaut. Dieser Effekt ist insbesondere den in der dunklen Schokolade enthaltenen Alkaloiden Koffein und Theobromin zuzuschreiben. Dunkle Schokolade enthält im Schnitt 70 mg Koffein und 500 mg Theobromin pro 100g.

Der Energiegehalt der Schokolade wird durch den Gehalt an Proteinen, Kohlenhydrat und Fett ihrer hauptsächlichen Bestandteile Kakaobutter, Kakaomasse und Zucker bestimmt.
Er beträgt 500 - 600 kcal /100 g. Das entspricht rund einem Viertel des Tagesbedarfs an Kalorien eines Erwachsenen. Eine wahre Kalorienbombe!

Und trotzdem zeigen Studien wider Erwarten, dass diese Kalorienbombe nicht nur die Psyche positiv beeinflussen.
Der Verzehr dieser Kalorienbombe hat auch positive Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit. Obwohl es noch weiterer Untersuchungen bedarf, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Inhaltsstoffe im Kakao, insbesondere solche aus der Gruppe der zu den sekundären Pflanzenstoffen zählenden  Flavonoide für diese positiven Auswirkungen verantwortlich sind.
Flavonoide sind vor allem in der dunklen Schokolade mit hohem Kakaoanteil (mindestens 70%) enthalten. Sie sollen günstig auf Blutdruck- und Cholesterinwerte sowie Insulinspiegel wirken.

Die Folgen dieses Genusses sind zwar gering, sagen Mediziner. Der Glykämische Index von Schokolade ist zwar niedrig. Das bedeutet, dass nach Verzehr von Schokolade der Blutzuckerspiegel nicht so schnell ansteigt, wie sonst beim Verzehr verschiedenen stärke- oder zuckerhaltigen Nahrungsmitteln.
Der Blutdruck sinkt nur um wenige Hg mm und das Cholesterin wird durch Schokolade allein nicht normalisiert.
Auf die Dauer könne der Verzehr von Schokolade trotzdem einen Beitrag zur Vermeidung von Herzkreislauferkrankungen leisten.
Aus diesem Grund sei die Kombination aus Schokoladenverzehr und weitere Maßnahmen sinnvoll. So sollte man die gute dunkle Schokolade in einen vollwertigen Speiseplan aufnehmen und nicht vergessen, sich zu bewegen.

Wenn das keine Argumente für Schokoladen-Naschereien zu Ostern sind ...


und für die Zeit von Ostern bis zum nächsten Ostern, wenn auch in der Zwischen- Ostern-Zeit anstatt Schoko-Hasen oder Schoko-Eiern dunkle Schokoladen-Tafeln genossen werden! Allerdings soll beim Verzehr die Mäßigkeit ihren wahren Genuss vorausgesetzt werden.

Eine Frage im Zusammenhang mit Schokolade ist trotz Fortschritte der Wissenschaft noch immer nicht beantwortet.
Die Konzentration vom stimmungsaufhellenden Tryptophan in der Schokolade ist deutlich niedriger als in Fleisch, Käse oder Eiern. So beispielsweise enthalten 100 g Schokolade  50 - 70 mg Tryptophan, 100 g Käse jedoch 250 - 500 mg.  
Warum gilt dann nicht Käse als Glücksbringer, sondern Schokolade?!

Frohe Ostern 2025!


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Mittwoch, 26. März 2025

Die unbefleckte Empfängnis 3.0

Wer kennt nicht die biblische Aussage, von der „unbefleckten Empfängnis“, von besonderen Gottes Gnaden vermittelt, wobei Maria im Augenblick ihrer Empfängnis vor der Erbsünde bewahrt blieb?

Kaum zu glauben, aber in unserer weitgehend säkularen Gesellschaft gewinnt mit der Durchsetzung der Reproduktionstechnologien die „unbefleckte Empfängnis “, die zeitgenössische „unbefleckte Empfängnis 2.0“ immer mehr an Bedeutung.
Bei der „unbefleckten Empfängnis 2.0“ mit einer „Befruchtung im Glas“, besser bekannt als In-vitro-Fertilisation / IvF, geht es darum, die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle - die Entstehung des neuen Lebens - außerhalb der Gebärmutter zu erreichen. Sie wird von Arztes Gnaden in einer Petrischale durchgeführt. Der Geschlechtsverkehr bildet demzufolge nicht mehr die Voraussetzung für das Verschmelzen der Zeugungszutaten.


Embryo nach IvF /Wikipedia 
Die „unbefleckte Empfängnis 2.0“ als zur Routine gewordene IvF bedeutet konkret Hormongaben und ein operativer Eingriff bei der Eizellentnahme für weibliche Menschen und ein paar Minuten Aufenthalt des mit einem sterilen Becher gewappneten männlichen Menschen, in der angenehmen Atmosphäre eines Raums, ausgestattet mit einschlägigen Magazinen.

Nun seit dem ersten in Vitro gezeugten Kind im Jahr 1978 entwickelt sich die Reproduktionsmedizin immer weiter. 

Wir leben in Zeiten der sich rasant entwickelnden Informationstechnologie.
Es besteht daher die Möglichkeit, durch Verschmelzung informationstechnologischer Mittel mit Vorgaben und unter Berücksichtigung biologischer Gegebenheiten eine neue Ära der technischen Reproduktionsmedizin einzuleiten - die Ära der „unbefleckten Empfängnis 3.0“.
Und es scheint keine Utopie zu sein. Wissenschaftler in aller Welt arbeiten bereits an der Optimierung des Projekts „Gebärmutter-Maschine statt Mama“.

Als einen Ersatz für die Schwangerschaft sehen die Wissenschaftler die Technologie noch nicht.
Dafür aber als Möglichkeit, Frühchen, die zwischen der 23 und 25. Schwangerschaftswoche zur Welt gekommen sind, Chancen zu überleben zu geben.
Denn laut Medizinern selbst bei guter medizinischer Versorgung bestehe nur eine 23-prozentige Chance, Neugeborene in der 23. Schwangerschaftswoche am Leben zu erhalten. Und sollen Frühchen eine derartige Frühgeburt überlebt haben, würden 87 Prozent von ihnen bleibende Schäden davontragen.   

Frühchen /AdobeStock

Schwangere Frauen, denen eine Frühgeburt bevorsteht, könnten dann ihr Baby an eine „künstliche Gebärmutter“ übergeben, in dem die Frühchen weiter heranwachen können.

Die Forscher rechnen damit, dass diese Technologie bereits in den nächsten 10 Jahren zum Einsatz kommen könnte.

Ob es eines Tages möglich sein wird, Babys in einer künstlichen Gebärmutter außerhalb des menschlichen Körpers gedeihen zu lassen?Der Gedanke ist nicht neu.

In dem Zusammenhang wird in den Medien ein berühmtes Buch des englischen Schriftstellers Aldous Huxley „Schöne neue Welt“ aus dem Jahr 1932 zitiert. In dieser neuen Welt schildert Huxley eine Gesellschaft im Jahr 2540, die sich von der Ekelhaftigkeit Verwerflichkeit des Kindergebärens losgesagt hat und ihren Nachwuchs in Brutöfen züchtet.

Quelle:AdobeStock

Die neue Technologie, Babys in einer künstlichen Gebärmutter außerhalb des menschlichen Körpers „züchten“ zu lassen, soll eines Tages Frauen ermöglichen, ohne Schmerzen und manchmal Komplikationen Kinder zu bekommen.   

So abwegig erscheint diese Überlegung nicht.
Schon heute gibt es Frauen, die ihr Baby außerhalb ihres eigenen Körpers „züchten“ lassen, zwar nicht in einer künstlichen Gebärmutter, aber in der natürlichen Gebärmutter einer Leihmutter - weil sie ihr Kind nicht selbst austragen wollen oder können.

Das vollständige Heranwachsen eines Organismus außerhalb des Körpers, in dem er normalerweise reift, wird komplette EKTOGENESE genannt. Der britische Wissenschaftler J. B. S. Haldane, der die Bezeichnung erfunden hat, dachte schon in den 1920er Jahren über eine Zukunft im Jahr 2074 nach, in der weniger als 30 Prozent der Kinder von einer Frau geboren sein würden.

Diese neue Technologie birgt Chancen und Risiken und wird ethische, rechtliche Probleme aufwerfen.
So beispielsweise scheint es sich bestätigt zu haben, dass mit dem Einsatz einer künstlichen Gebärmutter die Überlebenschancen von Frühgeborenen steigen. Sollte
erreicht werden, die Entwicklung der Frühgeborenen in der künstlichen Gebärmutter auf 28 Wochen zu verlängern, könnte das Risiko einer vorzeitigen Sterblichkeit auf 15 Prozent reduzieren, so forschende Biogenetiker.


Die Entwicklung von der befruchteten Eizelle bis zum Baby außerhalb der Gebärmutter ablaufen zu lassen, würde zum Ende der Leihmutterschaft führen, so die Forscher. Dafür könnte der Prozess per Bestellung aus einem Internetkatalog mittels Spermien- und Eizellenbanken in Labors abgewickelt werden.

Eine künstliche Gebärmutter könnte die Definition der Lebensfähigkeit des Fötus verändern- mit Auswirkungen auf die Rechtmäßigkeit von Schwangerschaftsabbrüchen. Denn eine Abtreibung wird heute meist so lange möglich, bis der Fötus außerhalb der Gebärmutter lebensfähig ist.

Wir haben das Jahr 2025!
In unserer schönen gegenwärtigen Welt ist der Begriff „In-vitro-Fertilisation“ ein geläufiger Begriff geworden.

Unsere schöne neue Welt, mit ihrer sich rasant entwickelten intelligenten Technologien, wird wohl auch die EKTOGENESE zu einem geläufigen Begriff machen … möglicherweise noch vor 2074, das Jahr in dem laut „Prophezeiungen“ des britischen Wissenschaftlers Haldane von 1920 weniger als 30 Prozent der Kinder von einer Frau geboren sein würden.